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Orientalische Lebensfreude der Zwanziger Jahre: Das Buch "Die Rolle der Homoerotik im Arabertum"

Von Dennis Klein

Anfang des vergangenen Jahrhunderts sehnten sich Schwule aus Europa nach der Lebensfreude und Liberalität im Nahen Osten. Insbesondere die unbefangene Bewunderung junger, hübscher Männer war im Abendland weitgehend unbekannt. Zwischen 1921 und 1928 schrieb der Berliner Zoologe Ferdinand Karsch-Haack Aufsätze über "Die Rolle der Homoerotik im Arabertum" für diverse Zeitschriften. Die gesammelten Werke sind nun erstmals in einem Band erschienen.

Karsch-Haack war zu dieser Zeit bereits ein Veteran der Schwulenbewegung. Er wurde vor allem durch seine Beobachtung von gleichgeschlechtlichem Sex im Tierreich bekannt. In diesem Buch sind sowohl wissenschaftliche Analysen als auch unterhaltsame Momentaufnahmen arabischen Lebens enthalten. So vergleicht der Wissenschaftler in einem Kapitel "Homoerotik in Christentum und Islam", während er in "Mittelasiatische Tanzknaben" von einer Art Theatergruppe junger Männer in Zentralasien berichtet, die gegen ein Entgelt sowohl Privatvorführungen geben als auch sexuelle Bedürfnisse befriedigen. In 18 Aufsätzen bietet er eine interessante Reise durch mehrere Jahrhunderte arabischer Entwicklung, als der Islam noch nicht unter einem Terror-Generalverdacht stand.

Sabine Schmidtke, Professorin für Islamwissenschaften an der FU Berlin, stellte diesen Band zusammen und steuerte auch eine erläuternde Einleitung über das Werk von Karsch-Haack bei.

Ferdinand Karsch-Haack: Die Rolle der Homoerotik im Arabertum. Gesammelte Aufsätze; MännerschwarmSkript Verlag, 192 Seiten, 22 €

29. April 2006



#1 erkanAnonym
#2 holga-waldaAnonym
#3 metinAnonym
  • 02.05.2006, 21:40h
  • "...Der Anziehungskraft, die die soziale Ordnung im Osmanischen Reich auch auf die bäuerliche Bevölkerung in Mittel- und Osteuropa ausübte, traten die Herrschenden dadurch entgegen, dass sie in der antitürkische Propaganda Anklagen wegen Grausamkeiten, Zerstörung der Familie, Vielweiberei und Homosexualität in den Vordergrund stellten......."

    marxblaetter.placerouge.org/2005/05-4-27.html
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