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Langsam kommt er näher: der Frühling! Zum Einstimmen präsentiert queer.de den idealen Soundtrack.

Von Jan Gebauer

Rodrigo Leão – "Cinema"

Sein Name wird immer noch mit der berühmtesten Band Portugals in Verbindung gebracht. Dabei verließ Rodrigo Leão Madredeus schon 1995 um sich ganz seiner Solo-Karriere zu widmen. Mittlerweile hat er seinen sechsten Longplayer veröffentlicht und dieser könnte nicht hinreißender sein. Der Melancholie des Fados, für den Madredeus unter anderem auch bekannt ist, hat Leão noch nicht ganz abgeschworen, dennoch bietet er auf "Cinema" weitaus mehr. Zwischen Elementen aus Pop, Klassik, Ambiente, Chanson und Lounge kreiert er einen eigenwilligen Easy-Listening-Mix. Dabei machen seine Kompositionen dem Titel des Albums alle Ehre: Wie kleine Kinofilme ziehen die wunderbar leichten Melodien an einem vorbei. Mal instrumental, mal mit vokaler Begleitung von der brasilianischen Sängerin Rosa Passos oder Beth Gibbons von Portishead nimmt der Meister einen von Anfang an gefangen. "Diese Musik ist aber auch deshalb so intim, weil sie meine Beziehungen zu anderen Menschen, zu meinen Freunden, zu meiner Welt ausdrückt", sagt Leão über seine CD. Und genau das ist "Cinema": ein intimes Kleinod inmitten der manchmal so lauten Pop-Landschaft. Da wirkt Leão wie Balsam auf offene Wunden. Unbedingt antesten sollte man "L’inspecteur", "Deep Blue" und "Cinema".

Offizielle Rodrigo-Leão-Homepage, Künstler-Seite auf www.sonybmg.de

Doris’ Guesthouse – "Double Decker"

"Double Decker" ist bereits das zweite Album der Hamburger Saxophonistin, Komponistin und Sängerin Doris Decker, die sich Doris' Guesthouse nennt. Die Künstlerin war bereits mit unzähligen Musikern von Lindenberg bis Raphael Marionneau auf Tour und bereiste weite Teile der Welt. Ihre letzten Touren führten sie nach Indien, Spanien, Sri Lanka, Costa Rica und Japan. Zurückgekehrt ins winterliche Hamburg, reanimierte Doris Decker das sonnige Gefühl ihrer Reisen, und produzierte ihr zweites Album "Double Decker”. Dreisprachige Texte (Deutsch, Englisch, Spanisch) und unglaublich vielschichtige Nummern zeigen, dass Decker Eindrücke, Einflüsse und Inspirationen von ihren Reisen mitbringt wie andere Leute Andenken aus dem Souvenirshop. So tauchen jazzige HipHop-Elemente und orientalische Einflüsse nebeneinander auf und Electro-Dub-Jazz mischt sich mit Reggae. Zusammengehalten wird all das von Deckers vordergründig naiven Stimme, die jedem Song genau die Portion Laszivität und Eindringlichkeit gibt, die er braucht, um unter die Haut zu gehen. Bei diesen luftig-leichten Klängen kann der Frühling ruhig kommen.

Offizielle Doris-Decker-Homepage

Anna Ternheim – Somebody Outside

In ihrer Heimat Schweden hat Anna Ternheim mit ihrem Debüt-Album "Somebody Outside" bereits mächtig abgeräumt. Zum charakteristischen Klang dieser CD trägt unter anderem die natürlich Akustik des Aufnahmeortes bei. Eingespielt wurde es in einer zum Tonstudio umgebauten ehemaligen Sägemühle auf der Insel Gotland. Ternheims Einflüsse reichen von Nick Cave über PJ Harvey bis hin zu Suzanne Vega. In ihren autobiografisch getönten Liedern gibt sie stellvertretend jungen Frauen von heute eine Stimme und vertont einfühlsam deren Gedanken und Gefühle. So singt sie etwa im nachdenklichen Neofolk-Song "My Secret" von der Erfahrung, dass man lernen sollte, den eigenen Instinkten zu vertrauen, selbst wenn Freunde einem vom eingeschlagenen Weg abraten. In "A Voice To Calm You Down" stellt sie, nur von einer sehnsuchtsvoll seufzenden Gitarre begleitet, die schwere Frage nach dem Sinn des Lebens und nach dem Lenker, der hinter dem eigenen Schicksal stehen könnte. Und im Titelstück erzählt sie davon, dass sie gelernt hat, in ihren Träumen Ratgeber für kommende Entscheidungen zu sehen, da diese die Zukunft oft schon vorwegnehmen. Für alle, die sparsam arrangierte Folk- und Singer/Songwriter-Klänge mögen. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf den ausdrucksstarken Texten.

Offizielle Anna-Ternheim-Homepage

Live-Termine:

19.03.2006 – Hamburg, Knust
20.03.2006 – Berlin, Magnet
21.03.2006 – Köln, Prime Club
22.03.2006 – München, Ampere

14. März 2006



#1 mvsAnonym
  • 31.08.2006, 18:44h
  • Anna Anna ANNA ANNA Ternheim ist eine Göttin.

    Aber wer hören will, wie gut sie wirklich ist, sollte versuchen, die "naked" Versionen ihrer Songs zu bekommen ... woher auch immer :)
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