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London (queer.de) - Ein vom BBC-Radiosender 1Xtra ausgestrahltes Interview mit dem Reggae-Musiker Buju Banton (32), der für homophobe Lyrics und Kommentare bekannt ist, hat in Großbritannien für schwule Proteste gesorgt. In der Sendung, die sich um die jamaikanische Dancehall-Kultur drehte, wurde auch der kontroverse, menschenverachtende Homo-Hinrichtungssong "Boom Bye Bye" angespielt. In diesem heißt es, dass man Homosexuelle in den Kopf schießen, mit Benzin übergießen und dann anzünden soll. Dies geschah laut "pinknews.co.uk" allerdings im Zusammenhang mit einem Bericht über die Kontroverse, die bereits zur Veröffentlichung des Songs Anfang der 90er Jahre ausgelöst wurde. Dies teilte auch eine BBC-Sprecherin mit. Man halte sich ansonsten strickt an die Regeln der größten britischen öffentlich-rechtlichen-Anstalt, keinerlei Diskriminierungen zuzulassen. Zuvor hatte sich unter anderem die Schwulengruppe Outrage über die Sendung beschwert. (jg)



#1 TimAnonym
  • 28.04.2006, 18:02h
  • Ich bin von der sonst so guten BBC doch enttäuscht:

    um Hass zu dokumentieren kann man darüber berichten und Textstellen aus einem Lied zitieren.

    Aber diesem Faschisten durch ein Interview ein Podium zu geben und diesen Song ganz zu spielen hat nichts mehr mit Dokumentation zu tun, sondern ist Verbreitung von Hass und Diskriminierung!
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#2 SAMAnonym
  • 29.04.2006, 17:01h
  • Da es nur zählt was Quoten bringt ist es leider so. Weil auch die BBC genau weiß, das selbst ihre schwulen Zuhörer danach wieder ihr Programm einschalten!
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#3 SvenAnonym
  • 30.04.2006, 10:01h
  • Ich weiß ja nicht, wie das genau abgelaufen ist, aber (!) es ist auf jeden Fall gut, wenn man das Böse zeigt und demaskiert, als es nur zu verbieten.
    Verboten, das sollte jeder Erwachsene wissen, schaffen doch nur anreize. Denkt mal ans Rauchverbot in der Schule, wer waren denn die collen? Die Raucher, die sich gegen Verbote durchgesetzt haben.
    Aufklärung verbietet nicht einfach, sondern zeigt irren Lehren. Die christlichen Kirchen wurde nicht verboten, sondern die Menschen erhielten die Chance, sich selbst ihre Gedanken zu machen.
    Wenn wir in einer Demokratie leben, gehen wir ja davon aus, dass die Bürger selbst denken und verantwortungsvolle Entscheidungen treffen können, also müssen wir ihnen auch alle Informationen zugestehen.
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#4 SAMAnonym
  • 30.04.2006, 12:54h
  • Keiner ruft nach verboten, aber wenn man solchen Sängern die Plattform bietet erreicht man auch nicht das was du anstrebst! Auf jeden Fall wird die Sache Schwule nicht von BBC hören abhalten und das war es eben.
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#5 joshAnonym
  • 04.05.2006, 14:42h
  • die bbc ist doch ansonsten ganz gut. der kritik stimme ich zu, jedoch:
    kennt jemand die guido-knopp-berichte über das dritte reich? da kamen in einer sendung auch manchmal soviel alte führervertraute die mit leuchtenden augen über den führer sprachen zu wort, das man fragen mochte Ist das doku oder schon werbung?
    sicher gibts in der bbc auch homophobe leute. denen die grenzen zu zeigen ist gut. die bbc wird dadurch noch nicht diskreditiert, finde ich.
    im vergleich zu deutschen öffentlich-rechtlichen anstalten ist die qualität der meisten bbc-reportagen immer noch lichtjahre besser.
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