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Kommentar: Der "sanfte" Papst erweist sich mit seiner jüngsten Weisung als schlechter Hirte.

Von Jürgen Friedenberg

Er wolle ein "sanfter" Papst und guter Hirte sein, ließ Benedikt XVI. zu Ostern verlauten. Wäre er es doch! Denn den Sanftmütigen gehört das Himmelreich, so Jesus in den Seligpreisungen. Doch kaum ist Ostern vorbei, zeigt der "Sanfte" von Rom unchristliche Härte: Keine Gottesdienste mehr im Zusammenhang mit dem CSD, so lautet seine Weisung an die Bischöfe und diese werden - manche vielleicht widerstrebend - dem päpstlichen Gebot voraussichtlich nachkommen.

Anstatt sich über jeden Menschen zu freuen, der (noch) in die Kirche geht, werden Schwule und Lesben wieder einmal ausgegrenzt. Und dies, obwohl der katholische Katechismus die Gemeinden ausdrücklich dazu auffordert, Homosexuellen mit Achtung zu begegnen. Kann es aber eine größere Missachtung geben, als Mitmenschen den Gottesdienst zu verweigern? Verhält sich so ein guter Hirte?

Anscheinend sieht Benedikt, der in jüngeren Jahren als ein Befürworter innerkirchlicher Erneuerung galt, bevor er dann später als Kardinal Ratzinger zum Wortführer der stramm-konservativen Katholischen Glaubenskongregation wurde, in seinen Glaubensbrüdern und Glaubensschwestern, die sich zur Homosexualität bekennen, so etwas wie räudige Schafe, vor denen die (angeblich) gesunde und ihrem Hirten gehorsam folgende Herde um Gottes Willen bewahrt werden müsse.

Diese homophobe Einstellung ist umso bedauerlicher, als sich der Vatikan dadurch aus der weltweit entbrannten Diskussion um eine zukunftsträchtige globale Werteordnung als seriöser Gesprächspartner von vornherein ausschließt.

21. April 2006



Auch Westerwelle lobt Papst

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich positiv über die Aussagen von Papst Franziskus zur Homosexualität geäußert.
Wo ist der bekennende Hetero?

Die Berichterstattung zum Rauswurf des Theologen David Berger holt den "bekennenden Schwulen" aus der Stereotypen-Mottenkiste. Ein Standpunkt von Christian Scheuß.
Vatikan lehnt Botschafter wegen Homosexualität ab

Frankreich kann den von Staatspräsident Nicolas Sarkozy ausgewählten Botschafter für den Vatikan nicht entsenden, da Papst Benedikt XVI wegen der Homosexualität des Diplomaten sein Veto eingelegt hat.

