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  • 20. April 2006, noch kein Kommentar

Im italienischen Turin läuft das 21. schwul-lesbische Filmfestival. Vom 20. bis 27. April kann man auf Stars wie Jeanne Moreau oder Udo Kier treffen.

Von Christian Scheuß

Nach den olympischen Winterspielen und den Paralympics kommt das italienische Städtchen Turin weiterhin nicht zur Ruhe. Nun treffen sich die schwul-lesbischen Cineasten Europas und der Welt zum 21. Mal am Rande der Alpen, um eine Woche lang das Schaffen homosexueller Filmemacher zu begutachten. Außerdem wird eine international besetzte Jury, der unter anderem der Schauspieler Udo Kier angehört, Filme im Wettbewerb bewerten und Ende April prämieren.

Wie jedes Jahr sorgen ein paar bekannte Namen für Glamour bei diesem Frühlings-Event. So wird Jeanne Moreau als Special Guest erwartet. Sie spielte eine Rolle im aktuellen Streifen "Die Zeit, die bleibt" von Francois Ozon, und sie war Co-Produzentin im ersten bosnischen Homostreifen "Go West". Beide Filme wird sie persönlich vorstellen. Neben Udo Kier wird in der Jury unter anderem der chinesische Regisseur Yonfan sitzen. Mit "Bishonen" wurde er auch in Deutschland bekannt. Seine anderen, psychodelisch bunten und symbolgewaltigen Streifen wie "Color Blossoms" warten noch immer auf die Entdeckung. In Turin ist seine "Trilogie" zu sehen. Besonders geehrt und gewürdigt werden in diesem Jahr die Arbeiten des französischen Regisseurs Alain Guiraudie sowie der feministischen lesbischen Filmemacherin Barbara Hammer.

Der Berliner Dokumentarfilmer Jochen Hick wird seine zwei neuesten Produktionen vorstellen. Zudem gibt es Schwerpunkte wie ein Blick auf das transsexuelle Istanbul. Für Nachteulen sind die "Porno Visions" sicherlich aufregend. Experimentelle Hardcore-Produktionen sind zu mitternächtlicher Stunde zu sehen. Unter anderem eine Art Doku über zwei Porno-Punk-Performance-Künstler und der erste Tranny-Porno mit absoluter Geschlechterverwirrung.

Wer nach langem regungslosen Sitzen im Kinosessel Bewegung benötigt, der kann eine der täglich stattfindenden Parties besuchen. Auch hier wird einer Filmdiva gehuldigt: Cher.

20.04.2006