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Wien (queer.de) - In der österreichischen Hauptstadt wird im kommenden Jahr ein ungewöhnliches Mahnmal für die homo- und transsexuellen Opfer des Nationalsozialismus errichtet. Verwirklicht wird ein Entwurf des Künstlers Hans Kupelwieser, der ein 20 auf 20 Meter großes Becken mit rosa Wasser vorsieht. Errichtet wird die Skulptur am Morzinplatz vor der Ruprechtskirche, dem einstigen Standort der Wiener Gestapo-Zentrale. Durch das Bassin soll sich der Schriftzug "Que(e)r" ziehen, der an den üblichen Begriff für alle Spielarten der Liebe jenseits der Heterosexualität "Queer" gemahnen soll. Mitassoziiert solle aber auch der deutsche Begriff "Quer" werden, etwa in "Querdenker", so Kupelwieser bei der Präsentation des Projekts am Montag. Nur fünf Zentimeter hoch soll das mit Lebensmittelfarbe rosa gefärbte Wasser in dem Becken stehen und dadurch begehbar sein. Ausgewählt wurde das insgesamt 310.000 Euro teure Projekt im Rahmen eines von der Wiener Stadtregierung ausgelobten Wettebewerbs vom Beirat für "Kunst im öffentlichen Raum" in Zusammenarbeit mit Vertretern von Homo-Organisationen. "Wir sind der Stadt Wien sehr dankbar, dass sie dieses wichtige Zeichen setzt”, erklärte die Vorsitzende der Homosexuellen-Initiatie Wien (HOSI) Bettina Nemeth. "Wir begrüßen auch sehr den Ansatz, nicht bloß einen leicht zu übersehenden Gedenkstein irgendwo in der Stadt aufzustellen, sondern ein ungewöhnliches und auffälliges Mahnmal auf einem zentralen und stark frequentierten Platz in der Innenstadt zu verwirklichen, das durchaus ein neues Wahrzeichen Wiens werden kann.” (cw)



11 Kommentare

#1 Adrian AhlhausAnonym
#2 holga-waldaAnonym
#3 markuskrefeld
  • 16.05.2006, 21:59h
  • Nach wie lange wird dieses Mahnmal unbeschädigt bleiben??
    Einmal hat wie den KEUCHEITSPAPST; dann die FPÖ und einige andere seltsame ewig gestrig Gestalten!
    Ich hoffe das Mahnmal bleibt dauerhaft unbeschädigt und erinnert lange lange an die Greueltaten gegen Homosexuelle Bürger!
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#4 RogerAnonym
  • 17.05.2006, 17:23h
  • ausgerechnet rosarot?? Stehen wir den alle auf diese scheussliche Farbe, oder wurde auch der pink Panther im KZ ermordet?
    Ich weiss wirklich nicht ob das passend ist. Man muss sich das mal vorstellen, wie im Sommer Kleinkinder und Hunde drin rumplantschen und wahrscheinlich noch reinpissen.
    Und dass soll dan ein angemessenes Mahnmal sein?
    Wenn man schon keine guten Ideen hat sollte man es bei einer schlichten Bronzeplatte mit Inschrift belassen...
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#5 martinAnonym
  • 17.05.2006, 17:32h
  • rosa war die farbe der winkel, die die schwulen häftlinge im kz verpasst haben. macht also schon sinn.
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#6 erkanAnonym
  • 17.05.2006, 20:37h
  • @) roger

    stell dir vor die viecher kacken da auch noch in allen brauntönen rein oder
    sozial degradierte reiern den stoffwechselmatsch, den man ihnen noch zusteht, rein. uäääh. pralles leben.
    kinderkacke und -pipi soll nicht ganz so
    streng riechen. zu fetischisten sag ich jetzt mal nix.
    ich denk chlor zusetzen wäre nicht dumm.
    vielleicht wird die farbe dann pasteller.
    es ist aber auch immer ein stress lebendig zu gedenken.
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#7 Holga-WaldaAnonym
  • 17.05.2006, 20:55h
  • @) roger

    deine bedenken kann ich teilweise nachvollziehen, bronze, tafel oder skulptur
    und ähnliches kannm an ja immer noch machen.
    in der österr. hauptstadt halte ich dieses
    gedenken für das richtige in dieser zeit.
    es ist sichtbar, spürbar, lärmt und lebt.
    bei der jüngeren generation, die es zu erreichen gilt, ist das nicht das schlechteste.
    in österreich ist ein wien-besuch in einer
    schüler-biographie noch bestandteil.
    kleines wortspiel: eben see

    de.wikipedia.org/wiki/KZ_Ebensee
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#8 thomasKaAnonym
  • 17.05.2006, 22:58h
  • @martin: Ob es Sinn macht, als Symbol jene Farbe zu übernehmen, welche die Nazi's uns gegeben haben, darüber lässt sich streiten. Sicherlich ist es oft eine wirksame Waffe, die "Farben", die Begriffe des Gegner zu übernehmen, um diese Begriffe damit zu neutralisiern. Auch der Begriff "schwul" war ja ursprünglich abwertend besetzt und hat erst durch die Übername durch uns eine andere Bedeutung erlangt.

    Die Gefahr ist, das die Übernahme von Begriffen und Verhaltensweisen, mit dem Ziel diese zu kontakarieren, gerade jene Vorurteile bestärken, die wir zu ironisieren versuchen.
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#9 mvsAnonym
  • 18.05.2006, 09:19h
  • 310.000 Euro für rosarotes Wasser?

    Ich hör schon Leute schreien ...

    Naja, auch net(t) sehr einfallsreich.
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#10 antosAnonym