50 Kommentare

#1 US-BoyAnonym
  • 21.04.2006, 13:49h
  • Wenn das Oberhaupt der katholischen Kirche meint, er müsse uns ignorieren und verachten, dann kann man ihn nur bemittleiden.
    Gottseidank treten immer mehr Menschen aus diesem Verachtung prediegenden Verein aus.
    Wenn die Kirche komplett leer sind werden die Katholiken im Vatikan vielleicht begreifen.
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#2 madridEUAnonym
  • 21.04.2006, 13:58h
  • Wenn ich mich recht erinnere, so sagen die Kölner: " Nun isset jut ! "
    Erstens sind unter uns kaum praktizierende Katholiken, zweitens leben die meisten von uns nicht in Bayern. Und last but not least:
    Ratzinger ist streng dogmatisch und er mag uns auch sonst nicht liegen, aber ein Depp ist er nun wirklich nicht !
    Darauf verwette ich meinen Rosenkranz !
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#3 aquarius40Anonym
  • 21.04.2006, 14:08h
  • PapaRatzi tut so, als wüßte er nicht, daß es in seinem Verein die größte Gay-Commuinität der Welt gibt,
    somit mein Aufruf an alle schwulen röm.kath. Priester:
    BEKENNT EUCH ZU EUEREM SCHWULSEIN UND KÜNDIGT EUEREN BERUF!!
    Denn dann hat der Vatikan ein noch GRÖßERES Personalproblem als er jetzt schon hat und merkt, dass er es bei allen Priestern (auch heterosexuellen) mit Menschen zu tun hat und nicht mit MARIONETTEN!!!
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#4 mezzoAnonym
  • 21.04.2006, 15:46h
  • Ich glaub ja, dass dieses plötzliche Durchgreifen des Vatikans eine ganz anderen Ursache hat. Diesen Sommer blickt die ganze Welt auf Deutschland. 100te Fernsehteams aus der ganzen Welt sind in Deutschland, wenn die Welt bei Freunden ist. Und die werden auch über anderes als über Fussball berichten. Man stelle sich nun mal vor, dass Fernsehteams aus Asien, Afrika und Südamerika, den Stammerdteilen von Katholizismus und Islam plötzlich Homosexuelle bei einem katholischen Gottesdienst filmen. Wenn sowas die armen Schäfchen dann zuhause sehen fragen die sich sicher auch, ob die katholische Kirche, die immer gegen diese Sünde wettert in Deutschland wohl andere Moral zulässt. Und dass kann der Vatikan ja gar nicht gut heissen. Denn dumm sind die in Bella Roma auch nicht, wenn es gilt die Pfründe und die armen Seelen für die Zukunft zu sichern.
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#5 madridEUAnonym
  • 21.04.2006, 16:17h
  • @mezzo: Das Land von Luther, Kant und Marx wird draussen seltener danach beurteilt, wie es sich auf Anordnungen des Vatikans verhält. Wer viel durchs Ausland reist, weiss, dass Deutschland mit einer stark säkularisierten Gesellschaft als erheblich fortschrittlicher und bahnbrechender angesehen wird, als es in Wirklichkeit ist.
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#6 martinAnonym
  • 21.04.2006, 16:20h
  • das einzige was mich an den meldungen über die katholische kirche überrascht ist, dass sich hier immer noch leute drüber aufregen können. die warn schon immer so und werdens auch bleiben.
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#7 SandkornAnonym
  • 21.04.2006, 17:16h
  • Das schwule Leben besteht zu einem ganz hohen Anteil aus Sex, Sex, Sex. Der andere gerät zum Mittel zur eigenen (flüchtigen) Befriedigung. Selten, daß jemand den Sex als Zeichen und Ausdruck von Liebe versteht, die keines Aufsehens bedarf. Der CSD ist doch nur eine Parade für freie Lust für sexgefangene Lüstlinge und Geile. Da ist es doch kein Wunder, wenn die Kirche meint, dies stünde nicht im Einklang mit dem Dienst an Gott.
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#8 GIFTGASAnonym
  • 21.04.2006, 17:19h
  • das mutterverdienstkreuz in der bundesregierung ruft, die kirchenfürsten(kath.+ev.)kommen. christliche werte sollen zunächst in den 40 % kirchlichen kindertagesstätten des landes verstärkt vermittelt werden. gut ist wer, dies tut. natürlich müssen kiga+eltern an einem strang ziehen (oder zu kreuze kriechen ?)
    christdemokrat schäuble speit aus seinem
    rollstuhl, man solle nicht soviel aufhebens
    machen, um den mordversuch an einem schwarzen. ratzinger und seine christgermanen funken und senden über alle möglichen und unmöglichen wellen
    die heilige familie, die heilige rollenverteilung. auf anderen kontinenten kippen die kettenhunde in kardinalsrot ihr
    salböl in ethnisch oder religiös vorhandene
    homophobe feuerchen und lassen zündeln.
    der gesalbte mob besorgt´s ihnen ohne auftrag. ratzre am karfreitag:"... Herr, wir haben das Empfinden für die Sünde verloren! Mit heimtückischer Propaganda verbreitet sich heute eine törichte Apologie des Schlechten, ein absurder Kult Satans, ein unsinniger Wille zur Übertretung, eine verlogene und haltlose Freiheit, welche die Laune, das Laster und den Egoismus verherrlicht und sie als Errungenschaften der Zivilisation hinstellt..."
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#9 GHETTO-HORSTAnonym
  • 21.04.2006, 17:49h
  • der firmengeheimdienst OPUS DEI des weltunternehmens VATIKAN verlangt vom
    weltunternehmen SONY im vorspann der
    Sakrileg-Verfilmung daruf hinzuweisen,
    dass ähnlichkeiten mit personen und organisationen rein zufällig seien.
    „Eine solche Entscheidung von Sony wäre eine Geste des Respekts gegenüber der Figur Jesu Christus, der Geschichte der Kirche und dem religiösen Glauben der Zuschauer“, so ein Sprecher von Opus Dei.

    soviel zur wahrnehmung von augenhöhen.

    respekt vor der geschichte der kirche wird da verlangt ?
    für auschwitz-leugner gibt´s schon strafgesetze.
    so etwas wünsche ich mir für die verleumdung und verhöhnung der millionen von opfern der katholischen kirche auch.
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#10 madridEUAnonym
  • 21.04.2006, 17:50h
  • @giftgas: Wieder giftig, aber nützlich, wie ich es an Dir so liebe ! Seine Heiligkeit ist in seiner Formulierung über unser Sodom und Gomorrha nicht zimperlich.
    Fast vergisst man, dass er in seiner unchristlichen Härte auch oder besonders uns Agnostiker meint . Eigentlich lässt es mich persönlich kalt, wenn er nicht solch einen Einfluss auf die Institutionen hätte.
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