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Stockholm (queer.de) - Eine Hass-Seite, der zum Mord an Schwulen auffordert, ist nach Angaben des schwedischen Generalbundesanwalts Håkan Roswall legal. Roswall sagte der Zeitung "Aftonbladet", dass gegen die Website nichts unternommen werden könne, weil die Todesdrohungen in Form von Bibelzitaten gehalten sind. Die Seite enthält die Namen von 129 Menschen, darunter Schauspieler, Musiker, Politiker und Geistliche. Sie zitiert Levitikus aus dem Dritten Buch Mose: "Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Greuel ist, und sollen beide des Todes sterben." Im vergangenen Jahr hatte ein Urteil des obersten schwedischen Gerichtshofes für Aufsehen gesorgt, dass einem Pfarrer erlaubte, Schwule als "Krebsgeschwür der Gesellschaft" zu bezeichnen (queer.de berichtete). (dk)

- w - Video (51s) - Feiere Pride mit Levi's®


16 Kommentare

#1 madridEUAnonym
  • 02.02.2006, 17:50h
  • Schon Bergmans "Fanny und Alexander" hat uns vorgeführt, was bei Kirchenmännern alles möglich sein kann.
    Solange der Schwulenhass nicht von offizieller schwedischer Seite abgesegnet wird, sollte man sich um den Fortschritt in dem Land keine Sorgen machen.
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#2 rogerAnonym
  • 02.02.2006, 18:28h
  • aha, bloss weil es in der bibel steht, darf so etwas nicht verboten werden!

    gehen wir in gedanken doch mal einen schritt weiter..... zwei männer werden getötet, weil "sie bei einander gelegen haben, wie bei einer frau"! der täter braucht sich dann nur auf das zu berufen was in der bibel steht und braucht keine verurteilung zu fürchten!---oder wie......????

    und heteromänner dürfen dann auch ihre söhne opfern? ---oder verwechsele ich da jetzt was??:)
    schliesslich bin ich nicht bibelfest!*G

    wäre schon interessant zu wissen, welche tötungsdelikte der bibel nach noch existieren und die dann eigentlich auch nicht verfolgt werden dürften!!!*FG
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#3 ÜwchenAnonym
  • 02.02.2006, 18:28h
  • Wie man an den Skandinavischen Ländern sehr gut sehen kann, geht die Toleranz manchmal zu weit. Man muss auch in einer Demokratie nicht alles tolerieren.
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#4 SaschaAnonym
  • 02.02.2006, 19:03h
  • @Üwchen: Ganz genau!

    Man darf gerade in einer Demokratie NICHTS tolerieren, was gegen deren Grundprinzipien der Gleichheit und des Pluralismus gerichtet ist.

    "Meinungsfreiheit" hört genau da auf, wo gegen menschliche Vielfalt zu Felde gezogen wird!
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#5 WolfAnonym
  • 02.02.2006, 21:14h
  • Nachstehend noch ein paar Ergänzungen, die auf schwulen Seiten auftauchen müssten. Gespannt wäre ich, welche Reaktion das bei den Menschen hervorrufen würde, verbunden mit der Aufforderung, das an Heterosexuellen Menschen zu vollziehen, die dagegen verstossen.

    Liebe Dr. Laura!

    Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche, das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Levitikus, Kapitel 18, Vers 22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Gräuel handelt. Ende der Debatte.

    Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind,

    a] Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, daß dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt [Lev 1,9]. Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

    b] Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21,7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

    c] Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet [Lev 15,19-24]. Das Problem ist: Wie kann ich das wissen? Ich habe versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

    d] Lev 25,44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

    e] Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35,2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?

    f] Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Gräuel darstellt [Lev 11,10], sei es ein geringeres Gräuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?

    g] In Levitikus 21,20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum?

    h] Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Levitikus 19,27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

    i] Ich weiß aus Levitikus 11,8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweins mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fußball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

    j] Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Levitikus 19,19, weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind [Baumwolle und Polyester]. Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen [Lev. 24,14-16]? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen [Lev 20,14]?

    Ich weiß, daß Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, daß Sie uns behilflich sein können.

