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Nacka (queer.de) - Ein schwedisches Gericht hat eine Frau zu einer Geldstrafe von 20.000 Kronen (2.100 Euro) verurteilt, weil sie sich geweigert hatte, einem lesbischen Pärchen einen Hund zu verkaufen. Das Paar wollte vergangenes Jahr einen Golden-Retriever erwerben und hatten bereits über das Internet eine Zusage erhalten. Als die Züchterin erfuhr, dass es sich bei den Kunden um Homosexuelle handelte, zog sie ihre Zusage zurück (queer.de berichtete). Das Amtsgericht von Nacka in der Nähe von Stockholm sah darin einen Verstoß gegen das nationale Antidiskriminierungsgesetz. Das Verfahren gegen die namentlich nicht genannte Züchterin war vom staatlichen Diskriminierungsbeauftragten Hans Ytterberg angestrengt worden. "Das ist ein wichtiges Urteil", so Ytterberg zur AP. "Es ist wichtig, dass solche Vorfälle vor Gericht landen." (dk)



#1 madridEUAnonym
  • 03.04.2006, 16:33h
  • Bestürzende Nachricht: Homophobe Hundezüchterin in einem so liberalen Land wie Schweden.
    Versöhnende Nachricht: Geldstrafe für diese Dame in einem gerechten Land .

    Bleibt nur die bange Frage, weshalb man Lesben weniger als Heteros zutraut, ihre Haustiere zu lieben und zu pflegen ?
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#2 SvenAnonym
  • 03.04.2006, 17:44h
  • Tja, in Deutschland hätte es keine Verhandlung gegeben. Hier darf man Homos ganz privat diskriminieren.
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#3 seb1983
  • 03.04.2006, 19:58h
  • Einem ganzen Land die Absolution erteilen ist so eine Sache, auch wenn Schwedern wohl insgesamt sehr liberal ist.
    Natürlich ist es ein gutes Urteil, auch wenn ich über den Sachverhalt schmunzeln muss :-))

    Morgen geh ich noch zu Mercedes und darf kein auto kaufen weil ich schwul bin, "nein wir wollen ihr geld nicht"... das ist ja nicht nur diskriminierend sondern auch noch schön blöd.
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#4 blumen-freundAnonym
  • 03.04.2006, 20:28h
  • @MadridEU:

    ganz einfach: sie hat angenommen, dass ihre hunde von den lesben sexuell missbraucht werden.

    ist nicht nur ne vage vermutung, solche vorurteile gibts wirklich.
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#5 Christian DannertAnonym
  • 04.04.2006, 13:40h
  • Diskriminierung ist (auch) ein Menschenrecht!

    Es ist meine ganz persönliche private Sache, in die mir kein anderer Mensch oder der Staat reinreden darf, warum ich einen Menschen ablehne, ihn bevorzuge oder ihn benachteilige (z.B. bei der Partnerwahl).

    Wir leben nicht in einer Gesinnungsdiktatur.

    Gegen ein ADG - gegen faschistische Bestrebungen, die eigene Meinung und Gesinnung durch den Staat kontrollieren und bestrafen zu wollen.
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#6 pflanzen-freundAnonym
  • 04.04.2006, 14:16h
  • @Christian Dannert:

    du hast teilweise recht.
    natürich kann sie ablehnen, wen sie will. aber doch dann bitte mit einer ordentlichen (nicht-diskriminierenden) begründung.

    ist doch eigentlich ganz einfach, oder? wenn der chef beim einstellungsgespräch einen farbigen ablehnen möchte, kann er ihm ganz einfach sagen: "tut uns leid, sie passen momentan nicht in unser unternehmen". anstatt "scheiße, neger kommen bei mir nicht rein."

    das ADG stellt keine hürde dar für unternehmer und keine schikane für personalchefs (lass dir das von der F.D.P. nicht einreden), sondern soll zu einem taktvollen umgang miteinander auch im zivilrecht führen.
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#7 madridEUAnonym
  • 04.04.2006, 14:36h
  • @blumen-freund: Auf diese Version bin ich überhaupt nicht gekommen, obwohl ich ansonsten phantasievoller bin.
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#8 Christian DannertAnonym
  • 04.04.2006, 14:42h
  • @Pflanzenfreund:

    "das ADG stellt keine hürde dar für unternehmer und keine schikane für personalchefs (lass dir das von der F.D.P. nicht einreden), sondern soll zu einem taktvollen umgang miteinander auch im zivilrecht führen."

    Wenn es nur so wäre... Allerdings wird durch die geplante Beweislastumkehr jeder Personalchef, jeder Discobesitzer, jeder Wohnungsvermieter, jeder Kioskbesitzer gezwungen, zu BEWEISEN, dass er NICHT diskriminiert hat. Selbst "Weltanschauungen" (d.h. auch radikale Ideologien, Sektengesetze) sind nun vor privater Ablehnung geschützt.

    Das ist Gesinnungsstrafrecht! Aber die Bereitschaft, Freiheitsrechte einschränken zu lassen ist in Deutschland erschreckenderweise deutlich gestiegen. Die kleinen Vorteile werden von den jeweiligen Gruppen gesehen, die Nachteile nicht. SIehe auch Terrorismusbekämpfung, Vorratsdatenspeicherung, Kriminalisierung der Bevölkerung durch Urheberrechtsreform usw.

    Bitte jammiert mir nicht in 5 oder 10 Jahren etwas vor...
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#9 xapplexAnonym
  • 07.04.2006, 15:35h
  • Woof! Ein Problem, das Lesben und Schwule im Iran, in Zimbabwe oder auf Kuba gerne hätten...
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