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Rom (queer.de) Die neue italienische Familienministerin Rosy Bindi hat sich für eine Gesetzesänderung zugunsten unverheirateter und gleichgeschlechtlicher Paare ausgesprochen. "Ich werde natürlich auf die Kirche hören, aber zugleich auch die Änderungen in der Gesellschaft mit den verschiedenen Formen von Familie berücksichtigen müssen. Ich muss eine Synthese zwischen meinen katholischen Werten und dem Respekt laizistischer Ideen finden", sagte Bindi gegenüber der Presse. Die Gleichstellung von Homo-Paaren ist im Programm der neuen italienischen Koaltion um Romani Prodi festgeschrieben. Bereits im Vorfeld hatte der Vatikan heftig dagegen protestiert. (cs)



#1 gerdAnonym
  • 23.05.2006, 13:17h
  • So jetzt "läuft" also dieselbe Auseinandersetzung in Italien, die wir vor einigen Jahren bereits in Deutschland hatten.

    Gut das Berlusconi die Wahlen in Italien verloren hat.

    Eine Öffnung der Ehe wie in den Niederlanden, Belgien oder Spanien wird es wohl in Italien nicht geben, aber unterhalb dieser Ebene dürfte ein französisches PACS oder eine skandinavische/britische/deutsche Civil Union (=Eingetragene Lebenspartnerschaft) durchaus politisch jetzt landesweit in Italien erreichbar sein.

    Mit Sicherheit aber werden wir noch einiges an Sprüchen und Beleidigungen seitens italienischer oppositioneller Politker aus den Reihen der Alleanza Nationale und italienscher Faschisten in dieser Debatte uns anhören dürfen.
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#2 SaschaAnonym
  • 23.05.2006, 15:02h
  • Seit wann ist es die Aufgabe eines demokratisch (!) gewählten Politikers, "natürlich auf die Kirche zu hören"???

    Solange dieser grundsätzliche Denkfehler nicht endlich auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen wird, gibt es nichts als eine unendliche Fortschreibung der Diskriminierung im Namen kirchlicher Unterdrückungs- und Machtpolitik!
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#3 markuskrefeld
  • 23.05.2006, 18:18h
  • Mutig diese Dame! Für eine Italienerin, wo sogar die Schwiegermutter so Heilig ist wie in Indien die Kühe, ist das eine beachtliche Forderung!
    Da die Dame jedoch mit der Kirche reden will - kommt dann leider für Italien nur Bullschitt am Ende als Ergebnis heraus ! Schade!
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#4 joshAnonym
  • 23.05.2006, 18:52h
  • ich weiss nicht wo die frau mutig ist,für mich geht das um rückzug von der koalitionsvereinbarung. wir werden wahrscheinlich bald mehr davon hören, wie man die gute absicht leider aufweichen mußte um einen kompromiss zwischen der kirche und der (leider vorhandenen) modernen welt zu finden.
    widerlich.
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#5 SaschaAnonym
  • 23.05.2006, 23:09h
  • @Markus2:

    Mutig??? Du widersprichst dir in deinem Beitrag ja selbst!!!

    Mutig kann man das nennen, was die spanische Regierung unter Zapatero in wenig mehr als einem Jahr auf den Weg gebracht hat - und zwar ganz ohne "natürlich mit der Kirche zu reden"...
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#6 gerdAnonym
  • 24.05.2006, 13:07h
  • Nein diese Regierung in Italien ist gut, denn es ist nicht nur die Familienministerin Bindy sonder gleich zwei weitere Ministerinnen, u.a die Gesundheistministerin Turco, die ebenso in die gleiche Richtung marschieren.

    Italien wird in den nächsten drei Jahren die rechtliche Anerkennung von homosexuellen Paaren bekommen ("steht auch im Koalitionsvertrag") oder aber die Regierung Prod wird es in drei Jahren nicht mehr geben.

    Ich vermute aber dass die Regierung stabil ist, denn keiner der Parteien im Lager Prodi "wünscht sich Berlusconi nochmal zurück", das "schweisst zusammmen".

    Eine Eheöffnung wird es nicht werden in Italien, aber mit Sicherheit eine Ebene darunter, das PACS oder die Civil Union.

    Italien schliesst sich damit den vielen anderen EU-Staaten an, was auch Irland angekündigt hat.

    Dann bleibt als größtes Sorgenkind in der EU unser benachbartes Polen.
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#7 pflanzen-freundAnonym
  • 24.05.2006, 14:15h
  • naja,
    dann sollen sie mal ihre zivilunion machen, aber die konsequente öffnung der ehe fände ich besser.
    (zumal von sozialisten)
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#8 SAMAnonym
  • 24.05.2006, 22:12h
  • @Markus2: Hättest du Recht würde es die Homoehe sicher in Spanien und Irland nicht geben!
    @Sascha: Ja bestimmt hast du Unrecht, denn so einen Unsinn wie es in Deutschland gibt, das überhaupt nicht mehr ein katholische geprägtes Land ist, gibt es in keinem anderem wirklich katholisch geprägten Land- sieh Spanien, Irland- aber Hauptsache man kann wieder Unsinn reden. Sicherlich wird am ende in Italien was viel bessere dastehen, als in Deutschland ein Land in dem die angeblich poistiv eingestellten Kräfte ( SPD,FDP; Grünen/Bündnis90,PDS) nur eine klausulierte Form eines MöchtegernGesetzes hinbekommen haben!
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