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Budapest (queer.de) - Ein konservativer Oppositionspolitiker greift die regierende sozialliberale Koalitionsregierung in Ungarn an, weil diese "Perversionen" hoffähig mache. Zsolt Semjen von der Christdemokratischen Volkspartei sagte auf einer Wahlkampfveranstaltung in Budapest, die Ungarn hätten genug von Homo-Politik und wollten, dass die Debatte darüber aus dem öffentlichen Leben verschwindet. Das berichtet die Nachrichtenagentur MTI. Er lobte den polnischen Präsidenten Lech Kaczynski, weil der als Bürgermeister von Warschau CSDs verboten hatte. Semjen kritisierte insbesondere die Liberale Partei, den Juniorpartner in der Regierung mit den Sozialisten. Vertreter der Liberalen hatten zuvor Religion als "Privatangelegenheit" bezeichnet. Eine solche Einstellung führe zu "Verirrungen wie unter Hitler", arguementiert Semjen. Ein Sprecher der Sozialistischen Partei wies die Angriffe zurück. Die Opposition betreibe einen Wettkampf, wer mehr Ungarn beleidigen könnte. Die Parlamentswahlen finden am 9. April statt, ein zweiter Wahlgang ist für den 23. April angesetzt. Umfragen zufolge liefern sich das Regierungslager und die Opposition ein Kopf-an-Kopf-Rennen. (dk)

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#1 seb1983
  • 28.03.2006, 14:59h
  • da will wohl jemand an den radikalen Rändern noch ein paar Stimmen fischen.
    Auch bei uns sind die Töne zwar rauher geworden und Stoiber hat auch kräftig ins klo gegriffen vor der Wahl aber so einen bullshit hat keiner verzapft.
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#2 madridEUAnonym
  • 28.03.2006, 16:03h
  • Was mir schon seit langem auf den Wecker geht, sind die ewigen Unterstellungen aus jeder ideologischen Ecke, dass der jeweilige Gegner immer gleich mit Hitler verglichen wird. Komme soeben aus Italien zurück, wo man auch den ungeliebten Ratzinger vielerorts gern mit ihm vergleicht.
    Bin der Meinung, dass man die Kirche im Dorf lassen sollte, denn Benito Mussolini und Miklos Horty waren auch keine harmlosen Zeitgenossen.
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#3 SvenAnonym
#4 wolfAnonym
  • 29.03.2006, 08:56h
  • was mir auf den wecker geht, ist die tatsache, das diese "perversen" homophoben, sogenannten politiker, glauben, sie können ihre politik auf unserem buckel aufbereiten. allesamt aus dem ehemaligen ostblock, aber im zeichen der eu !
    die eu ist wieder mal gefragt und sollte ernste zeichen setzen, denn irgendwann läuft diese strömung aus dem ruder und dann wars wieder keiner.
    im wilden osten wird es geradezu "chic" schwulenfeindlich zu sein.
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#5 gerdAnonym
  • 29.03.2006, 11:08h
  • Was die osteuropäischen Staaten in der EU angeht, so sei angemerkt, dass dies keine NEUE Bewegung/Entwicklung oder ein RollBack ist, sondern dort war bisher noch NIE eine derart starke Toleranz- und Bürgergesellschaft ausgeprägt, wie dies für Skandinavien oder die BeneluxStaaten der Fall ist.

    Vielmehr ist erst in den vergangenen 10 Jahren das Thema mit der EU-Erweiterung auch in diesen Staaten in den öffentlichen und politischen Blickwinkel geraten; zuvor war doch in allen Ostblockstaaten bis 1990 "tote Hose", was das Thema "Homosexualität" angeht, da es Minderheitenpolitik und sexuelle Aufklärung in diesen Ländern fast gar nicht gab.

    Daher darf es nicht wundern, dass die Konflikte in Polen, Lettland, ...erst jetzt in diesen Staaten, wo sie der EU angehören, aufbrechen. Und wir wissen sehr wohl wie lange die gesellschaftliche Auseinandersetzung bei uns gedauert hat bzw. immer noch nicht abgeschlossen ist (siehe ADG, siehe Adoptionsrecht). Es ist umso wichtiger, dass wir aus Deutschland heraus zumindest in das benachbarte Polen hineinwirken und dort helfend unterstützen, soweit es uns möglich ist. Und erst recht gilt dies für das deutschsprachige Österreich, wo wir und die Schweizer gefragt sind.

    Ich finde es daher sehr gut, wenn man auf queer erfährt, was in Europa auf homopolitischer Ebene "abgeht". In Deutschland bekommt man das meistens mit, aber in Europa wird es dann schon schwieriger.
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