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Washington (queer.de) - Private religiöse Universitäten sollen generell von staatsweiten oder kommunalen Antidiskriminierungsrichtlinien ausgenommen werden. Das wollen die Republikaner im US-Kongress durchsetzen. Das Hochschulrahmengesetz, das derzeit im Parlament beraten wird, sieht vor, dass religiöse Hochschulen nicht gegen ihre Glaubensgrundsätze Studenten aufnehmen oder Angestellte einstellen müssen. Das Repräsentantenhaus hat diesem Entwurf bereits zugestimmt, er befindet sich derzeit im Senat. Der Passus wurde vom republikanischen Abgeordneten Chris Cannon aus Utah eingebracht. Insbesondere die Brigham Young University aus seinem Heimatstaat hatte sich für eine Ausnahme in den Antidiskriminierungsrichtlinien stark gemacht. Die Hochschule gehört der mormonischen Kirche. "Es sollte klar sein, dass wir uns an unserer Glaubensgrundsätzen messen müssen", so Uni-Sprecherin Carri Jenkins zur Tageszeitung "Desert News". Derzeit sorgt auch der von einer Homo-Gruppe initiierte Equality Ride für Schlagzeilen im Land (queer.de berichtete). Aktivisten wollen hier in 51 Tagen 18 Universitäten besuchen und für gleiche Rechte werben und demonstrieren. Dabei kam es wiederholt zu Festhnahmen. Zuletzt sind dabei am Freitag zehn Demonstranten bei der Air Force Academy in Colorado Springs verhaftet worden. (dk)



#1 JürgenAnonym
  • 18.04.2006, 13:54h
  • Es ist erstaunlich und erschreckend zugleich wie einst das fortschritliche Land USA immer mehr ins Mittelalter zurück fällt.
    Seit hier auch vermehrt orthodoxes Gedankengut sich verbreitet, sollten wir alamiert sein, dass wir nicht auch ein Schritt zurück tun.
    Unsere "Genossen" in USA tun mir leid und ich wünsche ihnen, dass sie die Kraft haben für ihre Rechte zu kämpfen.
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#2 rudolfAnonym
  • 18.04.2006, 15:28h
  • Tja, Jürgen, das Diskriminierungsrecht haben die Kirchen in Deutschland auch und zumindest die römisch-kath. Kirche macht davon auch weidlich Gebrauch. Jede Kindergärtnerin, jeder Hausmeister, der bei ihr arbeitet und sich verpartnert, fliegt da ganz schnell raus und hat keine Möglichkeit sich juristisch zu wehren.
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#3 SvenAnonym
  • 18.04.2006, 15:31h
  • Na, noch ein zwei Tage und in den USA heißt es "Kauft nicht beim Juden", dann noch ein paar Progrome mehr und fertig!
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#4 RalfAnonym
  • 18.04.2006, 17:15h
  • Die eigentliche Frage ist doch: Wie kann eine Institution, die auf vollkommen irrealen Grundlagen besteht, nämlich auf denen der Religion, als Träger einer wissenschaftlichen Hochschule überhaupt zugelassen sein?
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#5 FloAnonym
  • 18.04.2006, 17:40h
  • Aha, Christenunis dürfen also diskriminieren. Aber andere dürfen es nicht, was auch wieder Diskriminierung ist. Ausnahmen von Anti-Diskriminierung machen das ganze Konstrukt zum überflüssigen Paradoxon!

    Ein ADG, das selbt diskriminiert. USA halt!
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#6 grumpfAnonym
  • 18.04.2006, 18:21h
  • @ Rudolf
    ganz recht, die Kirchlichen Einrichtungen in Deutschland dürfen das. Was ich dann allerdings als sehr Bedenklich empfinde ist, das die Gemeinden und UNSER Staat diese Diskriminierung durch Zuschüsse auch noch subventionieren!
    DAS sollte man sich mal richtig vor Augen führen.
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