    Und vielen Dank nochmals dafür, daß Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

    Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan

    Dieser Brief ist sicher oft zitiert worden, aber ich finde ihn immer wieder interessant. Vor allem, wenn man Menschen mit diesen Bibelstellen konfrontiert und sie auffordert, sich daran dann bitte auch zu halten ....
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#6 smalltownboyAnonym
  • 02.02.2006, 22:58h
  • Na dann stehen uns ja demnächst wohl noch mehr gesellschaftliche Veränderungen ins Haus:

    Levitikus 20
    (10) Wenn jemand die Ehe bricht mit der Frau seines Nächsten, so sollen beide des Todes sterben.
    (18) Wenn ein Mann bei einer Frau liegt zur Zeit ihrer Tage und mit ihr Umgang hat [..], so sollen beide aus ihrem Volk ausgerottet werden

    Levitikus 25
    (44) Die Sklaven und Sklavinnen, die euch gehören sollen, kauft von den Völkern, die rings um euch wohnen; von ihnen könnt ihr Sklaven und Sklavinnen erwerben.(45) Auch Kinder von den Halbbürgern, die bei euch leben, auch ihrer Sippen, die mit euch leben, von den Kindern, die sie in eurem Land gezeugt haben, könnt ihr Sklaven erwerben. Sie sollten euer Eigentum sein. (46) Und ihr dürft sie euren Söhnen vererben, damit diese sie als dauerndes Eigentum besitzen, ihr sollt sie als Sklaven haben.

    und, und, und....
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#7 RalphAnonym
  • 03.02.2006, 10:25h
  • Ach wie schön, dass der "Dr. Laura-Brief" nicht vergessen wird, weil er doch so wahr ist *fg*
    Und denen, die die Bibel so hochachten, sei noch ins Stammbuch geschrieben, was der größte aller jüdischen Könige, nämlich David, zu seinem Lover, Jonathan, gesagt hatte, als dieser in der Schlacht für David gefallen war: "Oh Jonathan, oh Jonathan, wie süß war mir deine Liebe, süßer als Weiberliebe es je gewesen sein könne". Es ist hinreichend bekannt und verbürgt, dass David schwul war und Jonathan sein Freund.
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#8 RalfAnonym
  • 03.02.2006, 10:39h
  • Auf die Motive der Hasser und Hetzer kommt es an. Schöpfen sie ihre verbrecherische Gesinnung aus irgendwelchen weltlichen Quellen, machen sie sich strafbar, entnehmen sie sie der jüdischen Mythologie, sind sie straffrei. Jeder Mörder wird gut daran tun, sich vor Gericht nicht einfach nur auf persönlichen Hass auf sein Opfer zu berufen, sondern auf einen göttlichen Befehl. Zumindest in Schweden scheint ihm der Freispruch zwecks begehung des nächsten Mordes sicher zu sein.
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#9 splattergayAnonym
  • 03.02.2006, 13:37h
  • Ich bin für größtmögliche Meinungsfreiheit. Wenn nicht zu Gewalt aufgerufen wird, müssen Minderheiten (auch schwule) in der Demokratie schon einiges aushalten müssen. Das aber diese Meinungsfreiheit nur für religiöse Menschen und ihre Berufung auf zweifelhafte Schriften wie die Bibel gelten soll, ist unerhört. Außerdem kann dieses Bibelzitat, wenn man es sehr eng auslegt, schon als Gewaltaufruf verstanden werden und hiervor muß sich auch eine Demokratie schützen. Leider sind schon mehrere Indizierungsanträge (die ich ansonsten sehr kritisch sehe) der Bibel gescheitert.
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#10 metinAnonym
  • 03.02.2006, 21:50h
  • "Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Greuel ist, und sollen beide des Todes sterben."

    da ich sowas nie machen würde,
    fühle ich mich auch nicht bedroht.
    wie soll das gehen ?
    ich liege bei einem mann und fühle auch den mann,korrekt ?
    also nicht wie bei einer frau, wäre ja ein greuel ?!
    wär käme auch ein mann auf die idee bei einem mann zu liegen und sich vorzustellen, es sei eine frau ? unvorstellbar.
    ich geb dem mann recht, es wäre ein greuel, aber "gleich des todes" halt ich für überzogen.
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