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  • 26. Mai 2006, noch kein Kommentar

Der junge Ire Patrick kommt nach London und wird dort zum Transvestiten Kitten. Eine bunte Glam-Rock-Story aus den Siebzigern.

Von Carsten Weidemann

Breakfast on Pluto erzählt von der naiv schmachtenden Suche nach Liebe und Geborgenheit des jungen irischen Transvestiten Patrick "Kitten" Braden, der es im London der 70er Jahre zu einiger Berühmtheit auf dem Straßenstrich rund um den Piccadilly Circus bringt. 1958 wird Patrick in Tyreelin, nahe der Grenze zu Nordirland, geboren. Aus der Ferne betrachtet, wirkt das verschlafene Nest wie ein Postkartenidyll, doch dieser Eindruck täuscht. Patrick ist ein Findelkind – das Resultat eines "Fehltritts" des Dorfgeistlichen. Seine Mutter, die bei Father Bernard als Haushälterin gearbeitet hat, ist seit der Niederkunft verschwunden.

Patrick wächst bei einer Pflegemutter auf: Ma Braden ist die boshafte, trinkfeste Chefin des örtlichen Pubs. Schon als er zehn Jahre alt ist, hat Patrick eine Vorliebe für die Kleider und Lippenstifte seiner Stiefschwester. In seinen Teenager-Jahren, als Glam-Rocker mit beträchtlichem Mascara-Verbrauch, legt Patrick sich immer wieder mit den dörflichen Autoritäten an – bis er schließlich auf der Suche nach seiner leiblichen Mutter das bigotte Irland verlässt und nach London geht. Doch "Kitten" findet sich nur schwer in dem grausam-grotesken Leben der Metropole zurecht. Auch die Suche nach seiner Mutter gestaltet sich zu einer wahren Odyssee, bei der er den skurrilsten Menschen begegnet, beinahe umgebracht wird – und schließlich an dem einzigen Ort landet, von dem er glaubte, ihn für immer hinter sich gelassen zu haben: seine Heimatstadt …

Zum zweiten Mal, nach "The Butcher Boy", hat Neil Jordan einen Roman von Patrick McCabe verfilmt. In ebenso heiteren wie dramatischen Episoden brilliert Cillian Murphy als der junge Transvestit Patrick "Kitten" Braden an der Seite von Stephen Rea Liam Neeson sowie Sänger Bryan Ferry in einer Nebenrolle.

26.05.2006