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Stuttgart (queer.de) - Wie erst jetzt bekannt wurde, soll der baden-württembergische Sozialminister Andreas Renner (CDU) den katholischen Bischof Gebhard Fürst in einem heftigen Disput um Homosexualität im Juli 2005 beleidigt haben. Anlass für die Debatte war die Schirmherrschaft Renners für den CSD in Stuttgart. Renner soll nach Angaben des SWR gesagt haben: "Halten Sie sich da raus, fangen Sie doch erst einmal damit an, Kinder zu zeugen." Renner kann sich allerdings an einen anderen Wortlauf erinnern: "Lassen Sie erst einmal zu, dass ihre Priester Kinder zeugen." SPD-Fraktionschef Wolfgang Drexler forderte nach Bekanntwerden der angeblichen Äußerungen den Rücktritt Renners. Die Grünen-Abgeordnete Theresia Bauer vermutet, dass konservative CDU-Kreise den Disput kurz vor der Landtagswahl am 26. März hochgespielt hätten, um einen zu liberalen Minister in Ungnade zu bringen: "Warum wird das Thema CSD zu so einem Aufreger, dass manche einen ungeliebten Sozialminister opfern wollen?", fragt die Heidelbergerin. Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) sagte, die Angelegenheit sei nach einem Gespräch Renners mit dem Bischof bereits ausgeräumt worden. (dk)

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26 Kommentare

#1 SaschaAnonym
  • 26.01.2006, 15:34h
  • Das einzig Bemerkenswerte an diesem Vorfall ist, dass Herr Drexler von der SPD Renners Rücktritt fordert. Damit offenbart die SPD einmal mehr, dass sie nichts, aber auch rein gar nichts von ihren Parteikollegen in Spanien, den spanischen Sozialisten, gelernt hat!!! Die haben es nämlich schon lange nicht mehr nötig, irgendwelchen Kirchenvertretern in den A... zu kriechen.

    Glaubt die SPD denn wirklich, dass sie damit (und z.B. durch Foto-Sessions von Herrn Platzeck und Kardinal Lehmann vor einem Kruzifix, wie bei der Klausurtagung geschehen) bei den Wählern punkten kann???

    Wenn momentan auf Bundesebene eines offensichtlich wird, dann doch wohl, dass
    alle halbwegs gelungenen Politiken der letzten sieben Jahre allesamt auf das Konto der Grünen gingen...

    Eine Schande für eine Partei, die sich einst Freiheit und Gleichheit im Sinne eines demokratischen Sozialismus auf die Fahne geschrieben hatte!
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#2 MarkusAnonym
  • 26.01.2006, 15:41h
  • Kann Sascha nur beipflichten, das fiel auch mir besonders unangenehm auf an dieser Meldung. Prinzipien haben die Sozialdemokraten schon lange nicht mehr.
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#3 StuttgarterAnonym
  • 26.01.2006, 15:50h
  • Ich habe die SPD schon oft gewählt. Bei dem jetzigen Personal halte ich das aber bei der Landtagswahl für ausgeschlossen. Schade, dass man den Renner nicht direkt wählen kann (ohne Oettinger und Co.). Dann hätte er meine Stimme!
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#4 qafAnonym
  • 26.01.2006, 16:12h
  • och, ich finde das garnicht so schlecht, wenn diese "menschen" sich gegenseitig fertig machen;-)
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#5 SchwoabAnonym
  • 26.01.2006, 16:16h
  • Na ja es ist schon übel, das ein Sozi hier den Rücktritt fordert! Aber das siend doch typische politische Geplänkel und tolles BlaBla, wer was für die Schwulen hier im SüdSüdwesetn tun will, sollte grün wählen oder SPD, aber sicher nicht CDU oder FDP , die hier gar nichts ( mit ein paar Ausnahmen ) getan haben!
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#6 madridEUAnonym
  • 26.01.2006, 16:33h
  • @sascha: Du hast es treffend formuliert: Eine stark säkularisierte deutsche Gesellschaft traut keinem Stelldichein unterm Kruzifix. Auch hier in Spanien werden kirchliche Mobilmachungen gegen die "gottlosen Sozialisten" mit zunehmendem Misstrauen bedacht, so dass die PP(Konservative Partei) andauernd auf die "allgemeine Besorgnis " der Bevölkerung hinweist, die nichts mit den "Empfehlungen" von der Kanzel zu tun haben soll.........
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#7 HirschledererAnonym
  • 26.01.2006, 16:42h
  • Die Kirche sollte endlich begreifen, daß sie kein Meinungsmonopol mehr hat. Das ist nicht nur durch den allmählichen Wandel der Auffassungen einigermaßen verfallen, sondern auch durch die Wiedervereinigung, die Millionen Agnostiker, Atheisten und religiös Indifferente in die Gesellschaft eingebracht hat. Außerdem hat auch bei Christen die sehr oft enge Sicht- und Verhaltensweise Distanzierungen ausgelöst. (Wenn aber etwa Drewermann spricht, ist der Laden voll!). Und zumal Provinzpolitiker sollten auch mal lernen, daß nicht jede Äußerung der Gegenseite geeignet ist, durch Rücktrittsrufe das eigene Profil zu schärfen.
    Vorgänge wie dieser zeigen nur, daß Politiker vom Versagen in den eigentlichen Aufgabenbereichen ablenken wollen. Beiträge zu Obdachlosigkeit, Kinderarmut und so manchen Zuständen in "Heimen" wären doch viel eher christlich und sozialdemokratisch, oder?
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#8 SvenAnonym
  • 26.01.2006, 16:52h
  • Sollten die harten Worte, und davon ist wohl auszugehen, wirklich gefallen sein, kann ich sie nur unterstützen.
    Obwohl man im Sinne eines gesunden Volkskörpers den Priester vielleicht wirklich das Zeugen verbieten sollte. (Achtung Zynismus)
    Natürlich war das nicht gerade eine gute Wortwahl, da ist doch völlig klar, dass der politische Gegner das nutzt. Inhalte interessieren nicht, das ist Politik!
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#9 MichaelAnonym
  • 26.01.2006, 17:10h
  • Hoffen wir mal, das Priester niemals Kinder zeugen dürfen!!! Die armen Kinder -unter diesen Relligiösen Umständen und in dieser Situation aufzuwachsen, dürfte diese meist zu ziemlich konservativen, armen leutchen machen..
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#10 splattergayAnonym
  • 26.01.2006, 17:12h
  • Die meisten Leute (auch Politiker) sind halt immer noch durch 2000 Jahre Christentum geprägt und lassen sich immer noch leicht von diesen "Seelenfängern" beeindrucken. Auch die neue Enzyklika des Papstes ist ein gutes Beispiel dafür. Wenn Ratzinger dreimal "Liebe" sagt, dann werden auch seine Kritiker (z.B. Küng) plötzlich ganz sanft und klatschen Beifall. Das die kath. Kirche aber immer noch nach dem Motto handelt "Liebe predigen, Hass säen" das sehen die wenigsten.
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