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Die katholische Kirche in St. Pölten kommt nicht zur Ruhe: Ein weiterer Homo-Sex-Skandal steht vor der Tür.

Von Dennis Klein

Ein angesehener Pfarrer in St. Pölten wird beschuldigt, einen jungen Kaplan (einen Junior-Priester) sexuell belästigt zu haben. Österreichische Medien überschlagen sich nun mit Meldungen wie vor zwei Jahren, als ein Sex-Skandal die 50.000-Einwohner-Stadt erschütterte.

Damals soll es in einem Priesterseminar so gar nicht keusch zugegangen sein. Österreichische Zeitungen druckten Fotos von Seminarteilnehmer in inniger Umarmung ab, zudem wurden auf kirchlichen Computern über 40.000 Bilder und zahlreiche Filme "mit teils abartigen Sexdarstellungen" entdeckt (queer.de berichtete). Darunter befanden sich auch einige kinderpornografische Bilder. Dafür wurde später ein 27-jähriger Student zu sechs Monaten auf Bewährung verurteilt (queer.de berichtete). Sogar der mächtige Bischof Kurt Krenn, der die Aktivitäten zunächst als "Buben-Dummheiten" abgetan hatte, stolperte über die Affäre. Er trat Ende September 2004 zurück.

Nun schwelgen die österreichischen Zeitungen erneut in Enthüllungen: Demnach soll ein deutscher Kaplan einen Pfarrer in St. Pölten angezeigt haben. Das Nachrichtenmagazin "News" hat die schriftliche Stellungnahme des Mannes abgedruckt, der in der Kirche vom Pfarrer bedrängt worden sein soll: "Als ich ihm sagte, dass das nicht gehe, griff er mir unerwartet an die Geschlechtsteile und wollte den Reißverschluss öffnen, um mich an Ort und Stelle oral zu befriedigen, wie er mir sagte. Ich stieß ihn zurück und sagte ihm, dass er wohl übergeschnappt sei." Der Kaplan sagte auch, er könne Personen benennen, die die Homosexualität des Pfarrers bezeugen könnten.

Dagegen schrieb die Zeitung "Kurier", der deutsche Kaplan (der "angebliche Aufdecker") habe in seiner Zeit in St. Pölten selbst "wenig Abstand von Drogen und der Homo-Szene" gehalten. Außerdem hätte er einen Strichjungen ins Pfarrhaus mitgenommen, den er dann mit einem Messer niederstach. Deswegen habe er bereits "eine mehrjährige Haftstrafe" verbüßt.

Das Büro des Bischofs Klaus Küng weist alle Vorwürfe zurück. "Anschuldigungen kann man natürlich leicht aussprechen. Aber man kann davon ausgehen, dass wir die Sache genau untersuchen werden", so ein Sekretär. Bischof Küng wolle "ganz gewiss keine Leichen im Keller".

In diversen Internet-Foren diskutieren die User. So merkt mino2 bei "Vorarlberg Online" überrascht an: "Da war es im alten Rom unter Caligula ja geradezu harmlos und friedlich." Jona vermutet dagegen den "Rufmord" von "verleumdeten Priestern". Ein ganz entrüsteter User namens "Sepp" will nun die ganz jungen Österreicher schützen: "Kann allen Eltern nur raten, ihre Kinder vor der größten Schwulenorganisation (der scheinheiligen Kirche) fernzuhalten."

23. März 2006



26 Kommentare

#1 seppAnonym
#2 holga-waldaAnonym
#3 claudiusAnonym
  • 23.03.2006, 17:31h
  • Na bitte, es geht bei der hl. Kirche immer nach dem Motto "Liebet einander" wie man(n) das definiert ist jedem seine Sache...
    Eines ist klar, bei der kath. Kirche gibts solche Dinge nicht, deshalb wird stets alles abgestritten, alles sind nur Unfälle und die bösen Jungs und Männer draußen sind schuld dran.... grins..... hahaha
    Es ist wie in der Politik, es gibt keine Schwule im Land, auch bei der Kirche nicht..... Wer glaubt wird selig auch wenn er gestorben ist als Schwuler...
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#4 SaschaAnonym
  • 23.03.2006, 20:17h
  • Wann merken die katholische Kirche und vor allem auch die sensationslüsternen Medien eigentlich, dass all diese "Skandale" nur deshalb existieren, weil hier Menschen das freie und natürliche Ausleben ihrer sexuellen Identität verweigert wird???

    Das ist eine Menschenrechtsverletzung schärfsten Ausmaßes, und ich wundere mich, dass wir in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft einen solchen "Staat im Staate" dulden, der fundamentale Prinzipien unserer Rechtsordnung und der Menschenwürde mit Füßen tritt!!!

    Wer Menschen auf so brutale und perverse Weise dazu zwingt, sich selbst zu verleugnen, ihre Gefühle und ihre Sexualität zu unterdrücken (das gilt natürlich auch für heterosexuelle Priester, die aber zumindest ihre sexuelle Orientierung nicht verleugnen müssen), braucht sich über die aktuellen Zustände wahrlich nicht zu wundern.

    Daran sieht man einmal mehr, dass der eigentliche Skandal jener menschenverachtende Machtapparat ist, der sich zur Vertretung Gottes auf Erden aufgeschwungen hat!
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#5 skydiverProfil
  • 23.03.2006, 22:15hStuttgart
  • Eigentlich wollte ich schreiben, das mir "das Herz aufgeht" wenn ich solche Berichte lese (!!!) Aber dann muss ich wieder an die MitBRÜDER denken, die es so nicht unbedingt leichter haben in diesem katholischen Kasperletheater ihre verleugnete Homosexualität zu leben (...)

    Diese Meldung müsste Man(n) BENEDIKTA um die Ohren hauen, wenn er mal wieder über Schwule herzieht (!!!)
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#6 rogerAnonym
#7 seb1983
  • 24.03.2006, 00:21h
  • mal sehen was da wirklich dran ist, auch in der Kirche gibts bestimmt schwarze Schafe.

    aber: Drogen, Homosezene, Stricher im Pfarrhaus erstechen....
    klingt wie aus der BILD....
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#8 KlausAnonym
  • 24.03.2006, 14:05h
  • Schade, ich wäre gerne Priester geworden .... :-))). Da muss es ja richtig hoch her gehen. Hätte da auch mehr Probleme mit meinem Stab als mit den Schäfchen. Mensch, lasst die Jungs doch untereinander rumvögeln soviel sie wollen.
    Ich jedenfalls hätte gerne Mäuschen gespielt.
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#9 KlausAnonym
  • 24.03.2006, 14:05h
  • Schade, ich wäre gerne Priester geworden .... :-))). Da muss es ja richtig hoch her gehen. Hätte da auch mehr Probleme mit meinem Stab als mit den Schäfchen. Mensch, lasst die Jungs doch untereinander rumvögeln soviel sie wollen.
    Ich jedenfalls hätte gerne Mäuschen gespielt.
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#10 splattergayAnonym
  • 24.03.2006, 15:22h
  • Wie wärs denn mal mit Sex and Crime im Vatikan. Der Altersdurchschnitt ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber da gäbs bestimmt auch einiges zu berichten, vor allem weil Päpstin Benedikta bestimmt eine Fach"frau" erster Güte ist.
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