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Der asiatische Staat stellt 50.000 Euro für eine Organisation zur Verfügung, die Schwule und Lesben bekehren will.

Von Christian Scheuß

Es klang zunächst ganz gut. Aus dem Ministerium für Stadtentwicklung, Jugend und Sport fließen rund 50.000 Euro in ein Projekt, das helfen will, die eigene sexuelle Identität zu verstehen. Erstmals unterstützt der Stadtstaat Singapur damit direkt eine Initiative für Homosexuelle. Es schien, als hätte man nun doch etwas verstanden in der Regierung. "Unsere Gesellschaft muss offener werden, um die Hoffnungen einer neuen Generation zu erfüllen", versprach Singapurs Premierminister Lee Hsien Loong vor noch nicht allzu langer Zeit. Und mit der gewachsenen kommerziellen schwulen Szene scheint sich tatsächlich etwas zu bewegen. Auch das aus Singapur stammende Internetportal fridae.com, dass die asienweit bekannten Nation-Partys mit bis zu 8.000 Besuchern, organisiert, ist Ausdruck einer Veränderung.

Doch der Sinneswandel ist in Wirklichkeit noch weit. Die Nation-Party ist 2005 von offizieller Seite zunächst diffamiert worden als Verbreitungsherd von HIV-Infektionen, dann schließlich verboten worden. Und nun hängt sich die "Löwenstadt" an pseudowissenschaftliche christlich fundamentalistische Gruppierungen, die bereits in den USA ihr Unwesen treiben, und viel Leid über diejenigen bringen, die tatsächlich mit ihrer sexuellen Identität hadern. Statt ihnen zu Selbstbewusstsein und Persönlichkeit zu verhelfen, werden sie in Schuldgefühlen und Gottesfürchtigkeit eingesperrt.

Für die fortgesetzten homophoben Handlungen eines Landes, das eigentlich ein beliebtes Reiseziel schwuler Touristen ist, verleihen wir der Regierung von Singapur die Homo-Gurke.



#1 SvenAnonym
  • 19.01.2006, 08:43h
  • Frage an die Redaktion: Erfahren eigentlich die "glücklichen" Gewinner der Homo-Gurke von ihrem Glück?
    Oder müssten die durch Lektüre schwuler deutscher Seiten selbst draufstoßen?

    Antwort: Die Botschaft Singapurs in Berlin wurde von uns per eMail informiert.
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#2 antosAnonym
  • 19.01.2006, 20:35h
  • Mein Tipp: Bei solchen Themen auch die jeweiligen Tourist Boards freundlich informieren:

    www.visitsingapore.com [deutsch, Kontakt]
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#3 Thomas PirovanoAnonym
  • 28.01.2006, 14:59h
  • Eine gute Idee, denn es zeigt doch das die schwulen anerkannt werden. Jeder hat ein Recht auf ein normales Leben. Shanghai hat da einen Schritt vorwärts gemacht. Es braucht mehr solcher Städte, die dies machen.
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#4 AndréAnonym