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Dublin (queer.de) - Der irische Premierminister Bertie Ahern (Fianna Fáil) hat am Montag bei einer Rede vor Vertretern des Gay and Lesbian Equality Network in Dublin angekündigt, dass seine Regierung so schnell wie möglich die Homo-Ehe einführen werde. "Sexuelle Orientierung kann und darf unsere Bevölkerung nicht in zwei Klassen teilen", so Ahern. "Unsere Gesetze haben sich verändert und werden sich weiter verändern." Im Dezember 2005 hatte bereits das Nachbarland Großbritannien die Homo-Ehe eingeführt (queer.de berichtete); seitdem sind auch Eingetragene Partnerschaften in Nordirland möglich. Ahern sagte, es sei komplizierter, Eingetragene Partnerschaften in der Republik Irland einzuführen, da das katholisch geprägte Land in seiner Verfassung der Ehe - ähnlich wie Deutschland - einen besonderen Schutz gewähre. Großbritannien dagegen hat keine geschreibene Verfassung. "Diese Herausforderung will die Regierung angehen", erklärte Ahern. Eine Kommission beschäftige sich bereits mit dem Thema, im November werde sie einen Bericht über mögliche Gesetzesvorschläge vorlegen. Der Premierminister fügte an: "Obwohl es in unserem Land ein zunehmendes Klima der Gleichberechtigung gibt, weiß ich auch, dass Mitglieder der Gay-Community nach wie vor ausgegrenzt, schikaniert und misshandelt werden." (dk)



10 Kommentare

#1 pflanzen-freundAnonym
#2 madridEUAnonym
  • 04.04.2006, 14:55h
  • Na da kommt ja was auf das katholische Irland und besonders auf Ahern zu. Der Klerus wird alle Register ziehen, um die Homo-Ehe zu verhindern. Das haben wir gottlob im ebenfalls katholischen Spanien alles hinter uns. Standhaftigkeit wie Zapatero ist die Mutter der Porzellankiste , denn Vorsicht wird von der stets agressiven und wachsamen Reaktion nur als Schwäche gedeutet und schon geht die Gleichstellung den Bach runter.
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#3 gerdAnonym
  • 04.04.2006, 15:11h
  • Das Gute ist, dass es Stimmen innerhalb des eigenen, irischen Klerus gibt, die nicht die Haltung in Rom teilen. Wer ein "guter" Kenner der inneren Verhältnisse der katholischen Kirche ist, der "weiss wovon ich rede".

    Aber die positive Entwicklung zur Homo-Ehe in Grossbritannien hat erhebliche Auswirkungen auf Irland und der dortigen Debatte.

    Das könnte in Irland funktionieren.
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#4 Jörg EbelAnonym
  • 04.04.2006, 17:10h
  • Wenn selbst das katholische Irland ein gleichgeschlechtliche Paare besser stellt, wäre dies ein großer Schritt für Schwule und Lesben in der EU.

    Die Einführung der Lebenspartnerschaft in Deutschland war ein ermutigendes Beispiel für zahlreiche europäische Länder.

    Es bleibt zu hoffen, dass der von der Großen Koalition verordnete Stillstand bei den Bürgerrechten in Deutschland wieder beendet wird. Dazu besteht aber wenig Anlass zu Hoffnung.

    Der besondere Schutz der Ehe in Artikel 6 des Grundgesetzes kann diesen Stilstand aber nicht rechtfertigen. Das Bundesverfassungsgericht hat eindeutig geurteilt, dass es keinen Unterschied zwischen Ehepaaren und Lebenspartnern geben muss.

    Es wäre sehr bedauerlich, wenn in Sachen Gleichberechtigung für Schwule und Lesben Deutschland die Rote Laterne in der EU erhält.
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#5 DorianAnonym
  • 04.04.2006, 18:31h
  • GROSSARTIG, BERTIE, GROSSARTIG; MÖGEST DU LANGE LEBEN !!
    ("MENS SANA IN CORPORE SANO") "GESUNDER GEIST IM GESUNDEN KÖRPER".
    DORIAN
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#6 SAMAnonym
  • 04.04.2006, 18:37h
  • Da unsere Politiker doch allzu gern auf andere Länder shcielen, sollten sie jetzt vielleicht mal in der Sache " Gleichberechtigung" auf die Benelux, Spanien , GB und Irland schauen; weiter so!
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#7 ibuensnetAnonym
  • 05.04.2006, 00:21h
  • Bitte unbeirrt weiterkämpfen, Leute, gerade Iren.

    Erst wenn ein schwules Paar ein nichtleibliches Kind adoptieren darf, das älter ist und genau das will, und wenn volle Elternrechte mit -pflichten daran geknüpft sind, gleichzeitig Schwule sich frei abkoppeln können von einer verlogenen weil auf sexuelle Superlative ausgerichteten Szene - erst dann finden wir allmählich zu einer einigermaßen gesund lebbaren Normalität.
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#8 manni2Anonym
#9 TOMAnonym
  • 05.04.2006, 16:24h
  • "Ahern sagte, es sei komplizierter, Eingetragene Partnerschaften in der Republik Irland einzuführen, da das katholisch geprägte Land in seiner Verfassung der Ehe - ähnlich wie Deutschland - einen besonderen Schutz gewähre. "

    Ja, die katholische Kirche...

    Die wird noch viel blockieren und für weitere Diskriminierung sorgen.
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#10 SAMAnonym
  • 06.04.2006, 09:53h
  • @Tom: Sie wird es versuchen, allerdings hat Irland in den 90ern bereits und auch gegen die katholische Kirche das Scheidungsrecht/ Abtreibungsgesetz eingeführt. Man sieht es ist sehr wohl möglich als katholischer Staat , auch Politik für die Bürger zu machen!
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