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  • 31. März 2006, noch kein Kommentar

Attention! Es wird rockig auf queer.de: Zwei Teenie-Idole haben neue Sounds und die Band Maktub ist ein Geheimtip. Mit Galerie!

Von Jan Gebauer

Alexander – "Attention!"

"Aufgepasst" heißt es in Englisch auf dem Cover und der Titel von Alexander Klaws’ drittem Album (die beiden Vorgänger waren beide Nummer eins in Deutschland) könnte nicht besser gewählt sein. Das "Deutschland sucht den Superstar"-Etikett hängt wie zähes Kaugummi an seiner Karriere, obwohl er schon beim letzten Werk "Here I Am" auf Dieter Bohlen verzichtete. "Do You Like My Style?" fragt Alexander gleich in der ersten Zeile des Eröffnungssongs "Beautiful Show". Seine Stimme klingt dazu wandlungsfähiger und aggressiver als noch zuvor. Auch die Musik hat sich verändert: Der Tralala-Pop ist mehr oder weniger Geschichte, ein sanft rockiger Wind weht durch die Komposition und diese steht Alexander doch besser, als man zu Anfang meinen könnte. Der neue Style zieht sich wie ein roter Faden durch das neue Album, auch wenn Alexander natürlich nicht zum knallharten Rocker mutiert ist. Der Wandel verzieht sich langsam, aber dennoch sympathisch. Die Songs, allesamt nicht von Alexander geschrieben, sind griffiger und weniger glitschig als in der Vergangenheit. Im Falle von "Stay" oder "Celebrity Queen" erinnern die Songs auch gerne mal an die letzte Produktion der Backstreet Boys, die ja auch weg wollten vom ewig gleichen Einheitspop. Das Album des Jahres gewinnt Alexander mit "Attention!" zwar nicht, aber auf dem Weg zum eigenständigen Pop-Künstler hat er die richtige Abzweigung genommen.

Offizielle Homepage von Alexander

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John Sutherland – "Don’t Look Back"

Beim letzten Mal, als wir eine Single von John Sutherland, Ex-Sänger bei der nicht mehr existenten Boy-Band B3, vorstellten, war das nicht sehr schmeichelhaft für das Teenie-Idol. Zahllose minderjährige Mädels meldeten sich daraufhin per Kommentierfunktion auf queer.de (sind wir vielleicht doch kein Homo-Magazin), und hinterließen ihre erzürnten Kommentare. Tja, da freut man sich natürlich, wenn man dann endlich auch das ganze Album auf den Tisch bekommt, denn schließlich verspricht das genügend Sprengstoff für einen kräftigen Verriss. Nur leider hat das Ganze einen Haken. Das Album ist wirklich gut hörbar! Ob ich mich habe einschüchtern lassen? Nein, Sutherland lässt den oftmals beliebigen Teen-Pop von einst beiseite und präsentiert stattdessen eine unverschämt fröhliche Mischung aus Radio-Rock und Gute-Laune-Pop. Das wirkt erstaunlich unverkrampft und auch gesanglich durchaus gut. Zwar war es keine gute Idee mit dem Remake von Elton Johns "Rocket Man" das Comeback zu wagen, dafür findet sich auf "Don’t Look Back" aber genug anderes potentielles Hitmaterial ("Teenage Suburban Queen", die tolle Ballade "Carry On") um vielleicht das Ruder noch rumzureißen. Wen das noch nicht überzeugt hat, sollte vielleicht die Galerie weiter unten checken.

Offizielle deutsche Homepage von John Sutherland

Maktub – "Say What You Mean"

Maktub besteht seit 1996, kommt aus der Heimat des Grunge, Seattle, und macht eine ziemlich schwer einzuordnende Mischung aus Alternative-Rock, R&B und Pop. In ihrer Heimat USA hat sich die Band bislang einen gewissen Geheimtipp-Status erarbeitet und auch in Deutschland bzw. Europa warten die Jungs noch auf den großen Durchbruch. Benannt nach einem arabischen Begriff, der soviel wie "es steht geschrieben" bedeutet, wird der Bandsound durch die charismatische Stimme von Reggie Watts geprägt, der als Sohn eines amerikanischen US-Offiziers in Deutschland geboren wurde, aber in Montana aufwuchs. Schlagzeuger Davis Martin und Bassist Kevin Goldman bilden die prägende Rhythmusabteilung und hatten sich vor zehn Jahren noch als Sessionmusiker einen Namen gemacht, der sie schlussendlich zu Watts und der gemeinsamen Band brachte. Das dritte Album zeichnet sich durch seine Unberechenbarkeit aus: Mal launisch, mal freundlich-eingängig, dann wieder geradlinig-schnodderig – der bunte Mix macht es aus! Fans von Lenny Kravitz oder Sly Stone sollten hier näher hinhören.

Offizielle Homepage von Maktub

30. März 2006