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Moskau (queer.de) - Die Stadt Moskau will den im Mai geplanten CSD auf jeden Fall verhindern. Das sagte Sergej Tsoi, der Pressesprecher von Bürgermeister Juri Luschkow, der Nachrichtenagentur Interfax. "Der Bürgermeister von Moskau hat klar gesagt, dass die Stadt keine Schwulenparade in welcher Form auch immer dulden wird", so Tsoi. "Jeden Versuch, eine solche Parade zu organisieren, werden wir unterdrücken." CSD-Mitorganisator Nikolai Aleksejew kündigte im Falle eines Verbots rechtliche Schritte an: "Die russische Verfassung garantiert jedem Bürger Russlands das Recht, sich zu treffen und zu demonstrieren. Das schließt Schwule und Lesben ein." Gestern eskalierte der Konflikt, als Großmufti Talgat Tadschuddin indirekt zum Mord an Schwulen aufgerufen hatte (queer.de berichtete). Andere religiöse Vertreter haben sich von der harten Rhetorik des Muftis distanziert, jedoch nicht von seiner Ablehnung von Homosexualität. So sprach sich Mufti Nafgulla Aschirow beim Radiosender "Echo Moskvy" gegen Gewalt aus, sagte aber, dass "schwule Paraden keinen Platz im Leben von normalen Menschen" haben sollten. Auch der Patriarch der Orthodoxen Kirche sagte, dass die es sich bei CSDs um Kampagnen handelten, die "die russische Nation pervertieren". Berl Lazar, jüdischer Hauptrabbiner Russlands, bezeichnete Schwule als "sexuell Perverse". Darin seien sich die Gläubigen aller Religionen im Land einig, so Lazar zu Interfax. (dk)



10 Kommentare

#1 rudolfAnonym
  • 16.02.2006, 15:35h
  • Rußland ist eben ein Land, in dem aller Kultur zum trotz die Aufklärung nie so richtig stattgefunden hat.

    Deshalb reden 'Geisltiche' dort besonders gerne dummes Zeug und kommen sich dabei noch wahnsinnig wichtig vor.

    Gerade der Großrabinner sollte sich ein Beispiel an seinem Glaubensgenossen Prof. Dr. Ernst Cramer nehmen, der bei seiner Rede zum Holocaust-Gedenken im Reichstag kürzlich die schwulen und lesbischen Nazi-Opfer ausdrücklich gewürdigt hat. Er warb für Toleranz. Die Vertreter des deutschen Judentums tun dies übrigens ständig. Aber das scheint in die Weiten des Ostens noch nicht vorgedrungen zu sein...
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#2 SvenAnonym
  • 16.02.2006, 18:11h
  • Tja, ich frag mich immer, ob solche Juden und Moslems (Christen betraf es ja nicht so sehr) die Konzentrationslager im Dritten Reich gut fanden. Hat so ein bisschen den Anschein, ne?
    Da musste die Bevölkerung auch nichts tun, wurde alles "schön sauber" auswärts erledigt.
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#3 blumen-freundAnonym
  • 16.02.2006, 19:08h
  • naja, der russische großmufti ist auch nicht gerade vertreter der russischen juden.
    demzufolge ist ihm die argumentation eines andersgläubigen ausländers wahrscheinlich scheißegal. :-)
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#4 PrinzesschenAnonym
  • 16.02.2006, 21:18h
  • Was ich noch hinzufügen möchte: ICh, Hank I., Großmeister vom Orden des Schmierigen Topflappens und erster und alleiniger Hohepriester des Kults des Großen Gelben Kartoffelbovists, erkläre hiermit, dass jeder vernünftige Mensch auf diesem Planeten es ablehnt, transparente Gummibärchen zu essen. Darin sind alle vernünftigen Menschen dieses Planeten mit MIr einer Meinung. ICh weiß das, weil ICh mit dem Großen Gelben Kartoffelbovist in direktem telefonischem Kontakt stehe und sein persönlicher Taschentuchwegräumer bin. Alle, die trotzdem transparente Gummibärchen essen, sind krank, pervers und anders als ICh und müssen deshalb auf der Stelle mit roten Gummibärchen zu Tode gegummibärt werden, auf dass wieder Frieden und Ordnung in MEinem schönen Reich einkehre.

    Gegeben zu Hankburch, den 16. 2. im Jahre des Hank durch Hank den Allmächtigen, Großmeister vom Orden des Schmierigen etc. etc.

    P.S.: Sexualität ist zwar keine Krankheit, aber Religion ist trotzdem heilbar.
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#5 rudolfAnonym
  • 16.02.2006, 21:46h
  • @blumen-freund

    Ich bezog mich ja auch auf die Äußerungen des Rabbiners Lazar. Daß von Russisch-Orthodoxen und Muslimen Homophobes kommt, ist ja ohnehin eher die Regel.
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#6 James BondAnonym
#7 wolfAnonym
  • 17.02.2006, 08:37h
  • kaum haben sich die machtstrukturen geändert, sind die religiösen faschisten am ball.
    die brüder gehören allesamt aus dem verkehr gezogen.
    alleinbesitzanspruch der "normalität, andersdenkende und fühlende verteufeln !
    zum mord aufrufen !
    die heilige institution der ehe, um sich selbst zu legitimieren, wieso eigentlich, haben die brüder das nötig ?
    wieso fühlen sich diese feinen herrschaften durch die existenz von schwulen und lesben in frage gestellt, wenn sie damit ohnehin nichts zu tun haben wollen ????
    dieses "herrenmenschendenken" und der allgemeingültigkeitsanspruch wird in allen religionen von deren "verkündern" rausposaunt.
    und das wort schwul, scheint speziell bei muslimischen massenmördern die schlimmste beleidigung zu sein, selbst wenn sie sich selbst ab und zu bei einer kleinen vergewaltigung nicht abgeneigt zeigten.
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#8 manni2Anonym
#9 TimAnonym
  • 17.02.2006, 12:20h
  • Es ist schon bezeichnend, dass man öffentlich zum Mord an Schwulen aufrufen darf, aber nicht öffentlich für Toleranz und Liebe werben darf!!!

    Wir müssen stark und präsent sein, um die Schwulenhasser dieser Welt zu stoppen und die Welt zu einem lebenswerten Ort zu machen, egal, wen man liebt...
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#10 redforceAnonym
  • 17.02.2006, 14:36h
  • Wurde in dem Land nicht einst Solidarität gepredigt? Heute wird Hass gepredigt...
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