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Washington (queer.de) - Eine amerikanische Gruppe für schwul-lesbische Armeeangehörige hat die US-Regierung auf die Herausgabe von Spionageunterlagen verklagt. Das Servicemembers Legal Defense Network (SLDN) verlangt Aufklärung über Vorwürfe, dass das Verteidigungsministerium unter anderem ein Kiss-in an der Universität von Santa Cruz (Kalifornien) als "wahrscheinlich terroristische Bedrohung" eingestuft hatte. Damit rechtfertigten die Behörden offenbar das Ausspionieren von Homo-Gruppen ohne richterlichen Beschluss (queer.de berichtete). Das Verteidigungsministerium hat bereits einen SLDN-Antrag auf Akteneinsicht abgelehnt. "Die Bush-Regierung erzählt der Öffentlichkeit fortwährend, dass nur Terroristen und Amerikaner, die mit Terroristen in Kontakt stehen, überwacht werden", so C. Dixon Osburn vom SLDN. "Aber nach unseren Informationen werden auch Menschenrechtsgruppen ausspioniert, ebenso wie Gruppen für Tier- und Naturschutz. Zu sagen, diese Gruppen seien Terroristen, ist eine moderne Form des McCarthyismus." In der amerikanischen Öffentlichkeit gibt es zunehmend Kritik an den inländischen Spionageaktivitäten der US-Behörden, die nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center noch populär waren. (dk)