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Leipzig Im Juli droht dem schwul-lesbischen Zentrum RosaLinde die Luft auszugehen. Durch Forderungen des Finanzamtes muss der Verein eine Summe von rund 5.000 Euro aufbringen. Diese bezieht sich auf den Zeitraum 1999-2001. Der Verein veranstaltete damals wie heute eine ganze Reihe an Partyveranstaltungen, die im Hinblick auf ihren besonderen soziokulturellen Aspekt mit dem ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent für gemeinnützige Veranstaltungen und nicht mit dem Standard-Mehrwertsteuersatz abgerechnet wurden. Das Leipziger Finanzamt hingegen ist der Auffassung, dass diese Veranstaltungen ausschließlich kommerziellen Charakter hatten und fordert nun für diesen Zeitraum die Mehrwertsteuerdifferenz mit Zinsen zurück. Der Vereinsvorstand bittet nun um Spenden und finanzielle Unterstützung. (pm)



11 Kommentare

#1 seb1983
  • 15.05.2006, 14:26h
  • Merke:
    Vor solchen Veranstaltungen eine finanzielle Planung machen und auch abklären wie es mit Steuern Abgaben Mieten etc aussieht.
    Das haben wir mit 18/ 19 auf großen Schulpartys zumindest hinbekommen auch wenn am Ende immer überraschend viel Rechnungen reinkommen *g*

    Oder heißt es jetzt Homophobie im Finanzamt? Die wollen eh nur Geld, egal ob von Schwulen oder Heteros
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#2 SvenAnonym
  • 15.05.2006, 15:44h
  • Ich würde denen zu einem Einspruch/Widerspruch und ggf. Klage raten. Auch in Leipzig gibt es sicherlich schwule Anwälte, die gerne einen Verein unterstützen. Die Zahlung an das Finanzamt sollte daher nur unter Vorbehalt getätigt werden.
    Außerdem könnte der Verein noch im Rathaus vorstellig werden, vielleicht gibt es ja noch Mittel und Wege.
    Ansonsten ist dem Verein auf alle Fälle zu raten, seine Geschäfte prüfen zu lassen, damit sie in Zukunft bei 7% bleiben.
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#3 aquarius40Anonym
  • 15.05.2006, 16:07h
  • Tja, da wir sich aber unser Bundesfinanzminister aber freuen, und wieder sein BREITES GRINSEN anlegen,
    wie er es angelegt hat, als es in der vergangenen Woche um die
    Mega-Steuererhöhung ging.

    TOLL!
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#4 erkanAnonym
#5 AlexAnonym
  • 15.05.2006, 19:51h
  • @Sven: Wie auf der Seite des Vereins steht, wurde as eingelegte Rechtsbehelfsverfahren Ende April abgelehnt und die Summe wird spätestens Ende Juni fällig.
    Auch ein Gerichtsverfahren hat keine aufschiebende Wirkung, sondern verursacht zusätzliche Kosten.

    Soweit ich weiß, hat sich der Vorstand auch an die Politik gewandt. Bleibt abzuwarten, ob von dieser Seite Hilfe kommt.
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#6 linuxerAnonym
  • 15.05.2006, 21:34h
  • @aquarius: "...Tja, da wir sich aber unser Bundesfinanzminister aber freuen...."

    Du ich glaube das ihm diese situation ziemlich egal ist, denn, wie der name schon sagt, ist er für die finanzen des bundes zuständig.

    In diesem Falle liegt es wohl eher an den allgegenwärtigen kürzungsorgien diverser CDU-Regierter (und nicht nur cdu-regierter) Länder, die irgendwie immer am falschen ende sparen.

    Wie wäre es, wenn die ministerpräsidenten anstatt in dicken, gepanzerten limousinen mal mit bus & bahn zur arbeit kämen? Dann wäre ein kostenfaktor weniger da. Des weiteren: Wozu muss ein LANDTAG wie ein palast aussehen?? bestes beispiel ist der thüringer landtag in erfurt:
    www.thueringen.de/tlt/infos/gebaeude/index.asp

    hätte das alte gebäude nicht ausgereicht?

    man sollte vielleicht in solchen fragen da ansetzen, wo sinnlos steuergelder zum fenster hinaus geworfen werden...
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#7 ibuensnetAnonym
  • 16.05.2006, 00:57h
  • Diskos und kleine Bühnen-Auftritte mit einem rel. gering gehaltenen Eintritt, fällt dadurch schon eine Gemeinnützigkeit weg? Die Bar oben wurde m.W. mit Ehrenamtlern betrieben. Volles Haus war nur bei Zugnummern. Verein hin, Verein her, es war und blieb eine Kneipe, so spärlich besucht wie alle Kneipen, die meisten haben für sowas kein Geld mehr. Inhalte sind dort seit dem Umzug in die City Fehlanzeige.
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#8 wolfAnonym
  • 16.05.2006, 11:34h
  • da haben wir das problem, wer kann es sich heute noch leisten irgendwo hinzugehen !
    ich wundere mich seit jahren, dass kleinkunstveranstaltungen oft mit nur 20€ eintritt angepriesen werden. dazu kommt der verzehr, ohne machts auch keinen spass, da kann ich gleich zuhause bleiben.
    dieses land wird zu tode besteuert, die rentner/arbeiterkneipen gehen reihenweise pleite!
    keiner unserer viel zu hoch bezahlten deppen macht sich klar, wie wichtig diese ehemals wichtigen kommunikationsplätze sind.
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#9 AlexAnonym
  • 16.05.2006, 11:37h
  • @ ibuensnet: "Inhalte sind dort seit dem Umzug in die City Fehlanzeige."

    Dem möchte ich ganz klar widersprechen. Abgesehen von den Veranstaltungen von vor 6 Jahren, um die es hier geht, ist die Linde sehr wohl inhaltlich aktiv. Neben der Beratung durch eine Sozialarbeiterin bietet sie Raum und Gelegenheit für etliche Gruppen mit verschiedenen Schwerpunkten (schwule Studentengruppe, Queer Family, TransgenderTown ... um nur einige zu nennen). Dazu kommen diesen Monat eine Reihe von Veranstaltungen zum Leipziger CSD, was bereits Tradition hat.

    Auch wenn man die sonstigen Veranstaltungen nicht unbedingt mag, bleibt es eine Tatsache, dass die Linde für viele gute Arbeit leistet und ein dringend benötigter Anlaufpunkt ist. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.
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#10 ibuensnetAnonym
  • 17.05.2006, 03:42h
  • @ Alex
    Wenn ich mit dem Rad gegen 20 Uhr vorbeifahre, sitzen höchstens drei Leute am Tresen, gucken mich böse oder gar nicht an und ein Getränk kostet mehr als einen Euro. Ich erwarte was anderes um mich willkommen zu fühlen. Von mir aus können die ihr Aquarium zumachen. Haben mich auch nie gefragt, nur die trendigen Mittzwanziger Huschen.
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