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US-Schriftsteller Doug Wright erhält den "KulturPreis Europa", der erstmals verliehen wird, für seine Inszenierung des Theaterstücks über Charlotte von Mahlsdorf.

Von Carsten Weidemann

Zum ersten Mal wird die Verdienstmedaille des KulturPreis Europa verliehen. Doug Wriight, US Schriftsteller aus New York wurde im Zusammenhang mit einer Inszenierung seines Theaterstücks "Ich bin meine eigene Frau" in Budapest durch das Kulturforum Europa e.V. für die Ehrung vorgesehen.

Die Arbeit des Schriftstellers fiel anlässlich des diesjährigen Fringe-Festivals in Budapest an Hand einer Inszenierung des Regisseurs Gabor Czeizel ins Auge. Der Theaterstoff von Doug Write zeigt in beeindruckender Weise ein Stück deutsche Geschichte von der Nazi-Zeit bis zur DDR und der Öffnung der Mauer nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in der Figur der Charlotte von Mahlsdorf, einem deutschen Transvestiten und Direktor des Berliner Gründerzeitmuseums. Ein Stück vom Leben und Überleben einer Minderheit zur Zeit von Diktatur.

Die Geschichte ist jedoch nicht zu Ende, der Zuschauer wird veranlasst sich auseinander zu setzen. Gerade zu einer Zeit, da die Politiker in den europäischen Mitgliedsstaaten zum Thema Toleranz und Akzeptanz um ein Antidiskriminierungsgesetz und dessen Umsetzung in den jeweiligen Ländern ablehnend oder zustimmend ringen, bringt der US-Schriftsteller Doug Write dieses Thema auf den "deutschen Punkt".

Der KulturPreis Europa, der seit 1992 u.a. bereits an Dr. h.c. Annemarie Renger, Dr. h.c. Johannes Rau und Hans-Dietrich Genscher verliehen wurde, den unter anderem der US-Schriftsteller Jeff Baron zusammen mit Theaterstar Fritz Muliar für eine Inszenierung zum Thema Toleranz im Theater in der Josefstadt, Wien, im Jahr 2001 erhielten, darüber hinaus der vormalige Botschafter Israels in Deutschland und Nah-Ost-Experte Avi Primor, ist eine Auszeichnung der Bürgerinnen und Bürger. Die Istanbul Foundation for Culture and Arts wurden in 2003 für die 30jährige Kulturarbeit des "Brückenbaus" zwischen der Türkei und Europa und zwischen Christentum und Islam, sowie die EUROVISION als medialer Brückenbauer zwischen Ost und West seit der Zeit des kalten Kriegs per Bürgervotum ausgezeichnet. 3sat, das Gemeinschaftsprogramm von ARD, ZDF, ORF und SRG erhielten für Toleranz und Akzeptanz von Minderheiten in der Medienlandschaft unter dem Slogan "Anders Fernsehen" im Jahr 1999 die Zustimmung.

Die ungarische Inszenierung des Stücks wurde an Varnai Szilard mit einem 1. Preis für den besten männlichen Hauptdarsteller und der Verdienstmedaille für Toleranz und Akzeptanz des KulturForum Europa vor wenigen Wochen in Budapest ausgezeichnet.

Die fällige Überreichung an den Schriftsteller Doug Wright erfolgt anlässlich seines Aufenthalts in der Schweiz am 1. Juni in Zürich. Die Verleihung findet in Form einer kleinen Presserunde am 1. Juni um 11 Uhr im Hotel Widder in Zürich statt.

15.05.2006



#1 Holga-WaldaAnonym
  • 15.05.2006, 16:33h
  • Um das Stück und dessen Wahrheitsgehalt war ein Rechtsstreit entbrannt.
    Dr. phil Peter Süß, Historiker, wirft der amerikanischen Produktion in seinem Buch "Nichts darf sinnlos enden!" vor, der Autor verfälsche Wright Mahlsdorfs Stasi-Akte und erwecke, wie Süß schreibt, um der dramatischen Wirkung willen fälschlicherweise den Eindruck, C.v.M. habe den befreundeten Sammler Alfred Kirschner an das MfS verraten.

    Dr. phil Peter Süß, der auch Charlotte von Mahlsdorfs Erinnerungen herausgab sowie mit ihr den Berliner Stadtführer "Ab durch die Mitte" erarbeitete, hat inzwischen ein eigenes Drama zur Vita Charlotte von Mahlsdorfs verfasst. Es trägt wie die Autobiographie den Titel "Ich bin meine eigene Frau" und wurde am 26. März 2006 am Schauspiel Leipzig uraufgeführt.

    Dr. phil Süß:

    de.wikipedia.org/wiki/Peter_S%C3%BC%C3%9F
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#2 ERICH MIELKE, post mortemAnonym
  • 15.05.2006, 17:01h
  • @) Holga-Walda

    ..davon hätte ich gewußt, das ist fakt !
    ..ich habe sie alle geliebt !!!!!
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#3 madridEUAnonym
  • 18.05.2006, 18:46h
  • Grossartig ihre Erinnerungen, wunderbar der nachgestellte Film. Auch ihre Interviews im Fernsehen haben wir nie ausgelassen.
    Was ist eigentlich aus Charlotte geworden, nachdem sie nach Schweden emigrierte ?
    @Holga: Hast Du den betreffenden Link über ihre Zeit im Exil ?
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#4 Alan SmithieAnonym
  • 01.06.2006, 16:52h
  • Merkwürdig, dass dieser Lügenbold Doug Wright nun auch in Europa gefeiert wird. Er hat Charlotte von Mahlsdorf einfach ausgetrickst und auf ihre Kosten ein Theaterstück geschrieben, das sie verleumdet und mit dem er sich bereichert hat. Ts, ts, ts.
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