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  • 06. April 2006, noch kein Kommentar

Schwule Bären haben ihren ganz eigenen Stil entwickelt - auch in der Küche. Die US-Kochbücher "Bear Cookin'" und "More Bear Cookin'" erzählen davon.

Von Dennis Klein

Hierzulande gibt es Kochbücher für so gut wie jede Gelegenheit: Diätfanatiker, Schlemmermäuler oder auch Singles können aus einer Fülle von mehr oder weniger ergiebigen Ergüssen wählen. Nur der arme, kleine, schwule Bär ist bislang leer ausgegangen. Doch jetzt gibt es Abhilfe aus den USA: Mit "Bear Cookin'" und "More Bear Cookin'" sind dort bereits zwei kulinarische Werke erschienen, die sich ganz dem Bärenmagen widmen.

Was isst der gemeine Bär? Eins ist sicher: Leichte Salate mit fettfreier Majonäse sind nicht darunter. Statt dessen gibt es "Bear Belly Bombers" und "Pizza Burgers". Auch der "Hot German Potato Salad" steht auf dem Speiseplan. Dabei holen die Autoren viele uramerikanische Rezepte hervor, die es hierzulande leider noch recht schwer haben. Denn die Küche jenseits des Atlantiks hat weit mehr zu bieten als das Mc-Donald's-Einerlei. Dazu geben die Bücher Tipps ("Bearable Suggestions"), wann, wie und mit welchem Getränk gefuttert werden soll. Bei den Getränken ist in 95 Prozent der Fälle einfach nur "beer" angegeben. Deutsche Bären werden ihren US-Kollegen in dieser Frage sicher folgen.

Die Rezepte sind zwar alle einfach und übersichtlich geschrieben, dennoch sollte der deutsche Leser die englische Sprache etwas beherrschen - und zur Not ein Wörterbuch bereithalten. Es gibt zwar keine Bilder für die Rezepte, die Beschreibungen sprechen aber meist für sich selbst. Statt dessen haben die Autoren um die Beschreibungen äußerst putzige Bären-Cartoons platziert. Neben der Sprache ist auch zu beachten, dass die Amerikaner ihr Essen nach wie vor in altmodischen Maßeinheiten beschreiben. So wird der Herd nicht auf 180 Grad Celsius erhitzt, sondern auf 350 Grad Fahrenheit. Und 500 Gramm Pilze sind 18 Ounces. Die meisten Zutaten werden allerdings in "Cups" ("Becher") gemessen. Ein Cup entspricht einem 0,24-Liter-Glas. Da sind die Amis praktischer als die Deutschen: Für einen Becher Mehl muss beispielsweise einfach ein Kölschglas bis oben hin gefüllt werden - das war's. Nerviges Wiegen entfällt.

Fazit: Die Bücher eignet sich für jeden Koch-Bären, der seine kulinarischen Angebote noch bäriger gestalten will.

P.J. Gray, Stanley Hunter, Bear Cookin' - The Original Guide to Bear Comfort Foods. 128 Seiten, Haworth Press, 24,95 US-Dollar (gebunden), 12,95 US-Dollar (Taschenbuch)

P.J. Gray, More Bear Cookin' - Bigger and Better. 254 Seiten, Haworth Press, 14,95 US-Dollar (Taschenbuch)


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6. April 2006