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Leben und Liebe in den Zeiten von Aids – Mit "Rent" verfilmte Chris Columbus die gleichnamige, mitreißende Rock-Oper von Jonathan Larson.

Von Carsten Weidemann

Die moderne Variante von Giacomo Puccinis Oper La Bohème, zeigt ein Jahr im Leben einer fünfköpfigen Gruppe Freigeister, die im New Yorker East Village um ihre Ideale – und ums Überleben kämpfen: Da ist Filmemacher Mark, der seiner Freundin Maureen nachtrauert. Die hat ihn wegen einer Frau verlassen, der Anwältin Joanne. Marks heroinsüchtiger Mitbewohner, der Musiker Roger, kommt derweil nicht über den Tod seiner Freundin hinweg, obwohl ihm seine Nachbarin, die Stripperin Mimi, schöne Augen macht. Und während sich die Künstler-WG mit ihrem ehemaligen Kumpel Benny herumärgert, der jetzt für seinen Schwiegervater arbeitet, einem Immobilien-Hai, der das Viertel sanieren und die Bohemians aus ihren Wohnungen vertreiben will, findet ihr ehemaliger Mitbewohner Tom seine große Liebe in der Drag-Queen Angel. Doch wie lange werden die zwei ihr Glück genießen können? Beide sind HIV-infiziert.

Rent, inspiriert von Puccinis Opern-Klassiker "La Bohème", gewann 1996 den Pulizer-Preis in der Kategorie Drama, einen Obie Award, den New York Drama Critics Circle Award, vier Tonys sowie drei Drama Desk Awards – alles nach dem tragischen, viel zu frühen Tod von Rent-Schöpfer Jonathan Larson. Larson war am Abend der ersten Vorpremiere an einer Arterienerweiterung gestorben. Das Stück entpuppte sich als phänomenaler Erfolg, der nicht nur die Karrieren der Hauptdarsteller ankurbelte. Dem Musical gelang es außerdem, ein junges, begeisterungsfähiges Publikum für sich einzunehmen, weil es ihm eine Botschaft von Liebe und Hoffnung mit auf den Weg gab. So brachte Rent neuen Schwung an den New Yorker Broadway.

13.04.2006