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  • 22. September 2003, noch kein Kommentar

Muskulöse Surferboys sind seine Spezialität: Comic-Zeichner Joe Phillips malt die Welt in seinem Heimatort San Diego noch etwas schöner, als sie in Wirklichkeit schon sind. Und genau das ist wahrscheinlich sein Erfolgsrezept.

Denn auch bei Deutschland Schwulen erfreuen sich seine stets leicht bekleideten Jungs immer mehr Beliebtheit. Als Logo für Gay-Partys, auf dem Cover von Szenemagazinen, als Kalender und selbst als Unterhose sind sie inzwischen so gut wie jedem ein Begriff. Joe ist der Shooting-Star des Jahres, seine gezeichneten Jungs sind Kult. Viel mehr Kult, als es Ralf Königs Knollennasen je waren.

Wer ist dieser Wunderknabe? Zu Beginn seiner Karriere zeichnete Joe mittelalterliche Ritter für einen Verlag in Georgia: "Ich war so froh, Comics machen zu dürfen, auch wenn die Honorare beschissen waren. Ich hab zehn Dollar pro Seite bekommen und zwei Seiten am Tag gezeichnet." Nun war er im Zirkel und binnen weniger Jahre zeichnete Joe für Comicgiganten wie Body Doubles oder Superman.

Seine Spezialität: Seine Helden machte er besonders sexy und im Hintergrund deutete er schwule Cruising-Szenen an. Ein Redakteur des amerikanischen Schwulenmagazins XY begriff die Andeutungen und orderte ein regelmäßiges Comicstrip für sein Magazin: "Nach dem Debüt meiner Figur Joe Boy in XY beschloss ich, nicht mehr traditionelle Comics zu zeichnen sondern nur noch für die Community", erzählt Joe. Seine Kalender und Bildbände schwappten letztes Jahr auch über den großen Teich – und wurden gleich zu Verkaufsschlagern.

Es ist bisher nur wenigen Künstlern gelungen, schwules Leben erotisch und humorvoll als Comic darzustellen. Hunderte von Bildern sind auf seiner Webseite zu finden.