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  • 05. Mai 2006, noch kein Kommentar

Hamburg (queer.de) - In einem Prozess um telefonische Morddrohungen gegen die lesbische Modeschöpferin Jil Sander (62) hat die Staatsanwaltschaft eine Bewährungsstrafe von sechs Monaten für die Angeklagte gefordert. Die Frau hatte Sander bereits seit fünf Jahren am Telefon belästigt. Begegnet waren sie sich jedoch nie. Dennoch bekundete die Angeklagte, sich in die weltbekannte Modemacherin verliebt zu haben. Sander soll sie betrogen und durch angebliche Anrufe belästigt haben, verteidigte sich die Frau. Die Modeschöpferin selbst musste nicht als Zeugin vor Gericht erscheinen. Sie fühle sich von der 33-Jährigen ausspioniert und immer stärker bedroht, heißt es in einer vor Gericht verlesenen Aussage der Designerin. Der Anklagevertreter billigte der geständigen Angeklagten verminderte Schuldfähigkeit zu. Eine Gutachterin hatte der Frau Wahnvorstellungen und Schizophrenie bescheinigt. Die Staatsanwaltschaft sprach sich jedoch gegen eine Unterbringung der Angeklagten in einer Klinik aus. Da die Frau im Sinne der geltenden Vorschriften nicht gefährlich sei, komme eine Einweisung nicht in Betracht. (pm/cw)