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London (queer.de) - 80 Prozent aller schwulen Lehrer an britischen Schulen waren bereits mit homophoben Reaktionen konfrontiert. Das fand eine Studie heraus, die zum "Internationalen Tag gegen Homophobie" am 17. Mai vorgestellt wurde. Am schlimmsten wären die Erfahrungen mit Schülern, aber auch die Kollegen oder die Schulleitung verhielte sich häufig nicht korrekt. Witze, Gerüchte und Lügen seien im Kollegium an der Tagesordnung. Das fortgesetzte Mobben am Arbeitsplatz hat negative Auswirkungen, weiß Patrick Nash von der Lehrervereinigung "Teacher Support Network" zu berichten. "Diese Art der Diskriminierung führt bei den Betroffenen zu Minderwertigkeitsgefühlen, zu einer geringeren Effektivität und zu höherem Stress. (cs)



30 Kommentare

#1 Adrian AhlhausAnonym
  • 18.05.2006, 16:13h
  • Was wäre wenn die Lehrer/innen der Bunderepublik in den Blick genommen würden? Das Ergebnis würde wahrscheinlich nicht anders aussehen.
    Mobbing im Lehrerzimmer gehört zum ganz selbstverständlichen Ton. Es geht dort zu wie in einer Klasse vor dem Abitur: fast Jeder gegen fast Jeden. Die Lehrer/innen brauchen die sie 'bedrohenden' Schüler/innen' notwendigerweise, damit wenigsten ein einziges konsesfähiges Thema existiert. An Schulen sind friedfertige Pädagogen die Ausnahme.
    Hab' mir das Theater fast acht Jahre angetan, in NRW und Berlin. In der freien Wirtschaft ist man deutlich zivilisierter. - Mein Eindruck.
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#2 Bob AachenAnonym
  • 18.05.2006, 18:28h
  • Wen soll das überraschen? Lehrer sind Personen, die niemals die Schule verlassen haben...
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#3 linuxerAnonym
  • 18.05.2006, 19:30h
  • @adrian: dazu gibt es bereits eine studie. es gibt auch eine bundesvereinigung schwuler lehrer.

    www.gew.de/Lesben_und_Schwule.html

    www.schwulelehrer.de/

    und das schwule lehrer auch in der BRD gemobbt werden, kannst du gerne hier nachlesen: (die BILDBLOG ist nicht mit der BLÖD-Zeitung zu verwechseln..)

    www.bildblog.de/?p=311

    Ansonsten: Ich bin aus beruflichen gründen regelmässig an schulen(Gebäudereiniger) und was da so auf den Pausenhöfen selbst in Gymnasien abgeht, schlägt alle vorstellungen von mobbing...
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#4 eichhornAnonym
  • 18.05.2006, 20:16h
  • Habe ähnliche Erfahrungen gemacht, bin selbst in beiden Systemen(Schule und Freie Wirtschaft) gleichzeitig involviert. Erst kürzlich kam es zu einem Eklat in Folge von jahrelangen obzönen, homophoben Tafelschmierereien und Einrufen geg. einen schwulen Lehrer, der dem System Schule gegenüber offenbar verbittert gegenüber steht (Rein-Raus, unhöflich "warum soll ich hier höflich sein"...) Der Direktor hat nur halbherzig eingegriffen.
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#5 joshAnonym
  • 18.05.2006, 20:17h
  • bin ja auch lehrer :)
    stimme adrian zu, in deutschland sieht es mindestens genauso wenn nicht schlimmer aus.
    nur würde ich sagen friedfertige typen gibt es schon, sie sind nur meistens viel zu passiv und uninteressiert. seis drum das ergebnis ist das gleiche...
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#6 saltgayAnonym
  • 18.05.2006, 21:12h
  • @ adrian
    In der Wirtschaft geht es keinen Deut zivilisierter zu. Da kann es dir passieren, dass du auf blauen Dunst in einer Kneipe mit einem Stricher konfrontiert wirst, den dein neuer Kollege im voraus bezahlt hat. Nur, damit du auch erpressbar werden könntest und ihm nicht etwa auf seine krummen Wege kommst. Passiert 1989 in einer Hafenbar in Dunkerque. Sein Pech war, dass er sich nach Besuch bei seiner Lieblingsnutte, im Puff nebenan, so besoffen hatte, dass die Sache aufflog. Das war nicht der Betrieb von Röhrig "Gas-Wasser-Scheiße", sondern eine Tochter von Burmah-Castrol und einem belgischen Glaserzeuger. Du kannst dir denken, dass ich den Stricher halbtot gequatscht habe und halbwegs nüchtern in mein Hotelbett gekippt bin - allein.

