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Berlin (queer.de) - Die Bündnisgrünen machen sich für eine Reformierung des Transsexuellenrechts stark. Betroffenen Personen solle ein selbstbestimmtes Leben in Würde ermöglicht werden. Die Abgeordneten der Bundestagsfraktion führen dazu eine Feststellung des Bundesverfassungsgerichts vom Dezember 2005 an, wonach die dem Transsexuellengesetz zugrunde liegenden Annahmen sich "inzwischen in wesentlichen Punkten als wissenschaftlich nicht mehr haltbar erwiesen haben" (queer.de berichtete). Die Bundesregierung solle deshalb noch in diesem Jahr einen Gesetzentwurf vorlegen, in denen das Namensrecht ("kleine Lösung") und die Änderung des Geschlechts im Personalausweis ("große Lösung") vereinfacht werden. Derzeit ist die Änderung des Vornamens erst nach der Diagnose von zwei gerichtlich bestellten Gutachtern möglich. Ferner darf das Geschlecht erst offiziell geändert werden, wenn operative Veränderungen vorgenommen wurden. Die Grünen fordern, dass das Empfinden des Betroffenen ausschlaggebend sein soll und nicht die körperliche Anpassung an das gewünschte Geschlecht. Die jetzige Regelung berge eine Diskriminierungsgefahr insbesondere bei Auslandsreisen, wenn das Geschlecht im Pass nicht mit dem Erscheinungsbild übereinstimmt. (pm/dk)

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#1 AlexAnonym
  • 25.03.2006, 12:59h
  • Eine Vereinfachung des Transsexuellengesetzes wäre wirklich zu begrüßen. Aber das ist nicht alles, was im Argen ist. Angefangen bei der Ausbildung von Psychologen. Bei den jüngeren mag ja mittlerweile etwas mehr Wissen über das Thema vorhanden sein, aber gerade die älteren Psychologen haben oftmals keinen blassen Dunst oder sind so auf die traditionellen Geschlechterrollen fixiert, dass einige durchaus Betroffene 'heilen' wollen. Noch schlimmer sind mancherorts die Krankenkassen. Dagegen ist das gerichtliche Verfahren zur Namensänderung fast ein Kinderspiel. Die KK's lassen sich regelmäßig neue Hürden einfallen, um am Ende vielleicht bei noch ein paar mehr Leuten um die Zahlung der OP's herumzukommen.
    Es gibt keine zentrale Informationsstelle oder einigermaßen feste Abläufe, an die sich ein Betroffener halten könnte. Jeder muss selbst sehen, wie er an Infos zu Gutachtern, Ärzten und zuständigen Behörden herankommt. Eine Änderung des TG wäre also ein zwar richtiger aber leider nur kleiner Schritt in die richtige Richtung.
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#2 maartinahamburgAnonym
  • 26.03.2006, 17:34h
  • Hallo,
    da ich selber TS gehöre ich auch zu den Betroffenen.
    Eine Vereinfachung des TSG wäre wirklich wünschenswert. Das alte ist da viel zu formell geregelt.
    Wieso brauche ich für das gerichtliche Verfahren 2 Sachverständigengutachten? Reicht eines nicht aus? Bei einem Bauprozeß reicht eines auch aus oder in der Strafjustiz reicht auch ein Sachverständiger aus um über Schuldfähigkeit entscheiden zu können.
    Mit dem Gericht gibt es an für sich keine Probleme das ist richt. Meine Gutachten habe ich aber selber bezahlen müssen.
    Mit der Krankenkasse hatte ich auch keine Probleme.
    Wenn ich innerhalb Europas reise habe ich auch keine Probleme. Im Ausland auch nicht.
    Klar gibt es bei einer Grenzkontrolle schon mal eine Nachfrage. Z.B. in Thailand "You're a ladyboy?" aber war wirklich nett und freundlich gefragt.
    Problematisch könnte es aber da vorallem in islamischen Ländrn für mich werden, wenn die in meinem Ausweis das M entdecken.
    Auch die USA sollen da nicht besondres freundlich sein. Da herrscht ja bei Einreise allgemein ein Ton der schon unterstes Niveau ist. Bei der Ausreise läuft es etwas weniger unfreundlich ab. Erzählungen von TS-Freundinnen.
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