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Köln (queer.de) - Gewalt und Ausgrenzung gehören immer noch zum Alltag von Lesben und Schwulen, resümiert das Rubicon-Beratungszentrum in Köln. Das sei ein Ergebnis der landesweiten Dokumentation von Diskriminierungs- und Gewaltfällen in Nordrhein-Westfalen. Demnach gingen im Jahr 2005 insgesamt 103 Fälle bei schwulen Überfalltelefonen und Beratungsstellen ein. In etwa der Hälfte wurden Lesben und Schwule gezielt körperlich angegriffen, waren Opfer von Sachbeschädigung und Eigentumsdelikten oder erlebten sexualisierte Gewalt wie sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung. "Weitaus alltäglicher ist jedoch die verbale und psychische Gewalt, die vor allen Dingen junge Lesben und Schwule immer noch erleben", so die Landeskoordinatorin Almut Dietrich. "Die dokumentierten Fälle zeigen die ganze Bandbreite von Gewalt gegen Lesben und Schwule und machen deutlich, dass Gewalt und Ausgrenzung trotz rechtlicher Gleichstellung immer noch zum Alltag von Lesben und Schwulen gehören." Dies bestätigten auch aktuelle Studien: Von 2500 Lesben und Schwulen, die im Jahr 2004 im Auftrag der Landeshauptstadt München befragt wurden, gaben demnach 60 Prozent an, dass sie schon einmal verbale Angriffe erlebt hatten, 40 Prozent sagten, sie seien Opfer von Einschüchterung, Psychoterror und Bedrohung geworden und 20 Prozent hatten bereits physische Gewalt erlebt. (pm)



13 Kommentare

#1 geilerdomiAnonym
  • 11.04.2006, 17:24h
  • Auch deshalb brauchen wir das ADG!! Und auch die immer wieder gerne gesehene Polizei sollte mal etwas gegen Homophobie in Ihren Reihen tun!!
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#2 sylviafeeProfil
  • 11.04.2006, 18:36hBerlin
  • Den Höhepunkt von Akzeptanz und Toleranz hatten wir 2000-2002 seid dieser Zeit geht die Toleranz stetig bergab.
    Es ist fast schick geworden lesben und Schwule zu diskriminieren, beleidigen, tätlich anzugreifen.
    Die vermeintlich Schwachen gelten als Zielscheibe.
    Solch ein Verhalten wird dann auch noch unterstüzt von Plakaten wie wer Fremde diskriminierd fliegt raus oder wer jemanden wegen seiner hautfarbe, herkunft diskriminierd fliegt raus (Der neue Weg des ÖPNV).
    Anders gesprochen Lesben, Schwule, Transgender, Alte, Behinderte darf man????
    Warum nicht einfach plakatieren wer diskriminierd fliegt raus???????
    Ja es sind schlimme zeiten angebrochen in der zeit der sozialen kälte........
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#3 PeterAnonym
  • 11.04.2006, 20:05h
  • War was anderes zu erwarten? Schau dir an was an so manchen Schulen abgeht. Coolness geht da über alles...und auf schwächeren(oder Leuten die irgendwie anders sind) rumzutreten, gilt leider als cool. Die Mehrzahl der Lehrer hat lange weggeschaut und Unterricht von 8-13:00 an 3 Tagen/Woche gemacht(und dafür verdammt gut verdient). Das Resultat ist das das Niveau brutal gesunken ist(man kann sagen das heutige Realschüler vor 20 Jahren auf der Hauptschule gewesen wären) und die Schüler ihr eigenes Werte-und Herrschaftssystem aufgebaut haben. Damit verbunden ist dann auch ein Verlust an Respekt vor den Lehrern.

    Da setzt dann das Tolleranzproblem für Schwule an. Als 13jähriger ist es uncool mit Mädchen zu spielen oder schwul zu sein. Das steckt drin. Nur während sich das mit den Mädchen mehr oder weniger von selbst ändert, kann die Tolleranz für Schwule nur über Eltern(vergiss es. Die wollen Enkelkinder. Da wird nicht über Homosexualität gesprochen bis sich das Kind outet) oder Lehrer kommen. Und letztere müssten sich dafür ja einem Streitthema stellen und das würde ihre Arbeit komplizieren(mein gott! Das geht doch nicht. Am Ende müssten Lehrer ja tatsächlich Idealisten mit Lehrauftrag sein. Das ist genauso wie wenn man Bundeswehrsoldaten sagt sie müssten ihre Waffen tatsächlich benutzen und nicht nur putzen)
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#4 TomAnonym
  • 11.04.2006, 20:28h
  • Das stimmt leider! Wenn ich mit meinem Freund Hand in Hand durch die Stadt gehe, sind böse Blicke, dumme Bemerkungen, Gekicher, etc. noch das Harmloseste. Oft kommen sogar übelste Beschimpfungen, Drohungen, etc. Wir selbst wurden glücklicherweise noch keine Opfer von Gewalt, sind uns aber im Klaren, dass auch dies immer noch passiert!

