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Frankfort, Kentucky (queer.de) - Die baptistische University of the Cumberlands wird wahrscheinlich den staatlichen Zuschuss in Höhe von elf Millionen Dollar (8,8 Millionen Euro) verlieren, weil sie einen Studenten wegen dessen Homosexualität zwangsexmatrikuliert hatte. Die Hochschule hatte Anfang April den 20-jährigen Jason Johnson hinausgeworfen, weil er sich als schwul geoutet hatte (queer.de berichtete). Das hat eine Debatte über die finanzielle Förderung der Privatuniversität ausgelöst, die allerdings vorige Woche von Ernie Fletcher, dem republikanischen Gouverneur des Staates Kentucky, genehmigt worden war. Der demokratische Justizminister Greg Stumbo bezweifelt allerdings, ob der Zuschuss vor Gericht Bestand haben würde: "Es ist zu betweifeln, dass unsere Verfassung das zulässt", so Stumbo zur Zeitung "Herald-Leader". Eine Klage gegen die Hochschule ist bereits eingereicht worden. Der exmatrikulierte Student Johnson sollte eigentlich nach seinem Rausschmiss in allen Fächern die Note "ungenügend" erhalten. Nach öffentlichen Protesten erlaubte die Hochschule dem Studenten, Hausarbeiten einzureichen, nach denen er benotet wird. Ihm ist es allerdings nach wie vor verboten, das Universitätsgelände zu betreten. (dk)



#1 SvenAnonym
  • 27.04.2006, 18:53h
  • gefährdet? Na, ich finde, die müssten alle Zuschüsse zurückzahlen, die sie erhalten haben.
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#2 joshAnonym
  • 27.04.2006, 19:40h
  • richtig, die müssten alle zuschüsse zurückzahlen.

    nur trotzdem: kompliment usa!
    bei uns würde das alles unter der decke bleiben, will sagen schon am anfang der student wäre rausgeflogen wegen ... lass mich nachdenken....schlechter leistungen oder so, das erspart einem die diskussion.
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#3 SaschaAnonym
  • 28.04.2006, 12:48h
  • @Josh:

    Bei aller (dringend notwendigen) Selbstkritik, aber in Deutschland wäre die Nichtaufnahme eines Studenten auf Grund seiner sexuellen Orientierung undenkbar!

    Das liegt auch daran, dass wir es hier immer noch überwiegend mit öffentlichen Hochschulen zu tun haben!
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#4 joshAnonym
  • 28.04.2006, 13:55h
  • auch in den usa ist der student ja aufgenommen worden. nur wie war das mit dem anpassungsdruck? mindestens bei den wimis und stumis? wieviele ihren profs und mitstudenten gegenüber geoutete doktoranden und wimis sind dir bekannt? sicher hast du formal recht, eine zwangsexmatrikulation wäre bei uns so unmöglich.
    was ich nur mitbekommen habe ist, das dieser anpassungsdruck heute stärker ist als früher, subtiler als in den usa, aber besser?
    siehe den sogenannten studentenstreik wo die profs in manchen fakultäten in berlin streikfreudiger waren als ihre studenten.
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#5 SaschaAnonym
  • 29.04.2006, 00:31h
  • @Josh:

    Entschuldige bitte, aber eine Zwangsexmatrikulation ebenso wie eine Nichtaufnahme eines Studenten auf Grund seiner sexuellen Identität seitens einer deutschen Hochschule wäre nicht nur formal, sondern auch praktisch und politisch (!) völlig undenkbar!!!

    Was hat die geringe Streikbereitschaft von Studenten im Allgemeinen mit der Diskriminierung von homosexuellen Studenten an den Universitäten zu tun?

    Es stellt doch hier niemand in Abrede, dass auch an deutschen Unis Formen der Diskriminierung gegenüber Homos anzutreffen sind, aber bestimmt nicht in der Form, wie du es in deinem ersten Posting behauptet hast!
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#6 SAMAnonym
  • 29.04.2006, 17:20h
  • Na ja und die Streichung von allen fördergeldern wäre doch auch kein Mittel. Dann würde die UNI demächst von religiösen Verrirten oder Pseudonationalisten gefördert und das wäre schlimmer. Das der Fall aufgedeckt wurde ist super, aber Josh da hat Sasch Recht in der Form wäre das in Deutschland sicher nicht passiert!
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