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Transen- und Homofilme waren bei der 63. Golden-Globe-Verleihung erfolgreich, allen voran die Cowboy-Lovestory "Brokeback Mountain".

Von Dennis Klein

(queer.de) - Zum ersten Mal in der Geschichte der Golden Globes hat eine Produktion mit einem Homo-Thema den Preis als "Bester dramatischer Film" gewonnen: "Brokeback Mountain" heimste zudem die Preise als "Bester Regisseur eines Kinofilmes", "Bestes Drehbuch eines Kinofilmes" und "Bester Filmsong" ein - und war damit vor der Johnny-Cash-Biografie "Walk the Line", die drei Golden Globes erhielt, am erfolgreichsten. Auch zwei weitere Preise sorgten in der Community für Aufsehen: Der Schauspieler Philip Seymour Hoffman wurde für seine Darstellung des schwulen Autors Truman Capote ausgezeichnet. Und Felicity Huffman, bekannt als Lynette Scavo in "Desperate Housewives", erhielt für ihre Rolle als Transsexuelle in "Transamerica" den begehrten Preis. Die Auszeichnungen wurden gestern Abend in einer weltweit live übertragenen Fernsehgala von der Hollywood Foreign Press Association vergeben.

"Brokeback Mountain" basiert auf einer Kurzgeschichte der Pulitzerpreis-Gewinnerin Annie Proulx. Ennis und Jack verbringen in dem kompakten 58-Seiten-Buch ihren ersten gemeinsamen Sommer als Jugendliche in den Bergen beim Schafehüten. Die Geschichte zieht sich über 20 Jahre hin, in denen die beiden Protagonisten ihre Gefühle füreinander oft nicht wahrhaben wollen und stets vor anderen verstecken: Beide heiraten, treffen sich aber immer wieder auf "Jagdausflügen" zu erotischen Abenteuern. Regisseur Ang Lee ("Tiger & Dragon", "Hulk") setzte die Geschichte mit den Jungstars Heath Ledger ("Der Patriot", "Ritter aus Leidenschaft") und Jake Gyllenhaal ("The Day After Tomorrow", "Donnie Darko") um. Der Film soll am 9. März in Deutschland anlaufen.

Ang Lee: Auch Homo-Liebe wird in Amerika akzeptiert

Ang Lee sagte, der Publikumserfolg von "Brokeback Mountain" in allen Teilen der Vereinigten Staaten zeige, dass Amerikaner in konservativen ländlichen Gebieten inzwischen alle Formen der Liebe akzeptieren könnten. "Es hat sich gezeigt, dass Stereotypen nicht immer wahr sind", so der in Taiwan geborene 51-Jährige.

Auch die wahre Geschichte "Capote" spielt im ländlichen Amerika: Hier stellt Preisträger Philip Seymour Hoffman ("Makellos", "Der talentierte Mr. Ripley") den schwulen Journalisten Truman Capote dar. Den Autor für die renommierte Zeitschrift "New Yorker" zieht es 1959 mit seinem Partner nach Kansas, um in einem bizarren Mordfall zu recherchieren. Bald schon wird er in das Geschehen hineingezogen. Der deutsche Kinostart für "Capote" ist der 16. Februar.

Für Aufsehen hat insbesondere die Rolle von "Desperate Housewife" Felicity Huffman gesorgt. Sie stellt in "Transamerica" eine Mann-zu-Frau-Transsexuelle dar, die eisern für ihre Geschlechtsanpassung spart. Als sie ihr Sohn Toby anruft - das Ergebnis eines sexuellen Abenteuers - wird das Leben der wiedergeborenen Christin kräftig auf die Probe gestellt. "Transamerica" ist ab dem 16. März in den deutschen Kinos zu sehen.

"Brokeback Mountain": Heißer Oscar-Favorit

Die Golden-Globes-Preisverleihung gilt als Indikator für die Oscar-Nominierungen, die am 31. Januar bekannt gegeben werden. Die Buchmacher sehen dabei "Brokeback Mountain" als klaren Favoriten. Bei einem Einsatz von einem Euro erhält man beim Sieg der Cowboy-Lovestory lediglich 1,14 Euro zurück (beim Anbieter "Centrebet"). Weit abgeschlagen liegt George Clooneys "Good Night and Good Luck" (8 Euro) an zweiter Stelle. Hier geht es um einen Journalisten, der in den 50er Jahren gegen den "Kommunistenjäger" Joseph McCarthy kämpft. Dahinter folgen "Crash" mit Matt Dillon (12 Euro) und Steven Spielbergs "München" (20 Euro) um den Anschlag auf die Olympischen Spiele 1972. Auch Ang Lee kann sich große Hoffnungen auf einen Oscar machen. Er führt die Liste der Regisseure klar an (1,10 Euro). An zweiter Stelle kommt George Clooney (9 Euro). In der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" führt Philip Seymour Hoffman bei den Buchmachern. Zweiter ist Heath Ledger. Bei "Beste Hauptdarstellerin" liegt Felicity Huffman an zweiter Stelle, direkt hinter Reese Witherspoon für "Walk the Line".