    Und Politik, Kirche, etc. müssen sich klar sein, dass sie zu dieser Situation beitragen - wenn Personen / Organisationen mit Vorbildfunktion Schwule und Lesben diskriminieren, ihnen nicht die gleichen Rechte geben wollen, etc. darf man sich nicht wundern, wenn Teile der Menschen dies als richtig auffassen und Schwule und Lesben dann auch diskriminieren, beleidigen, beschimpfen, bedrohen oder gar Gewalt gegen sie ausüben.

    Die Täter der Worte sind nicht minder schuldig als die Täter der Tat!
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#5 seb1983
  • 11.04.2006, 20:42h
  • An vielen Schulen geht es übel zu, das ist mit Sicherheit richtig. Aber das kommt halt sehr auf die Schule und die Gegend. Komme aus Rheinland Pfalz und bin in einem 8000Einwohner Ort auf ein Gymnasium mit damals 700 (heute 800) Schülern gegangen.
    Von den ca 25 Lehrern hat man in den 13 Jahren fast jeden mal gehabt. Coole Gangs und Banden gabs nicht, wenn Tütchen geraucht wurden war das schon ultra spannend. Und tatsächlich gabs auch zu meiner Schulzeit Schwule, einen im Jahrgang über mir und jeweils einen in den Jahrgägnen unter mir. Beide von der Sorte: Angucken und man weiß es halt. Ich selbst hab zumindest niemandem erzählt dass ich schwul bin, ein paar Mädels haben es wohl schon geahnt.
    Ein dickeres Fell brauchten die Schwulen da zwar schon, es kam schonmal ein "lustiger" Kommentar, den nebenbei auch unser Türke mal abbekam, aber unter Druck gesetzt oder bedroht wurde da keiner. Die Leute hatten in der Regel die passende Antwort parat.

    Am "Schulzentrum" (Haupt und Realschule) sah die Sache massiv anders aus. Da kam schonmal die Polizei vorgefahren, Drogenprobleme und Schlägereien, und das ist nur das was man offiziell mitbekam....

    Es kommt also immer auf die Schule an!
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#6 wolfAnonym
  • 11.04.2006, 21:00h
  • aus all diesen gründen muss gegen die homophobe hexenjagd "offizieller" institutionen vorgegangen werden und zwar massiv !
    wenn man bedenkt, dass es mitte der 60ziger schon mal "cool + chic" war sich als bisexuell zu bezeichnen, fragt man sich , wo wir 2006 gelandet sind ?
    damals war ein abidurchschnittvon 2,5 wie heute 1,0.
    wo soll wertevermittlung ohne niveau herkommen ?
    welcher unserer politiker ist schon der deutschen sprache mächtig ?
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#7 LLLLLAnonym
  • 12.04.2006, 09:49h
  • Wo nehmt ihr denn diese "Informationen" her, dass ein Schulabschluss vor 20, 30 Jahren mehr "Wert" sei. Seid ihr zufällig so alt oder wie soll man das deuten?
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#8 PeterAnonym
  • 12.04.2006, 14:12h
  • Also wenn man von 15-20 Jahren redet dann muss man gar nicht so alt sein. Als 27jähriger bist du vor 15 Jahren 12 gewesen...also im 6/7. Schuljahr. Das war genau die wichtige Zeit wo gesiebt wurde wer auf welche Schule geht.
    Ich finde die Vergleiche von wegen "vor 40" Jahren auch eher dämlich weil es da teilweise ein ganz anderer Soff war der Gelehrt wurde. In den letzten 15 Jahren hat sich stofflich aber nicht soooo viel getan(selbst informatik gab es damals schon).

    Es ist doch absurd wenn vor einer Klassenarbeit 2 Diktate geübt werden und eins dann in der Klassenarbeit genau so geschrieben wird. Sowas passiert aber heute an Hauptschulen.
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#9 lisAnonym
  • 13.04.2006, 00:34h
  • Ich verstehe hier nicht genau, was der Schulvergleich mit der Diskrinierung von Schwulen zu tun haben soll. Fest steht, dass den Schülern der Respekt vor ihren Mitmenschen heute leider häufig fehlt. Eltern sind schlechte Vorbilder und Lehrer meist maßlos überfordert. Wie gehen wir miteinander um? Vielleicht ändern sich irgendwann man respektlose Haltungen. Von allein sicherlich nicht.
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#10 NikolasAnonym
  • 13.04.2006, 01:49h
  • Es ist ja erschreckend, wenn man diese Statistik von NRW liest. Ich lebe in einer Grossstadt in Bayern, und meine Stadt ist ziemlich katholisch. Ich gehe mit meinem Freund liebevoll durch diese Stadt und die Einheimischen schauen hoechstens erstaunt. Nur einige Moslems gucken ein bischen primitiv.
    Und ich dachte, in Koeln, Duesseldorf oder Berlin ist es viel besser bzw.toleranter. Dann bin ich doch froh, in Bayern zu leben. Auch meine schwulen Freunde haben keine negativen Erfahrung hier in meiner Grossstadt gemacht .( lebe aber nicht in Muenchen.) Ich wuensche mir ja dadurch, dass Bayern unabhaengig wird. Gewalt wie im Norden wollen wir hier lieber doch nicht.
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