Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?4621

Sacramento (queer.de) - Eine Abgeordnete hat einen Gesetzentwurf in den Senat des US-Bundesstaates Kalifornien eingebracht, nach dem in Schulbüchern im Fach Geschichte die Verdienste von Schwulen und Lesben erwähnt werden müssen. Sheila Kuehl (Demokraten), die erste offen homosexuelle Senatorin in Kalifornien, hat ihren Gesetzentwurf bereits durch den Rechtsausschuss gebracht, der ihn mit drei Stimmen gegen eine durchgewunken hat. Nur der Anführer der Republikaner im Senat, Dick Ackerman, war gegen den Entwurf. Das Gesetz würde den staatlichen Bildungsauftrag erweitern: Es würde die Worte "Menschen, die lesbisch, schwul, bisexual oder transgender sind" einer Liste von verschiedenen ethnischen Gruppen hinzufügen, deren Verdienste für Kalifornien und die USA erwähnt werden müssen. Das kalifornische Parlament hatte letztes Jahr bereits für Aufsehen gesorgt, als es der Öffnung der Ehe in beiden Kammern zustimmte. Gouverneur Arnold Schwarzenegger (Republikaner) stoppte das Gesetz jedoch mit seinem Veto (queer.de berichtete). Schwarzenegger hat sich bislang zu dem neuen Gesetzentwurf noch nicht geäußert. Homo-Aktivisten begrüßen den Vorstoß: "Öffentliche Schulen sollten unsere gesamte Geschichte lehren und bestimmte Gruppen nicht ausschließen", so Geoffrey Kors von "Equality California". "Dieses Gesetz stellt sicher, dass Schüler einen umfassenden Geschichtsunterricht erhalten". Konservative Gruppen kritisieren den Entwurf: "Die Aktivisten wollen ihren Lebensstil bereits unseren Sprösslingen im Kindergartenalter aufzwingen", empört sich Karen England vom "Capitol Ressource Institute". Das Gesetz hat auch bundesweite Bedeutung: Da Kalifornien der größte Abnehmer an Schulbüchern ist, würden die Geschichtsbücher wahrscheinlich auch in anderen Bundesstaaten zur Anwendung kommen. (dk)



#1 björnmAnonym
  • 10.04.2006, 15:01h
  • traurig und schön.
    diese frau will wohl dafür sorgen, daß die
    massiv gestörten wahrnehmungen zur evolution in den schulbüchern ein korrektiv
    erhalten. ein guter weg kreationisten und anderen verkappten feinden der aufklärung
    leider gewonnenen boden streitig zu machen.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 seb1983
  • 10.04.2006, 15:33h
  • was heißt hier "Lebensstil aufzwingen" ???
    Schwule sollen Erwähnung finden, ist doch eine ganz normale Forderung.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 HobbelAnonym
  • 10.04.2006, 16:13h
  • Lebensstil aufzwingen? Wird nicht eher den homosexuellen Schulkindern durch Religionslehre, Biologie etc. der heterosexuelle Lebenswandel aufgezwungen? Das wiederum stört dann nicht, was?
  • Antworten » | Direktlink »
#4 geilerdomiAnonym
  • 10.04.2006, 18:38h
  • Also, das Homosexualität nicht nur negativ oder im zusammenhang mit AIDS in Büchern oder von (in den achtzigern denkenden!!) Lehrern erwähnt wird, ist ja wohl klar. Nur wenn ich diese Gehirnamputierten Kranken Fundamentalisten höre, kommt mirs kotzen!!

    Wir sind nun mal da, das kann man nicht "Umerziehen" und schon garnicht verheimlichen! Also nehmt uns so war, wie wir sind!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 HugoAnonym
  • 10.04.2006, 19:04h
  • Das Leben der Menschheit währe aufjedenfall viel schöner ohne die Fundamentalisten. Gerade wegen der Fundamentalisten währe die Welt friedlich.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 HugoAnonym
#7 SaschaAnonym
  • 11.04.2006, 15:31h
  • @Hobbel:

    Du sagst es!!!

    Es ist das übliche Phänomen: Sobald wir uneingeschränkte Gleichberechtigung fordern, werden plötzlich Jahrhunderte einer nach wie vor andauernden Unterdrückung, Ausgrenzung und Diskriminierung umgeschrieben und plötzlich sind wir diejenigen, die angeblich irgend jemandem etwas aufzwingen wollen...

    Dabei sind es gerade junge Homosexuelle, die an allen Ecken und Enden mit Ängsten, Einschränkungen, gesellschaftlichen Sanktionen konfrontiert sind, wenn es um das selbstbewusste, gleichberechtigte Ausleben ihrer Identität geht!

    Wer erlaubt sich denn, vom ersten Tag an über das Leben eines Menschen in dem Sinne zu verfügen, dass unterstellt wird, er habe gefälligst heterosexuell zu sein???
  • Antworten » | Direktlink »