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Ottawa (queer.de) - Die Konservativen haben die kanadischen Parlamentswahlen gewonnen, die absolute Mehrheit aber klar verfehlt. Beobachter erwarten, dass der konservative Spitzenkandidat Stephen Harper eine Minderheitsregierung anführen wird. Da die kleinen Parteien die Abschaffung der Homo-Ehe ablehnen, wie sie Harper einst gefordert hatte, wird Kanada wahrscheinlich an der Öffnung der Ehe festhalten. In einer Ansprache nach der Wahl hat Harper die Homo-Ehe nicht erwähnt. Die Konservativen konnten nach Angaben von CBC 124 von 308 Sitzen erringen, 26 mehr als bei den Wahlen vor zwei Jahren. Die Liberalen schicken lediglich 103 Abgeordnete ins Parlament und verlieren 33 Sitze. Der separatistische Bloc Québécois erreichte 51 Sitze (minus 3), die linksgerichtete NDP 29 (plus 11). Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses kündigte der liberale Premierminister Paul Martin seinen Rücktritt als Parteivorsitzender an. In seiner Regierung hatte es in den letzten Jahren wiederholt Korruptionsskandale gegeben. (dk)



#1 gerdAnonym
  • 24.01.2006, 16:20h
  • Der Wahlsieg der Konservativen war zu erwarten; die Liberalen haben dies trotz guter Wirtschaftslage, Überschussshaushalt und guten gesellschaftlichen Reformen selbst verursahcht, indem sie einen Parteispendenskandal "erster Güte" in Kanada verusacht haben.

    Eine Rücknahme der Homo-Ehe aber scheint nach dem Ausgang der Wahlen nicht möglich. Dafür wiederum war der Wahlsieg der Konservativen nicht hoch genug, die eine Minderheitenregierung bilden werden.

    Die Konservativen bedürfen dafür mindestens 31 Abgeordnete von den oppositionellen Parteien, um ein Gesetz gegen die Einführung der Ehe zustande zu bekommen. Dies wird nicht gelingen, da sowohl Liberale, Sozialdemokraten als auch die Partei Quebeck für die Homo-Ehe in Kanada ist.

    Wahrscheinlicher ist, dass die Konservativen dieses Thema mangels Mehrheit "begraben" werden und sich anderen politischen Themen zuwenden.

    Damit dürfte hoffentlich Ruhe in dieses Thema in Kanada endlich einkehren und diese Reform sich im gesellschaftlichen Alltags Kanadas etablieren.
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#2 SvenAnonym
  • 24.01.2006, 17:44h
  • Ich hoffe auch, dass es so läuft, wie Du es in Deinem letzten Satz schreibst, gerd.
    Das das wird bestimmt dauern ...
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#3 FloAnonym
#4 madridEUAnonym
  • 25.01.2006, 16:54h
  • Schliesse mich meinem Vorredner an, dass Abschaffung der Homo-Ehe unwahrscheinlich ist.
    Schwerwiegende Kursänderungen sind aber z.B. bei Aufhebung des Kyoto-Protokolls und Anlehnung an die Bush-Politik zu erwarten. Mit liberalen EU-ähnlichen Richtlinien ist es wohl bis zur nächsten kanadischen Wahl erst einmal vorbei. Das kann nicht einmal den traditionell Konservativen unter uns recht sein !
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#5 holga-waldaAnonym