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In der Hauptstadt werden die Entwürfe des Wettbewerbs um das geplante Denkmal für schwule NS-Opfer ausgestellt.

Von Carsten Weidemann

Bereits im Januar hat eine Expertenjury den Entwurf des norwegisch-dänischen Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset für das offizielle Denkmal für die von den Nazis ermordeten Schwulen empfohlen. Das Denkmal soll an der Ebertstraße gegenüber dem Holocaust-Mahnmal von Peter Eisenman stehen. Doch auch die 16 unterlegenen Entwürfe sollen der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden. Deswegen können sie vom 3. bis zum 14. Mai in der Akademie der Künste am Pariser Platz besichtigt werden.

Die Initiative "Der homosexuellen NS-Opfer gedenken" und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) als Initiatoren des Denkmalprojekts begrüßen, dass mit dieser Ausstellung die Entwicklung des Wettbewerbs und die Entscheidung über die eingereichten Arbeiten für die Bürger transparent gemacht werden.

Das ausgewählte Denkmal ist ähnlich wie Eisermans Stätte in Stelen aufgebaut. Diese sollen schräg emporragen und zusammenstehen wie in einer Art Haus. Durch ein schräg eingeschnittenes Loch kann man dort hineinblicken und sieht ein projiziertes Schwarzweiß-Filmbild einer "endlos wirkenden Kussszene zwischen zwei Männern", wie der Jury-Vorsitzende Prof. Norbert Radermacher erklärt. "Die von Außen eher kühl oder abweisende Betonform bekommt so einen ganz intimen Aspekt. Ohne verbale Hilfestellungen oder schriftliche Erklärungen wird hier das Thema der Homosexualität direkt und doch subtil vorgestellt." Das Denkmal soll so schnell wie möglich gebaut werden. Die Einrichtung des Denkmals war 2003 vom Bundestag beschlossen worden. Der Bund stellt dafür 450.000 Euro zur Verfügung.

Aber auch die anderen Entwürfe zeigen Kreativität: So schlug ein Künstler vor, Riesenbuchstaben auf freiem Gelände aufzustellen, die das Wort "homosexuell" ergeben. Ein anderer wollte eine Baumreihe mit Einritzungen versehen, die entweder Liebesbotschaften oder Trauerbekundungen sind.

Diskussion mit den Künstlern am 4. Mai

In englischer Sprache stellen sich Michael Elmgreen und Ingar Dragset, die beiden Künstler des zur Realisierung vorgeschlagenen Entwurfs, am 4. Mai 2006 ab 20.00 Uhr im Saal 1 der Akademie der Künste der Diskussion über ihren Entwurf. In die Diskussion führen Günter Dworek (LSVD-Bundesvorstand) und Albert Eckert (Sprecher der Initiative) ein.

Die Ausstellung ist bis zum 14. Mai in der Akademie der Künste am Pariser Platz zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 14 bis 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.


3. Mai 2006



#1 holga-waldaAnonym
#2 JanAnonym
  • 05.05.2006, 01:00h
  • Und was ist mit den Lesben?
    Wird da nicht wieder das Klischee (und Anscheinend auch die Wirklichkeit) untermauert, dass es weibliche HomoSEXualität garnicht gibt, homo eh nur Schwule sind und Frauen damals nicht zu leiden hatten?

    Mir gefällt das Bild subjektiv besser, als das zweier Frauen, aber warum werden die vergessen bei einem Mahnmal, das ebendieser Entwicklung entgegenwirken soll?
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#3 guidoAnonym
#4 JanAnonym