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Berlin (queer.de) - Justizministerin Brigitte Zypries hat sich für das Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare ausgesprochen. Das meldet die "Rheinische Post". Die SPD-Politikerin kündigte an, sie werde sich für den "Abbau von Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften" einsetzen. Das schließe auch das volle Adoptionsrecht mit ein, betonte Zypries. Auch Unionspolitiker sprechen sich inzwischen für die Gleichbehandlung von Homo-Paaren im Steuer- und Erbschaftsrecht aus. Allerdings wird das Adoptionsrecht ebenso wie das bereits existierende Recht auf Stiefkindadoption nach wie vor vehement abgelehnt (queer.de berichtete). Gegenwind kommt auch aus den Reihe der SPD: Der ehemalige sozialdemokratische Finanzminister Jürgen Schmude sprach sich dagegen aus, jedem öffentlichen Drängen nachzugeben; das Kindeswohl müsse Vorrang vor der rechtlichen Gleichstellung haben, so der 69-Jährige. (dk)

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Gleichbehandlung: Union bleibt beim "Nein"

Brigitte Zypries unter Beschuss: Die Union wettert gegen die vorgeschlagene Gleichstellung von Homo-Paaren im Adoptionsrecht; Grüne und FDP zetern, weil die Justizministerin jahrelang nichts unternommen habe.
Zypries-Studie: Homo-Recht auf Adoption gut für Kinder

Eine am Donnerstag vom Justizministerium vorgestellte Studie beweist, dass Kinder in Regenbogenfamilien keine Nachteile haben.
#1 EuelsbruchAnonym
  • 18.02.2006, 16:38h
  • Soso, das Kindeswohl und rechtliche Gleichstellung sind also immernoch ein böser, böser Wiederspruch!

    Über die Zypries wundere ich mich allerdings. Bei den Rot-Grünen galt sie schon der Gleichstellung gegenüber als halbherzig. Das sie jetzt in der großen Koalition mit CDU-Kanzlerin weiter gleichstellt, und sogar bei der Adopiton, das hätte ich nicht gedacht...
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#2 WalbärlinerAnonym
  • 18.02.2006, 17:16h
  • Brigitte schwimmt sich frei :-)
    Auch mit Frau Däubler-Gmelin war es Anfangs (und auch später noch) alles andere als leicht zu verhandeln.
    Wer Brigitte Zypries mal im persönlichen Gespräch erlebt hat, nimmt ihr diese "Wandlung" (ich weiß nicht ob es wirklich eine ist, oder ob nur nicht mehr anwesende Bremsklötze wie Otto Schily ihr den persönlichen Weg feier machen...) ab und ich bin sicher, sie wird diese meinung verteidigen.
    Wer im Rhein main Gebiet wohnt:
    Sie wird am Fr, 17.03. im Lesbisch-schwulen Kulturhaus (LSKH) um 19 uhr in Frankfurt am Main zu einer Diskussionsveranstaltung der Jusos, Sozialdemokratischen Juristen und der Schwusos etwas zu den neuesten Entwicklungen und den Chancen sagen.

    Im Übrigen hat sie sich in 2005 auf dem Frankfurter CSD mehrere Stunden aufgehalten und ist auf positive Resonanz gestoßen. Man kann mit ihr reden.
    Und das sollten wir tun!
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#3 StefanAnonym
  • 18.02.2006, 18:55h
  • Die Frau ist ne ganz opportunistische Schlange. Wir Grünen haben sieben Jahre lang mit der Auseinandersetzungen ohne Ende gehabt und jetzt auf einmal hat sie ihre Meinung völlig geändert? Sogar die Schwesterwelle hat mehr Rückrad als Gala, äh Brigitte!
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#4 manni2Anonym
  • 18.02.2006, 23:08h
  • Aha...zum Wohle des Kindes. Dann lieber ab ins Heim als zu bösen bösen Schwulen und Lesben!!!!
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#5 rudolfAnonym
  • 18.02.2006, 23:33h
  • @stefan

    Vorsicht mit zuviel Häme. Auch Fundamentalkatholen und Evangelikale haben in diesem Land Wählerstimmen zu vergeben und manchmal landen die aus sozialen Gründen auch bei der SPD. Jeder Politiker muß in die Gesellschaft hereinhorchen und abwägen. Und über jeden, der dann dann seine/ihre Ansichten zugunsten von Schwulen und Lesben revidiert, sollte man sich freuen. Aus welchen Gründen auch immer dies geschehen mag...
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#6 holgerAnonym
  • 19.02.2006, 08:45h
  • Da können wir schwulen Väter ja froh sein, dass uns nicht gleich das Sorgerecht entzogen wird.
    Bei jeder Adoption wird genau hingeguckt und das Wohl des Kindes in den Vordergrund gestellt. Dabei kommt es meines Wissens nicht darauf an, was potentielle Eltern im Bett treiben
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#7 SvenAnonym
  • 19.02.2006, 12:48h
  • Jetzt hack mal nicht so auf der Frau rum. Scheint ja kein reines Wählerfangen zu sein. Die SPD ist halt eine sehr alte Partei (die älteste in Deutschland) und braucht halt etwas länger.
    Außerdem ist es doch auch schön zu sehen, dass die Bevölkerung nun mehrheitlich für völlige Gleichstellung ist und nicht nur ein paar Interlektuelle und Betroffene.
    Außerdem ist das mit dem Adoptionsrecht sowieso eine komische Sache, die in der Realität nicht viel bedeutet:
    1. Kindeswohl, danach wird schon heute homosexuellen Partnern das Sorgerecht zugesprochen.
    2. Adoptieren darf jeder, der finanziell und "sozial" geeignet ist (Kinderzeugen darf man auch als Sozialhilfeempfänger, adoptieren aber nur mit dickem Bankkonto!)
    3. Es gibt eh kaum Babys zu adoptieren, sondern fast nur "verzogene" Jugendliche.
    4. Bei Auslandsadoptionen gilt auch das Recht des Herkunftlandes des Kindes

    Wobei ich auch noch eine wichtige Frage habe: Wie ist das mit Leihmüttern (erluabt in USA und GB)? Hätten die das Recht in Deutschland, ihr Kind wieder zurück zu bekommen?
    Ist hier jemand Jurist und kann mir das erläutern?
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