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Mutare (queer.de) - Robert Mugabe, Präsident von Simbabwe, hat in einer Rede anlässlich seines Geburtstags den Westen und insbesondere Schwule angegriffen. Er hielt die Ansprache in einem voll besetzten Stadion in der östlichen Stadt Mutare. Der 82-Jährige verurteilte Homosexualität scharf: "Sollen das doch Weiße machen", so Mugabe. Die Homo-Ehe sei eine Gefahr für die Menschheit. Jeder Kirchenvertreter, der gleichgeschlechtliche Paare segne, würde er ins Gefängnis stecken, so der Präsident unter dem Jubel der Zuhörer. Auch anglikanische Geistliche sollen dem Diktator applaudiert haben, meldet 365gay.com. Zudem warnte Mugabe vor einem militärischen Angriff "des Westens" auf sein Land. Simbabwe wurde 2001 wegen dessen rassistischer Politik aus dem Commonwealth ausgeschlossen. Mugabe hatte in der Vergangenheit Schwule als "Perverse" und "niedriger als Hunde und Schweine" bezeichnet. (dk)



10 Kommentare

#1 gerdAnonym
  • 27.02.2006, 14:55h
  • Ist halt ein afrikanischer Drittweltstaat, da kommen soviele gesellschaftliche Probleme zusammen und wirtschaftliche Nöte herrschen in diesem Land. Da sind Minderheiten schnell ein Opfer.
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#2 MichaAnonym
  • 27.02.2006, 16:40h
  • Natürlich dienen Minderheiten schnell als Sündenböcke um von sozialen und wirtschaftlichen Probleme abzulenken. Trotzdem vergisst man schnell etwas: Auch in Afrika sind 5% - 10% homosexuell. Und es ist wichtig, dass man sich such vom Westen her für diese Minderheiten in diesen Ländern einsetzt. Und auch in den arabischen Ländern. Erst gerade letztes Jahr wurden dort schwule Jugendliche gehängt. Da kann und darf man nicht einfach wegsehen!
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#3 aquarius40Anonym
  • 27.02.2006, 17:06h
  • "... Sollen das doch Weiße machen!"

    Als wenn es unter den Schwarzen keine Schwulen gäbe.

    Die Briten haben schon recht, dass Sie diesen Staat 2001 aus dem Commonwelth geschmissen haben.
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#4 SvenAnonym
  • 27.02.2006, 17:53h
  • "Erst das Fressen, dann die Moral"
    So sieht es nun mal aus. Und so traurig es ist, welche Chancen hat denn "der Wetsten" dort überhaupt? Für die sind wir doch eh der böse Westen, so dass sie keine Hilfe annehmen.
    Vielleicht sollten wir einen Schritt nach dem anderen machen. Auch wenn es hart klingt und ist, ich denke, vielleicht muss erstmal "der Westen" und "die Weißen" tolleranz beweisen, bevor sie woanders predigen.
    Schaut Euch doch mal in der EU um, oder im "aufgeklärten" und "freien" Amerika.
    Ich will die Menschen "da unten" nicht sterben nicht einfach lassen, aber wir müssen auch realistisch sein. Und es sieht leider nicht gut aus!
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#5 manni2Anonym
#6 björnmAnonym
  • 27.02.2006, 19:01h
  • Das einst starke Bevölkerungswachstum ist seit der Jahrtausendwende aufgrund der extremen wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes und der Aids-Epidemie praktisch zum Stillstand gekommen. In aller neuster Zeit (2005) scheint es sogar zu einem Bevölkerungsrückgang zu kommen, wobei auch Abwanderung eine Rolle spielt. Simbabwe ist eines der Länder mit der weltweit höchsten HIV-Infektionsrate - zwischen 24 und 35 Prozent der 12,7 Millionen Einwohner sind HIV-positiv. In keinem Land der Welt ist die Lebenserwartung innerhalb so kurzer Zeit derart dramatisch zurückgegangen: in weniger als einem Jahrzehnt um zwanzig Jahre - von 55 auf 35 Jahre. Auf dem Human Development Index des Jahres 2004 ist Simbabwe mittlerweile auf Platz 147 abgerutscht (von 177 verglichenen Ländern).
    Die Wirtschaftskraft wird zudem aufgrund des Ausfalls der Arbeitskräfte durch AIDS geschwächt. Simbabwe hat die höchste Infektionsrate der Welt, was eines der Hauptprobleme des Landes darstellt.
    Arbeitslosenquote 80 %
    Inflation 600 %
    Justiz und Medien wurden gleichgeschaltet, Meinungs- und Versammlungsfreiheit dramatisch eingeschränkt und - unter den Augen von EU, USA und den Nachbarstaaten - ein perfides Terrorregime gegen politisch Andersdenkende etabliert.

    Im Jahre 2003 lieferte Libyen an Simbabwe Treibstoff und erhielt dafür teilweise als Austausch von Simbabwe Landflächen. Da Simbabwe die Zahlungen nicht einhalten konnte, wurden die Lieferungen gestoppt.
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#7 holga-waldaAnonym
  • 27.02.2006, 19:29h
  • Zimbabwe ist reich an Bodenschätzen und weltweit ein führender Lieferant von Chromerz, Gold und Nickel. Andere Bodenschätze sind Asbest, Kohle, Eisenerz und Kupfererz. Die meisten Vorkommen liegen im Great Dyke, einer Hügelkette, die das Land von Norden nach Süden durchzieht. Hier werden u. a. Chromerze, Kupfer, Asbest, Nickel, Gold, Silber und Eisenerz abgebaut. Große Kohlereserven liegen im Nordwesten des Landes. Weitere Bodenschätze sind Cobalt und Zinn.

    Mugabe sorgt für stabile Ausbeutungsverhältnisse für internationale Konzerne im Land und mit Söldnern in Nachbarländern z.B. für die ungehinderte Erlangung von Diamanten.
    Friehofsruhe als Wirtschaftsfaktor.
    Westliche und chinesische Duldung, angelikanischer Beifall, halt das ganze Programm.
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#8 BjörnHHAnonym
  • 28.02.2006, 07:58h
  • Mal wieder eine Nachricht, die es nie schaffen wird, in die "Tagesthemen" zu kommen. leider werden nur allzu oft in den Medien "des Westens" Nachrichten mit schwulen Aspekten kaum thematisiert. Angesichts der Fülle und Vielfalt der auf dieser Seite veröffentlichten Informationen bin ich wieder einmal mehr überrascht und schockiert.

    Es zeigt wieder einmal mehr die beängstigende Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen zwischen aufgeklärten Demokratien und rückständigen Despotien.
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#9 seb1983
  • 28.02.2006, 17:13h
  • Über Simbabwe gabs schon öfter Berichte im TV, zugegeben erinnere ich mich nicht pb da speziell auch Schwule erwähnt wurden aber das ist ja nur ein weiteres Rädchen im Regime.
    Hier kann man wirklich mal mit dem Spruch kommen dass elementare Grundrechte der Bevölkerung verletzt werden. Alleine schon aus dem Commonwealth rausgeworfen zu werden ist ne echte Leistung wenn man sieht wer da sonst noch so alles drin ist....

    Randgruppen für selbst verschuldete Probleme verantwortlich machen ist ja immer ne feine Sache. früher waren es die juden, heute nimmt man Homosexuelle.

    Simbabwe wird noch ein brodelnder Unruheherd werden...
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#10 TimAnonym