    Viele Gedanken habe ich mir vor einem Jahr gemacht. Da fing ich im Nebenjob als Pauker an einer Schule an. Als meine Schüler mir aus Neugierde über den für sie neuen Pauker auf die Pelle rückten, überlegte ich schon etwas. Kollegen fragen? Als Pendler zwischen Industrie und Schule biste ja selbst für Kollegen ein Exot. Da hat mir der Leitfaden der GEW geholfen, den du als *.pdf-Datei downloaden kannst. Es gab wohl ein paar Schüler, die nicht aus meinem direkten Umfeld kamen, die ein paar Spüche und dumme Fragen abließen - doch die, die mit mir direkt konfrontiert waren, haben es akzeptiert, wenn auch manche mit Widerwillen. Ich schreibe das so ausführlich, weil es vielleicht den Einen oder Anderen auch angeht. Bei meinen Schülern handelt es sich um Haupt- & Realschüler meist der 9. & 10. Klasse. Also die Gruppe, für die schwul & Schwuchtel die am häufigsten gebrauchten Schimpfworte sind. So etwas wird in meiner Anwesenheit allerdings nicht mehr ausgesprochen. Da greife ich durch - ebenso wir bei Nazi-Parolen. Aber, das ist ja auch selbstverständlich. So, mehr fällt mir im Moment zu dem Thema nicht ein.

    Groetjes Stephan
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#7 linuxerAnonym
#8 seb1983
  • 19.05.2006, 10:22h
  • Kinder können nunmal sehr gemein sein und denken nicht wirklich drüber nach was sie da sagen und tun.
    Und grade in so einer schwierigen Phase sind nicht nur schwule Lehrer das Opfer sondern oft genug auch eltern Freunde und alle die sonst noch greifbar sind.

    Als man grade ein zweistelliges Alter erreicht hat kamen "Schimpfworte" wie Nutte Schwuchtel Tunte Tucke Asi in Mode. Auch wenn man nicht wusste was es heißt.

    Auf einer Feier ist ein Kumpel mal zu so ca 12 jährigen gegangen und hat gemeint: "ey hier seid doch alle heterosexuell" Ergebnis: neeeeee sind wir gar nicht, und heulend weggelaufen.....
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#9 seppAnonym
  • 19.05.2006, 12:04h
  • @seb1983: Es geht hier nicht um 12/13-jährige, sondern um geziehlte attacken derer, die bereits in der pubertät sind.

    Aber vielleicht lernt man ja dort an der "uni", an der du bist, nicht das verstehen von texten...;-)

    ansonsten: wärend meiner schulzeit gab es so etwas nicht, es wurden weder mitschüler noch lehrer gemobbt. da wurde auch rigeros durchgegriffen. ich selbst habe mich mit 15 geoutet & wurde akzeptiert, von anfang an.
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#10 seb1983
  • 19.05.2006, 17:52h
  • woran bitte erkennt man wie alt die betroffenen Schüler sind in dem Text?? Werden Engländer erst mit 12/13 eingeschult??

    Seh meine Schulzeit insgesamt als recht harmonisch an aber Probleme und Spannungen gabs immer mal, ganz ohne Homoblabla.
    Erst in der Oberstufe gings dann deutlich lockerer zu und man wurde alt genug unliebsame Personen zu ignorieren :-)

    Davon abgesehen: Eine Studie einer AntiHomophobieorganisation die rausfindet das Homophobie an der Tagesordnung ist sollte man auch mal kritisch hinterfragen!!!

    Spannungen im Kollegium sind nebenbei normal und es wurde schon oft genug belegt wie sehr sowas den Unterricht belastet, ob homo hetero oder sonstwas.
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