Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?4163

Rom (queer.de) - Bei einer Demonstration in Rom haben am Samstag nach Polizeiangaben 1.000 Menschen für die Einführung der Homo-Ehe protestiert. Die Demonstranten forderten am Piazza Farnese, dass der Einfluss des Vatikan in der italienischen Politik zurückgedrängt werden müsse. Gleichzeitig sind in Mailand 60.000 Frauen dafür auf die Straße gegangen, dass Abtreibung in Italien legal bleibt. Hintergrund für die Proteste sind die Parlamentswahlen, die Anfang April stattfinden werden. Mitglieder der amtierenden Regierung unter Ministerpräsident Silvio Berlusconi haben die Protestaktionen scharf kritisiert: "Diese Demonstrationen sind wirklich widerlich", so Reformminister Roberto Calderoli von der separatistischen Lega Nord. "Die Familie ist etwas sehr Ernstes. Sie basiert auf der Liebe zwischen einem Mann und einer Frau". Kulturminister Rocco Buttiglione sagte, Familien sollten sich mehr auf das Kinderkriegen konzentrieren, da "Italien ohne Kinder sterben wird". (dk)

- w - Video (51s) - Feiere Pride mit Levi's®


11 Kommentare

#1 andyAnonym
  • 16.01.2006, 18:12h
  • hi , vatikan mit dem benedetto soll aufpassen , dass die letzten schäfchen nicht von der kirche weg laufen . arme katholen und elendhafte katholische kirche, die bald zu einer sekte verkommt!
    allerdings hat die katolische kirche mit dem vatikan nichts in den staatlichen angelegenheiten etwas zu suchen.sie soll sich daraus halten . aber italiener sind keine polen und lassen sich nicht zu viel vom vatikan reinmischen.

    weiter so!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 gerdAnonym
  • 16.01.2006, 18:17h
  • Dieser Wahlkampf ist 2006 der wichtigste in Europa; fällt Berlusconi wäre endlich vor den Toren des Vatikans die staatliche Anerkennung von homosexuellen Paaren möglich.

    Hoffentlich gelingt der Sturz von Berlusconi. Soviele Skandale, in denen er schon verwickelt ist, es wird Zeit für einen Neubeginn in Italien.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 seb1983
  • 16.01.2006, 19:56h
  • Die Lega Nord ist eine rechtsextremistische Partei die den wohlhabenden Norden vom Rest Italien abspalten will. Das wurde sogar während der Regierungsbeteiligung '94 vorangetrieben..... Also Zitate aus der Ecke kann man eh nicht ernst nehmen.
    Wahlen und Regierungsbündnisse in Italien werden ja eh mit südländischer Gelassenheit gesehen.

    Die katholische Kirche wird vielleicht mal zu ner kleinen Sekte (in 100 Jahren oder so wenn das Austrittstempo gleich bleibt), noch sind sie aber mit mit rund 1,25 mrd ne ziemlich große :-)
  • Antworten » | Direktlink »
#4 madridEUAnonym
  • 16.01.2006, 20:14h
  • Berlusconi ist nicht zuletzt auch von vielen Italienern gewählt worden, weil sie sich mit ihm identifizieren. Er ist wie viele seines Volkes ein ausgemachter Macho und versucht sich in Schildbürgerstreichen mit der Justiz. Ein gastronomischer Geniesser und Schwulenhasser. Ein mediterraner Charmeur und vatikantreu, alles wie Teile seiner Untertanen. @gerd hat recht, es wird die wichtigste Wahl des Jahres in der EU !
  • Antworten » | Direktlink »
#5 tobi85Anonym
  • 17.01.2006, 17:29h
  • das sind doch dann schon demos die sinn machen....sollte als beispiel dienen ... das ziel sollte nicht sein kirchen zu reformiern und zwangs-toleranz zu erreichen sondern den staat vom glauben konsequent zu trennen ... klar gibt es da schnittbereiche
  • Antworten » | Direktlink »
#6 madridEUAnonym
  • 17.01.2006, 17:43h
  • @tobi85: Das ist es ! Die einzig mögliche REFORM ist diejenige, die den Staat vollkommen von der Kirche trennt. Erst dann können wir unsere Moralbegriffe ohne Einmischung erneut definieren. In Italien wird der Weg dahin jedoch über holpriges Pflaster führen.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 TommyAnonym
  • 18.01.2006, 09:21h
  • Alles gut und schön... nur habt ihr euch mal wirklich gedanken Gemacht, was wäre wenn all das uns so Positive eintrifft ? Kann ich euch sagen: Der Staat geht zu grunde, denn ohne Kinder läuft es nun mal nicht. Ach mir ist das letztens noch was eingefallen: Prenatale Diagnostik... zwei Homos haben sich lautstark dafür gemacht. Wer weiter denkt, hat schon gewonnen: Was ist, wenn wir eines Tages diagnostizieren könnten, ob ein Fötus zum Beispiel homosexuell wird? Wären solche Gründe auch akzeptabel für eine Abtreibung? Zählt mal Eins und Eins zusammen...
  • Antworten » | Direktlink »
#8 Markus & ChristophAnonym
  • 18.01.2006, 09:59h
  • In Italien tut sich was!

    Wir reisen seit dem jahr 2000 zum Gaypride nach Rom. In dieser kurzen Zeit hat sich, ausgelöst durch den "Worldpride 2000" in der dortigen Community ein starkes Selbstbeweußtsein entwickelt.
    Wir haben mittlerweile einige lebische und schule Freunde in Rom und werden Mitte Juli wieder zum Gaypride nach Rom reisen - die Stimmung dort ist genial - die Community dort nicht so affektiert wie hier auf den CSD´s wo es jedem nur noch darum geht, auf dem hippsten Wagen zu fahren. In Rom wird noch demonstriert, denn die Leutchen dort haben wirklich noch etwas zu erreichen!
    Jammern wir in Deutschland nicht auf ziemlich hohem Niveau?
    Wer kommt mit nach Rom? www.marstoph.de
  • Antworten » | Direktlink »
#9 MarkAnonym
#10 madridEUAnonym
  • 18.01.2006, 13:50h
  • @markus & Christoph: Ihr sagt es, die Römer und Restitaliener haben noch so unendlich viel nachzuholen, was auf dieser Seite des "Mare Nostrum" und Ländern wie Deutschland längst selbstverständlich ist.
    Da ich auch sehr gute Freunde in Rom-Tiburtina habe, sehen wir uns eventuell auf dem nächsten CSD dort.
  • Antworten » | Direktlink »