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Vatikanstadt (queer.de) - Papst Benedikt XVI hat sich auf einem Treffen mit Vertretern der Europäischen Volkspartei (EVP), zu der auch CDU/CSU gehören, in scharfer Form gegen die Homo-Ehe ausgesprochen. Er sagte gegenüber dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi von der rechtsgerichteten Forza Italia, dass die Homo-Ehe "nicht verhandelbar" sei. "Wir sind gegen Versuche, die Ehe gleichzusetzen mit radikal anderen Formen von Gemeinschaften. Denn diese beschädigen in Wirklichkeit die Ehe und tragen zu ihrer Destabilisierung bei", so Benedikt nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. Weil sich Berlusconi derzeit im Wahlkampf befindet, wirft das oppositionelle Mitte-links-Bündnis Unione unter Führung von Romano Prodi dem Vatikan Einmischung vor (queer.de berichtete). Prodi hat sich wiederholt für die Einführung von Eingetragenen Partnerschaften ausgesprochen. Auf dem Treffen mit dem Papst hatte sich der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) nach Angaben des ORF hinter Berlusconi gestellt. "Wir brauchen eine starke Mitte-rechts-Koalition in Italien", so der derzeitige EU-Ratspräsident. Dagegen unterstützt Altkanzler Helmut Kohl Prodis Unione. Nach neuesten Umfragen führt Prodi mit vier Prozent Vorsprung vor Berlusconis "Haus der Freiheiten". Die Wahlen finden am 9. und 10. April statt. (dk)

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38 Kommentare

#1 ichAnonym
#2 splattergayAnonym
  • 31.03.2006, 12:10h
  • Das Outing des Papstes muß endlich vorangetrieben werden. Eigentlich bin ich gegen Zwangsoutings aber in diesem Fall, in dem ein Diktator sich dauernd in die Gesetzgebung anderer Staaten einmischt , ist das Maß schon längst voll. Seine Meinung über andere, offen lebende Schwule kann er ruhig behalten, doch die Beeinflussung v. Politikern unter dem Deckmantel der Religion muß ein Ende haben.
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#3 gerdAnonym
  • 31.03.2006, 12:22h
  • Es ist ein Trauerspiel. was die katholische Kirchenleitung in Rom veranstaltet und massiv zugunsten Berlusconi in den Wahlkampf eingreift.

    Berlusconi hat gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg unterstütz, den sogar der Vatikan damals verurteilte. Aber das ist dem Papst und dem Vatikan "weniger" wichtig, als deren Kreuzzug gegen die staatliche Anerkennung von homosexuellen Paaren.

    Bei vielen katholischen Laien stößt das Verhalten aus Rom auf innere Ablehnung und sehr viele katholische Priester unterstützen das Vorgehen aus dem Vatikan nicht.

    Unglaublich wie der Vatikan sich in die italienischen Wahlen einmischt; zuvor hatten wir bereits die einseitig zugunsten Berlusconi gefallenen Äußerungen des Kardinals Ruini.

    Homosexuelle Menschen werden dies der katholischen Kirchenleitung nicht vergessen !
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#4 SvenAnonym
  • 31.03.2006, 12:49h
  • Seht Euch das Bild an!
    So sieht Satan aus. Und wer's nicht glaubt, der brauch tihm nur zuhören: Gegen Menschenrechte, gegen Demokratie, gegen Freiheit usw.
    Ein Christ würde so nicht sprechen, nur ein wahrer Anti-Christ kann so viel Böses in sich vereinen ...

    Davon abgesehen, sollten Menschen lieber denken, als irgendwelchen Führern (egal ob politisch, religiös oder wirtschaftlich) hinterherzulaufen.
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#5 rudolfAnonym
  • 31.03.2006, 13:40h
  • @splattergay

    Ich gebe Dir recht. Man müßte prüfen, was an gewissen Gerüchten der 70er Jahre , die über den Prozeß Ratzingers gegen seinen Kollegen Hubertus Mynarek sogar aktenkundig sind, dran ist. Und dann müßte sich einige Journalisten einfach mal was trauen. Aber wo sollen die sein? Die kath. Kirche hat heutzutage ihre Leute überall, auch beim Spiegel (siehe Herr Matussek). Die Pfaffen sollen uns schließlich vor dem schröcklichen Werteverfall, der angeblich überall um sich greift, bewahren. Gott bewahre! - kann man da nur sagen.
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#6 TimAnonym
  • 31.03.2006, 13:52h
  • Jemand muss denen mal klar machen, dass wir nicht mehr im Mittelalter sind: die Kirche macht nicht mehr die Politik! Wir leben mittlerweile (glücklicherweise) in einer Demokratie!
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#7 splattergayAnonym
  • 31.03.2006, 14:04h
  • Das mit der Öffentlichkeit und der Presse finde ich bei der Sache am allerschlimmsten. Allein der Hype über den Tod Johannes Pauls und die Ehrerbietung in der Berichterstattung. Aber auch die Berichte über den Weltjugendtag (Regenbogenfahnen z.B. wurden gleich ausgeblendet) vervollständigen dieses Bild. Wenn man den Papst mit anderen Politikern vergleicht, ist die Kritik vergleichsweise immer sehr leise. Auch angesehene Politiker, wie z.B. Willi Brandt, mußten in Dokus viel Häme über sich ergehen lassen (auch über ihr Privatleben). Ich kann mir schon die ganzen Dokus, Halbdokus u. Spielfilme die jetzt zum Todestag des alten Papstes im TV kommen nicht antun, weil negative Seiten generell ausgeblendet werden.
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#8 martinAnonym
  • 31.03.2006, 14:48h
  • @rudolf

    danke für den verweis auf Hubertus Mynarek, der war mir bis jetzt noch kein begriff.
    bin als ehemaliger altöttinger immer sehr interessiert an kirchenkritiker mit hirn. herr mynarek scheint einer zu sein.
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#9 AxelAnonym
  • 31.03.2006, 14:57h
  • was will ein alter 80jähriger mann über das natürlichste der welt, die sexualität, verhandeln? mit wem will er verhandeln?
    er soll mal mit dem lieben gott verhandeln, dass sein nahendes ende gnädig sei.
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#10 wolfAnonym
  • 31.03.2006, 15:17h
  • wir scheinen uns alle nicht darüber im klaren zu sein, wie sehr die demokratien durch diese konservativen, mafiosen machtstrukturen bedroht sind !
    man muss sich nur die zuckersüssen telenovelas und die gewalt an schulen vor augen halten, dann spätestens muss einem doch klar werden, was allein in deutschland sache ist !
    wir haben in europa nicht einmal soziale probleme, bis auf die hausgemachten, die der konservativen lobby macht- und kapitalerhalt garantieren !
    passt doch alles schön zusammen und funktioniert wunderbar, noch nie hatte ein papst soviel macht wie heute.
    wie fehlgeleitet muss ein denkender mensch sein, um beim anblick dieses "gebenedeiten" in exstase zu geraten ?
    wo sind unsere intellektuellen geblieben, die vor 20 jahren noch gift und galle gespuckt hätten, bei soviel schmierigkeit und schweinerei ?
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