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Straßburg (queer.de) - Das Europäische Parlament hat sich in einer Entschließung gegen Homophobie ausgesprochen. Alle großen politischen Parteien stimmten dem Entschluss zu, der indirekt homophobe Tendenzen in EU-Mitgliedsstaaten wie Polen und Lettland verurteilt. "Diese Entschließung zeigt sehr deutlich, dass die Europäische Union nur funktionieren kann, wenn alle Mitgliedsstaaten die freiheitlichen Grundrechte akzeptieren", so Dagmar Roth-Behrendt, SPD-Europa-Abgeordnete aus Berlin. Sie verweist auf Artikel 21 der Charta der Grundrechte der EU, nach der kein Mensch wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf. Kritik kam von Joke Swiebel, die in der letzten Legislaturperiode die Arbeitsgruppe für schwul-lesbische Rechte geleitet hatte. Die niederländische Sozialdemokratin beschuldigt Kommissar Franco Frattini (Forza Italia), er habe als Vertreter der EU-Kommission im Parlament die homophoben Praktiken in Mitgliedsstaaten heruntergespielt. "Er war eine große Enttäuschung", so Swiebel. Sie begrüßte jedoch, dass sich alle politischen Gruppen im Parlament mit einer Stimme gegen Diskriminierung ausgesprochen hätten. (dk)

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#1 wolfAnonym
  • 18.01.2006, 15:16h
  • wie kann man über grundrechtsverletzungen und das herunterspielen enttäuscht sein ????
    das muss doch konsequenzen nach sich ziehen, sonst braucht es die grundrechte nicht. wenn diese schon zum spielball der einzelnen machtinteressen werden, dann wagt man sich nicht mehr vorzustellen, wie mit simplen richtlinien umgegangen wird.
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#2 splattergayAnonym
  • 18.01.2006, 15:43h
  • Der größte Hetzer, der Vatikanstaat, wird natürlich wieder außen vor gelassen, er gehört ja auch nicht direkt zur EU, streckt aber in alle EU-Staaten seine Krakenarme aus. Päpstin Benedikta darf auch ihre doppelte Staatsbürgerschaft behalten und einem türkischen Gemüsehändler soll die einfache deutsche Staatsbürgerschaft versagt bleiben, wenn er in Baden-Würtemberg Fragen zur Homosexualität nicht korrekt beantwortet. Die Scheinheiligkeit kennt mal wieder keine Grenzen.
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#3 andyAnonym
  • 18.01.2006, 16:43h
  • hi@splattergay, das , was du schreibst ist cool" ich bin der gleichen ansicht!

    andy
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#4 madridEUAnonym
  • 18.01.2006, 17:09h
  • Es wäre dann vielleicht auch noch interessant zu erfahren, wie die homophoben neuen EU-Staaten und letztlich auch die alten Mitglieder Italien,Portugal und Griechenland abgestimmt haben. Man kann doch nicht sagen, dass die Regierungen dieser Länder plötzlich homofreundlich sind, wenn wir mal vom freizügigen Altertum im Mittelmeerraum absehen.
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#5 gerdAnonym
  • 23.01.2006, 21:32h
  • Die Entschliessung des Europäischen Parlaments ist sehr zu begrüssen...freut mich sehr.

    Immerhin auch wenn einige EU-Staaten besorgniserregend homophob sich gebähren-je weiter es nach Osteuropa geht (siehe Lettland, Polen, Slowakei); so ist das europäische Parlament sehr zu loben.

    ----
    @splattergay
    Deine Anmerkung zum Vatikan teile ich.

    Aber zum Einbürgerungstest in Baden-Württmerg bin ich der Meinung, dass dieser Schritt zu begrüssen ist (vorausgesetzt das Gespräch bei der Einbürgerung richtet sich an ALLE einbürgerungswilligen Ausländer).

    Ich finde es gut, dass verstärkt danach geprüft wird, ob das deutsche Wertesystem des Grundgesetzes anerkannt wird (wir sind eine wehrhafte Demokratie und sollten dies auch durchaus bei der Einbürgerung deutlich darstellen). Inwiefern jede einzelne Frage sinnvoll ist, sei dahingestellt; aber prinzipiell sind solche Gespräche bei Einbürgerung zu begrüssen
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