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Schwule Männer reagieren stärker auf männliche Gesichter. Diese Alltagserfahrung wurde jetzt per Gehirnstrom-Messung wissenschaftlich untersucht

Von Carsten Weidemann

Die Wahrnehmung von Gesichtern aktiviert im menschlichen Gehirn ein Netzwerk verschiedener Regionen. Wie aus früheren Studien bekannt ist, modulieren Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Emotionen die neuronale Antwort auf Gesichter. So lösen beispielsweise glückliche, ängstliche oder wütende Gesichter größere Aktivitäten im Gehirn aus als neutrale Gesichter. Die Einflüsse von Geschlecht und sexueller Neigung hingen waren bisher noch unbekannt.

Prof. Alumit Ishai und Felicitas Kranz vom Institut für Neuroradiologie der Universität Zürich haben jetzt untersucht, ob hetero- und homosexuelle Versuchspersonen eine stärkere Gehirn-Reaktion auf Gesichter des von ihnen bevorzugten Geschlechts zeigen würden. Sie verwendeten funktionelle Magnetresonanz, eine Technik, mit der höhere Gehirnfunktionen wie das Gedächtnis oder die visuelle Wahrnehmung aufgezeichnet und in den Gehirnregionen lokalisiert werden können. Die Forscherinnen zeigten 40 hetero- und homosexuellen Männern und Frauen, die im Scanner lagen, Fotos von unbekannten und berühmten Gesichtern, ließen sie die Gesichter als attraktiv, neutral oder unattraktiv bewerten und massen dabei die Gehirnaktivität verschiedener Hirnregionen.

Unabhängig von Geschlecht und sexueller Neigung beurteilten alle Versuchspersonen die Attraktivität der Gesichter ähnlich. Ebenfalls zeigten sie in einem Netzwerk verschiedener Hirnregionen eine ähnliche neuronale Antwort auf männliche und weibliche Gesichter. Hingegen fanden die Forscherinnen übereinstimmend mit ihrer Hypothese eine Interaktion zwischen dem Geschlecht des betrachteten Gesichts und der sexuellen Präferenz der Versuchsperson, die das Gesicht betrachtet, im so genannten medialen orbitofrontalen Kortex. Dort ist das "Belohnungssystem" des Gehirns lokalisiert. Heterosexuelle Frauen und homosexuelle Männer zeigten eine stärkere neuronale Antwort auf männliche Gesichter, wohingegen heterosexuelle Männer und homosexuelle Frauen stärker auf weibliche Gesichter reagierten. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass sexuelle Präferenzen die Reaktion auf Gesichtswahrnehmung im Belohnungssystem modulieren. Die Untersuchung ist in der Zeitschrift "Current Biology" (Volume 16, Issue 1, 2006) veröffentlicht worden..

10.01.2006



#1 AngeberAnonym
#2 Georg und JörgAnonym
  • 11.01.2006, 12:07h
  • Na super, kann Papa Ratzi doch prima den schwulen Priesternachwuchs aussieben: Ab untern Hirnscanner und die Sache ist geritzt. Hoffentlich ist allen klar, wie fragwürdig derartige wissenschaftliche Erkenntnisse sind.
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#3 LinkerCacheAnonym
  • 11.01.2006, 13:10h
  • .........Das ist ja ungefähr so wie mal welche in den USA meinten, Schwul/Lesbisch sein sei genetisch bedingt.....

    So nach dem motto, damit können wir fundis ja die gentechnik rechtfertigen....
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#4 martinAnonym
  • 11.01.2006, 14:51h
  • @linker cache: die christlichen ami fundis (und mit ihnen herr bush) sind meines wissens gegen gentechnik. schutz der schöpfung und so zeug...

    sehe es nicht allzu problematisch, dass solche studien gemacht werden. je präsenter man ist um so mehr muß mit sowas gerechnet werden. ob das ergebnis jetzt tatsächlich die realität wiederspiegelt steht natürlich woanders (studien sind nun mal meistens von irgendjemandem bezahlt...). allerdings hab ich an mir festgestellt, dass ich mir z.b. männernamen viel einfacher merken kann. die interessiern mich halt mehr. ob dabei neuronal in meinem hirn die post abgeht weiß ich allerdings nicht.
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#5 metinAnonym
  • 11.01.2006, 15:26h
  • @ martin

    hat wohl eher was mit patenten und aktienpaketen zu tun. die rotten jeden aus
    wenn´s profit bringt.
    rassisch ausgelegte viren mit intelligent design halt ich für schon erfunden.

    ne nette krankheit u n d das gegenmittel
    einfach genial -daneben ?

    krankheit für schlitzaugen wär doch was.
    japaner eindampfen war gestern, heute ist virus...
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#6 holga-waldaAnonym
  • 11.01.2006, 15:53h
  • @ metin

    Die ersten Amerikaner, die vor etwa 15.000 Jahren auf den Kontinent ankamen, ähnelten Japanern und Polynesiern. Eskimos und Aleuten, sowie die Na-Dene-sprechenden Indianerstämme sind jedoch mit den Mongolen und Chinesen verwandt. Zu ihnen gehören etwa die Apachen und Nahavos. Sie besiedelten Amerika erst vor etwa 5000 Jahren. Das berichtet C. Loring Brace von der Universität Michigan in Ann Arbor zusammen mit Kollegen in den "Proceedings" der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften.

    www.wissenschaft.de/wissen/news/172358.html
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#7 seb1983
  • 12.01.2006, 19:56h
  • solche Studien gibt es ja nicht nur mit Homos sondern auch zu allen möglichen Hetero Typen.
    Gibt die witzigsten Sachen: wie Frauen während und außerhalb der Periode auf Männerschweiß reagieren.
    bei der Jauch Wissensshow haben sie beim Bilder merken gezeigt dass Männer sich eher Autos Sport und Mädels merken und Frauen Teddys, Tiere, Kinder etc

    Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind nunmal Tatsache, und um mal diesen mega trendigen Spruch hier zu bringen: die sexuelle Vielfallt bringt auch Unterschiede :-)
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#8 SaschaAnonym
  • 23.02.2006, 12:08h
  • @LinkerCache:

    Das "war" nicht "mal" nur irgendeine "Spinnerei", sondern vielmehr besteht auf Basis einer ganzen Reihe von Forschungsarbeiten überhaupt kein Zweifel mehr daran, dass Homosexualität (bzw. auch Heterosexualität) ganz wesentlich genetisch bestimmt ist.

    Daher verwundern auch unterschiedliche neurologische (die letztlich für körperliche Reaktionen verantwortlich sind!) nicht, sondern bestätigen einmal mehr diese genetische "Programmierung"!

    Hier ein Link (unter vielen) zu diesem Thema:

    www.wissenschaft.de/wissen/news/248729.html
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