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Washington (queer.de) - Die US-Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration (FDA) will das Verbot von Blutspenden für Schwule abschaffen. Das hat FDA-Sprecher Stephen King der "Washington Post" berichtet. Derzeit sind alle Männer von einer Blutspende ausgeschlossen, die nach 1977 Sex mit mindestens einem Mann gehabt haben. Diese Regelung wurde Anfang der 80er Jahre wegen der steigenden Zahl von HIV-Infektionen eingeführt. King sagte der "Post", dass mehrere Organisationen, darunter das Rote Kreuz, behaupten, das lebenslange Verbot sei unangemessen. Es wird nun darüber diskutiert, ob schwule Spender zugelassen werden, die in den letzten Monaten keinen Sex gehabt haben. Auf einem FDA-Treffen soll im Laufe des Jahres über die Änderung der Regularien entschieden werden. Kanada hat nach Bekanntgabe der US-Diskussion bereits ein Ende des Blutspendeverbots für Schwule abgelehnt. Auch in vielen europäischen Ländern, inklusive Deutschland, sind aktive Homosexuelle offiziell von der Blutspende ausgeschlossen. (dk)



#1 seb1983
  • 22.03.2006, 16:05h
  • Ich denke mal Blutspenden werden nach dem gleichen Verfahren getestet wie die die ich bei nem HIV Test im Gesundheitsamt abgebe oder??

    Das würde dann also heißen wenn ich mich kurz vor der Spende infiziere würde verseuchtes Blut nicht erkannt??

    Falls das stimmt, ist es tatsächlich so eine Sache mit schwulen Blutspenden...
    Ob jetzt ungerecht, diskriminierend oder nicht, das statistische Risiko ist bei Schwulen nunmal immernoch deutlich (!!) höher, auch wenn die Heteros aufholen.
    Risikogruppen müssen da unbedingt rausgehalten werden, bei Blutkonserven muss die größmögliche Sicherheit herrschen.

    Wie man diese Regelungen nachprüfen will bleibt mir aber ein Rätsel....
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#2 SvenAnonym
#3 PerroCGNAnonym
  • 22.03.2006, 16:46h
  • Hierzu gibt es vor dem Blutspenden einen Fragebogen, in dem unter anderem gefragt wird, ob

    - Mann/Frau häufig wechselnde Sexpartner hat
    - im letzten Jahr einen AIDS-Test gemacht hat, weil Mann /Frau befürchtet, sich infiziert zu haben
    - ob Mann/Frau HIV-Positiv ist.

    Wer hier mit Ja antwortet, zählt zur Risiko-Gruppe und wird nicht zum Blutspenden zugelassen. Das leuchtet mir auch ein.

    Warum aber Schwule (hiernach wird im Fragebogen auch gefragt) generell nicht zugelassen werden, ist mir unverständlich.

    Schliesslich ist bei Heten, die jedes Wochenende ein anderes Sex-Abenteuer haben, ist die Gefahr der HIV-Übertragung viel größer als bei Schwulen, die seit Jahren in einer festen Beziehung leben.
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#4 PerroCGNAnonym
  • 22.03.2006, 16:47h
  • Hierzu gibt es vor dem Blutspenden einen Fragebogen, in dem unter anderem gefragt wird, ob

    - Mann/Frau häufig wechselnde Sexpartner hat
    - im letzten Jahr einen AIDS-Test gemacht hat, weil Mann /Frau befürchtet, sich infiziert zu haben
    - ob Mann/Frau HIV-Positiv ist.

    Wer hier mit Ja antwortet, zählt zur Risiko-Gruppe und wird nicht zum Blutspenden zugelassen. Das leuchtet mir auch ein.

    Warum aber Schwule (hiernach wird im Fragebogen auch gefragt) generell nicht zugelassen werden, ist mir unverständlich.

    Schliesslich ist bei Heten, die jedes Wochenende ein anderes Sex-Abenteuer haben, ist die Gefahr der HIV-Übertragung viel größer als bei Schwulen, die seit Jahren in einer festen Beziehung leben.
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#5 ZockwockAnonym
  • 22.03.2006, 16:51h
  • Es ist tatsächlich so, daß man in Deutschland OFFIZIELL weder Blut noch Blutplasma spenden darf, wenn man gleichgeschlechtliche Sexualkontakte hat oder hatte. Man muß bei den meisten Institutionen deswegen vorher einen Fragebogen ausfüllen, in welchem man ausdrücklich nach gleichgeschlechtlichen Sexkontakten gefragt wird.

    Wer natürlich wissentlich diese Kontakte verneint, kann dann auch an der Spende teilnehmen. Die abgegebenen Spenden werden in jedem Fall untersucht und gecheckt.
    Was
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#6 SaschaAnonym
  • 23.03.2006, 00:24h
  • @PerroCGN:

    Genau DAS ist der springende Punkt! Und daran sieht man, dass es auch hier in erster Linie um die Generalverurteilung von Homosexuellen geht!
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#7 redforceAnonym
  • 23.03.2006, 12:41h
  • Meiner Meinung nach darf man "diskriminieren", wenn man damit Leben retten kann und es sonst keine weitere Auswirkung hat.

    Dass prozentuell mehr Schwule als Heteros schon mal nen Darkroom von innen und einen HIV-Virus aus der Nähe gesehen haben, ist nun mal Tatsache...
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#8 seb1983
  • 23.03.2006, 13:46h
  • keiner bezweifelt, dass es bei Heteros auch absolut genügend gibt, die jedes Wochenede rumpoppen.

    Der moralische Zeigefinger ist hier aber absolut unangebracht!
    Wer ist denn in den Statistiken für den überwätigenden Anteil der HIV Übertragungen verantwortlich?? Das ist nämlich nicht derjenigeder alle 2 Wochen mal eine andere Frau abbekommt sondern das sind nunmal Homosexuelle.
    Da wird zwar tatsächlich eine Gruppe unter Generalverdacht gestellt, und man tut einigen Menschen Unrecht, aber wenn man sich die STATISTIKEN ansieht, ist das gerechtfertigt.
    Ich erinnere nur an die mal wieder explodierenden Infektionszahlen in den Szenestädten wie Berlin oder Köln.
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