Auch die besten TV-Serien wurden bei der Golden-Globes-Verleihung ausgezeichnet: Die ABC-Erfolgsserie "Desperate Housewives" gewann erwartungsgemäß den Titel "Beste TV-Serie (Musical oder Comedy)". Die in Deutschland ebenfalls auf Pro Sieben ausgestrahlte Schnitzeljagd "Lost" ist "Beste Dramaserie". Die verzweifelten Hausfrauen mussten sich in der Kategorie "Beste Schauspielerin" allerdings Mary-Louise Parker aus der Showtime-Serie "Weeds" geschlagen geben. Sie gewann den Golden Globe für die Darstellung einer Mutter, die sich als Marihuana-Dealerin ein Zubrot verdient.

17. Januar 2006



Madrid: "Brokeback Mountain" als Oper

Im Madrider "Teatro Real" wird am Dienstag "Brokeback Mountain" in englischer Sprache als Oper uraufgeführt.
Country-Star bezeichnet Jake Gyllenhaal als schwul

Jake Gyllenhaal hat seine Beziehung zu Taylor Swift beendet, weil er in Wirklichkeit auf Männer steht, witzelte Countrysänger Blake Shelton als Moderator einer Preisverleihung.
#1 manni2Anonym
  • 17.01.2006, 11:18h
  • Jeder von diesen religioesen radikalen AMIS sollte den Film Brokeback Mountain eingetrichtert bekommen, er zeigt die reale Wirklichkeit den diese Verheirateten Kirchgänger als UNDERCOVERSCHWULE leben.
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#2 SAMAnonym
  • 17.01.2006, 13:07h
  • Wir kämpfen gegen Vorurteile und haben selbst genug davon! Manche religiösen Spinner sind einfach was das Wort aussagt" Religiöse Spinner"!
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#3 manniAnonym
  • 17.01.2006, 13:10h
  • @manni2
    da magste recht haben.
    wenn man nur schwulen sex auf dem parkplatz kennt, kann man sich vielleicht gar nicht vorstellen, dass es auch gefühle, liebe, beziehungen,... - also ein ganz normales leben gibt.
    wir müssen alle nach außen viel mehr presenter sein und "normalität" zeigen. das interesse daran ist da. das zeigen auch die besucherzahlen des filmes. ich denke, es gibt mittlerweile mehr menschen, als wir denken, die uns "verstehen" wollen.
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#4 SaschaAnonym
  • 17.01.2006, 13:42h
  • @manni: In erster Linie gibt es genug Menschen, die so SIND wie wir, aber es aus Angst vor Unterdrückung und Ausgrenzung verdrängen und nicht die Kraft haben, es zu leben!
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#5 manniAnonym
  • 17.01.2006, 14:07h
  • @sascha
    ja sicher. mir geht es auch nicht anders. aber meine erfahrungen zeigen mir auch oft genug, dass sich viel aus angst in meinem kopf abspielt - manchmal völlig unnötig.
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#6 LarsAnonym
  • 17.01.2006, 14:52h
  • Was ist das denn bitte für eine Artikel-Überschrift? :-)

    Ansonsten freue ich mich, dass das Thema immer "normaler" wird.

    Und ich freue mich für Felicity Huffman, toller Film, tolle Leistung.
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#7 madridEUAnonym
  • 17.01.2006, 15:34h
  • Es ist gut möglich, dass der aufgeklärte Teil der US-Gesellschaft aller Welt mit diesen Auszeichnungen klarmachen will, dass sie die Moralprediger und Fundamentalisten im Lande endgültig satt haben.
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#8 Thomas PirovanoAnonym
  • 28.01.2006, 15:26h
  • Der Film ist spannend von Anfang bis Schluss. Ich hoffe, dass mit diesem Film so einige Vorurteile abgeschafft worden sind. Bravo!
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