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New York liegt ihr zu Füßen. queer.de sprach mit Shequida über ihre exklusiven Auftritte in Deutschland.

Von Jan Gebauer

New York liegt ihr zu Füßen und wer Opern-Drag-Queen Shequida einmal auf der Bühne mit ihrer Stimmkraft erlebt hat, weiß warum. Shequida wird am 3. Juni im Rahmen des 5. Kölner Sommerblut-Festival ein Highlight des "Diven"-Abends sein. Neben hochkarätigen Stars wie Tim Fischer, Georgette Dee und Gerd Köster ist Shequida mit der nicht minder stimmgewaltigen Katharina Herb für die Opernatmosphäre zuständig. Am 4. Juni tritt die Diva dann beim Gay Happening in der Düsseldorfer Nachtresidenz auf. Mit Trannyet sprach Shequida über ihre Herkunft, ultimative Diven und ihre Rolle als erste Drag-Queen in einer großen US-Soap-Opera.

Dein Name klingt sehr exotisch, woher kommt er?

Ich habe ihn erfunden. Ich suchte nach einem Namen, der nicht verleugnet, dass ich Opernstücke singe. Zur gleichen Zeit waren afrikanisch klingende Namen sehr angesagt. Es stellte sich heraus, dass es einige Mädels mit meinem Namen gibt. Nichts ist wirklich neu. (lacht)

Beschreibe für uns das Wort "Diva".

Das kann ich mit einem einzigen Wort: "Whitney"! (lacht) Damit müsste alles klar sein. Obwohl das Wort "Diva" heute immer noch mit zickigen Frauen assoziiert wird. Dabei muss das nicht die Regel sein.

Wer ist die ultimative Diva für Dich – und warum?

Jessye Norman. Eine außergewöhnliche, talentierte Frau mit einer großartigen Persönlichkeit.

Diven wie Whitney und Jessye kennt man bestens von der Bühne. Glaubst Du, dass die Ladys auch privat divenhaft sind?

Wenn du so viele Menschen um dich rum hast, die auf dich zählen und erwarten, dass du Deinen Beruf gut machst, dazu viel Geld in dem Projekt steckt, dann muss man einfach weitermachen und kann nicht mehr zurück. Am Ende des Tages ist es dein Name, an den sich jeder erinnern wird – im Guten wie im Schlechten.

Wie reagierst Du, wenn am Abend einige Deiner Kollegen die Diva raushängen lassen?

Ich werde sie so sein lassen, wie sie nun einmal sind. Das erwarte ich gegenüber meiner Person auch. Ich muss dort eine Show machen, habe also keine Zeit für Diven-Allüren oder dergleichen.

Sind denn Männer die besseren Diven?

Nein. Großartiges Talent kennt kein Geschlecht.

Deine Kleider sehen extrem schwer aus.

Naja, wenn du sie erst einmal am Körper hast, dann verteilt sich das Gewicht gut. Dann ist es nicht mehr so schwer und ich kann ohne Probleme auf die Bühne gehen.

Ist das Dein erster Auftritt in Köln – was denkst Du über eine der Homo-Hauptstädte Deutschlands?

Ich liebe Köln! Vor langer Zeit habe ich dort ein paar Monate gelebt. Ich denke, dass die Stadt zu meinen liebsten in Deutschland gehört. Was die Stadt ausmacht ist der Mix von Menschen, die dort leben. Das liebe ich. Jetzt bin ich froh, dass ich dort meine Show zeigen kann. Das wird fantastisch.

Und die deutschen Männer?

Die sind wie alle Männer, nur dass sie halt Deutsch sprechen. Yum!

Wie lebt es sich als Schwuler in New York? Und wie lauten die angesagtesten Bars im Moment?

Homophobie gibt es überall, aber in New York muss man einander mehr akzeptieren, weil die Stadt so groß und überfüllt ist. Wir müssen hier auf sehr engen Raum zusammenarbeiten. Ich lebe im West Village – dort habe ich es nicht so hart. An Bars kann ich das XL Barracuda, Hiro und APT empfehlen. Dort geht derzeit das Meiste ab.

Geboren wurdest Du aber auf Jamaika. Von der Insel hört man immer wieder im Zusammenhang mit Homophobie.

Ja, das stimmt. Meine Familie lebt auch noch dort, aber ich besuche sie nicht. Natürlich ist es traurig, wenn ich mir die Lage in Jamaika anschaue, aber ich kann die Welt nicht ändern. Ich kann nur versuchen, den Mensch ein gutes Beispiel zu sein.

Das warst Du wohl auch als erste Drag-Queen in einer täglichen Soap-Opera ("One Life to Live").

Eigentlich dachte ich damals, dass es darum kein großes Aufhebens geben würde. Ich bin einfach zur Arbeit gegangen, wie jeden anderen Tag auch. Als ich dann aber sah, wie viel Fanpost ich jeden Tag bekam, da war ich regelrecht geschockt. Ich musste jemanden anheuern, der mir beim Lesen und Beantworten der Post half. Die Serie lief zu dem Zeitpunkt schon rund 25 Jahre im amerikanischen Fernsehen und wurde im ganzen Land gezeigt. Ich dachte, ich bin nur Teil einer kleinen Show. (lacht) Da lag ich ganz schön falsch.

Zum Abschluss ein Satz, mit dem Du Deine Performance beim "Diven"-Abend beschreibst.

Oper, von einer "Downtown Diva" präsentiert. (lacht)

"Diven: Chanson meets Oper", Shequida, Tim Fischer, Georgette Dee, Gerd Köster, Katharina Herb, Moderation: Gerburg Jahnke (Ex-Missfits), Samstag, 3. Juni, Kölner Philharmonie, VVK/AK: 27 bis 68 Euro, Karten bei Köln Ticket unter 0221 – 2801.

Gay Happening, Pfingstsonntag, 4. Juni, Nachtresidenz Düsseldorf


26. Mai 2006



#1 SaschaAnonym
#2 SaschaAnonym
  • 27.05.2006, 02:19h
  • @Sascha:

    Ich warte noch auf eine Rückmeldung zu meiner Bitte, dich zukünftig "Sascha2" zu nennen, um weiteren Missverständnissen vorzubeugen. Ich schreibe hier schon seit dem vergangenen Sommer unter diesem Namen, und in letzter Zeit gab es des öfteren Verwirrung hinsichtlich der Urheberschaft einzelner Beiträge. Andernfalls werde ich meinen Usernamen notgedrungen verändern!

    Zu deinem obigen Beitrag:

    Als Mann wäre sie vielleicht wirklich hot...
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#3 SaschaWAnonym