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  • 18. Januar 2006, noch kein Kommentar

Es plätschert, der Fischer flucht, doch "Regen" bringt frischen Wind in sein Repertoire. Ein Album zum Programm.

Von Jan Gebauer

Ein Abend mit Tim Fischer ist atemberaubendes Erlebnis für die Sinne – das belegt seit dem Herbst auch das neue Programm "Regen". Passend dazu gibt es nun auch das erste Album von Fischer seit zwei Jahren, als er mit "... singt Kreisler" brillierte. Das Multitalent zieht mal wieder alle Register seines Könnens. So wird die CD gleich mit einem eher düsteren Lied von Ludwig Hirsch eingeläutet, zu dem der Sänger passend zur Totenklagestimmung in einem Sarg auf die Bühne getragen wird. Doch die triste Stimmung des Regens ist schnell verflogen, wenn die heiteren Schlager der 20er, 30er und 40er Jahre erklingen – die Fischer ja bereits in der Vergangenheit genial zu interpretieren wusste, man denke nur an die "Capri-Fischer". Bei "So ein Regenwurm hat's gut" oder "Von mir aus kann's regnen" denkt man jedenfalls nicht mehr an die schauerlichen Seiten des Regens. Der Medley aus insgesamt fünf Liedern klingt beschwingt und strahlt die typische Fischer-Lebensfreude aus. "Mein Mann ist verhindert" gibt dagegen wieder eine tragische Komponente preis. Der alte Cole-Porter-Klassiker "Miss Otis Regrets" bietet sich für "Regen"-Lieder aber auch geradezu an.

"Beide Dase däuft" ist ein wunderbares Lied über Schnupfen – herrlich, wie Fischer die üblichen Erscheinungen bei einer Grippe in seine Ausdrucksweise einflechtet. Natürlich hat der Sänger auch wieder einen Diven-Schlager im Angebot: So singt er Dalidas angestaubten, in Vergessenheit geratenen Hit "Am Tag als der Regen kam" mit einem neuen, frischen Anstrich. Schon in der Vergangenheit hatte sich Fischer dem Repertoire der 1987 freiwillig aus dem Leben Geschiedenen angenommen und zum Beispiel "Salma Ya Salama" interpretiert. Dem Kitsch entsagt er mit "Lotte" und dem Titelstück "Regen", bei dem der Sänger gefühlvoll und aufrichtig über große Gefühle singt. Mit seiner großen Ausdrucks- und Wandlungsfähigkeit bringt Fischer jede Facette seines "Regenbogens" zum leuchten, findet für jede Stimmung die perfekte Geste, einen besonderen Tonfall und macht sich so jedes Lied zu eigen. Da möchte man sofort ein Ticket für einen seiner Liederabende kaufen.

Fazit: Wie könnte man es besser ausdrücken, als Georg Kreisler nach der Premiere des Stücks "Regen" in Berlin: "Er ist grandios und wird immer besser!"

Anspieltipps: "Regen", "Lotte", "20er-, 30er-, 40er-Jahre-Medley", "Beide Dase däuft", "Am Tag als der Regen kam"

18. Januar 2006



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