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Vancouver (queer.de) - Einer kanadischen Studie zufolge haben 38 Prozent der Lesben zwischen 13 und 18 Jahren innerhalb eines Jahres einen Suizid-Versuch unternommen, meldet die Nachrichtenagentur APA. Bei bisexuellen Mädchen waren es 30 Prozent, bei heterosexuellen Mädchen lag der Anteil bei acht Prozent. Jungs haben in weit geringerem Maße versucht, sich umzubringen: Bei Schwulen lag der Anteil bei neun Prozent, bei bisexuellen und heterosexuellen Jungs bei jeweils rund drei Prozent. Allerdings sagte Studienleiterin Elizabeth Saewyc von der University of British Columbia, dass die Selbstmordversuche bei Jungs weit häufiger zum Tode führten als bei Mädchen. Bei kanadischen Jugendlichen sei Selbstmord nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache. Insbesondere die Probleme von jungen Lesben würden von der Gesellschaft nicht wahrgenommen, so Saewyc. Die Untersuchung beruht auf Daten von 30.000 Jugendlichen. (dk)



28 Kommentare

#1 FloAnonym
  • 31.05.2006, 15:24h
  • Spätestens solche Zahlen sollten Politik und Kirche mal sehr nachdenklich machen! Wie können die dazu beitragen und ihre Position auch noch als christlich, gut, etc. bezeichnen? Dafür muss man schon sehr arrogant sein, um sich so über alle Fakten hinwegzusetzen!
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#2 gerdAnonym
  • 31.05.2006, 15:38h
  • Also diese Meldung "flattert" auch immer wieder auf den Tisch und ich wundere mich jedesmal.

    Schon oft habe ich malgute schwule Freunde gefragt, ob sie einen Selbstmordversuch unternommen hätten. Und ich habe noch NIE jemanden getroffen, der dies bejahte. Ich kenne keinen einzigen schwulen Mann, der in seiner Jugendzeit einen Selbstmord geplant hatte bzw. versucht hat. Und dabei kenne ich eine Menge von homosexullen Menschen.

    ----
    Daher lese ich eine solche Meldung zum Selbstmordthema bei homosexuellen Jugendlichen immer sehr, sehr kritisch.
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#3 DavidAnonym
  • 31.05.2006, 17:13h
  • "Schon oft habe ich malgute schwule Freunde gefragt, ob sie einen Selbstmordversuch unternommen hätten. Und ich habe noch NIE jemanden getroffen, der dies bejahte. Ich kenne keinen einzigen schwulen Mann, der in seiner Jugendzeit einen Selbstmord geplant hatte bzw. versucht hat. Und dabei kenne ich eine Menge von homosexullen Menschen."

    @ Gerd:
    Darf ich dir diese Frage mit "Ja" beantworten?
    Jetzt solltest du jemanden kennen...
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#4 KaiAnonym
#5 SaschaWAnonym
  • 31.05.2006, 17:34h
  • Erschreckend, du siehst du Zahlen und bist so deprimiert, weil du kaum was machen kannst um den Menschen zu helfen
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#6 Adrian AhlhausAnonym
  • 31.05.2006, 17:49h
  • Nicht nur, dass dies keine Besonderheit bei homosexuell veranlagter Jugendlichen ist, es gilt für alle Sozialisationen von MInderheiten. Solche menschlichen Tragdien sind statistisch ganz allgemein bei den Heranwachsenden von Minderheiten erkennbar.
    Beispielsweise liegt auf Grönland die Selbstmordrate der jugendlichen Inuit bei 40%, nach einer dänischen Statistik.
    Vermehrte Selbstmordversuche sind für mich ein Indiz für einen Anpassungsdruck, der zu Überforderungen führt.
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#7 SvenAnonym
  • 31.05.2006, 18:11h
  • @Adrian:
    Ja, so sieht das leider aus. Kann ich bestätigen.

    @Gerd:
    Vielleicht kennst Du niemanden persönlich, weil es so viele geschafft haben?
    Außerdem ist das nichts, wenn man überlebt hat, mit dem man hausieren geht.
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#8 joshAnonym
  • 31.05.2006, 20:34h
  • und suizidversuchen oder planungen sind doch nur die spitze des eisbergs. wie viele plagen sich mit drogen,alkohol oder verleugnen ihre homosexualität? in meinem umfeld gabs das durchaus.

    @gerd:
    so jetzt kennst du noch einen. und ich halte die zahlen fast noch für zu niedrig, denn ich denke auch, wenn mans überlebt, wer geht schon damit hausieren?
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#9 JanAnonym
  • 31.05.2006, 20:38h
  • @gerd: Ich weiß auch nicht ob das jeder
    (auch in vertrauensvoller Situation) so
    offen zugeben würde. Und wie ein
    Vorredner schon sagte: Vielleicht haben
    es ja auch welche geschafft, die werden
    dir davon dann natürlich auch nicht
    berichten können.

    Also: Ich halte die Zahlen gut für möglich.
    Eine intolerante Gesellschaft hat sicher
    ihren Anteil daran. Ob sie aber alleine für
    die erhöhten Werte verantwortlich
    gemacht werden kann finde ich fraglich.
    Ich kenn einfach viele Schwule, die sind
    irgendwie immer chronisch depressiv
    und unzufrieden. Die sind aber völlig
    geoutet, aber deren Problem ist, die sind
    zu einer vernünftigen Beziehung einfach
    nicht fähig. Die suchen ständig Mr. Perfect
    und bekommen nur einen
    One-Night-Stand nach dem anderen. Das
    würde mich auch depressiv machen. Aber
    auf die Idee, dass das an ihnen selbst
    liegt kommen sie nicht...
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#10 DavidAnonym
  • 31.05.2006, 22:03h
  • Es timmt, es ist etwas womit man NICHT hausieren geht. Die wenigsten die mich kennen, wissen davon. Und ich glaube nicht, das ich auf diese Frage bereitwillig sofort mit einem JA antworten würde.
    Bis ich dann die Ursache (klar, es hatte mit meinem COming Out zu tun - aber WESHALB ich mich damit schwer tat) erkannt hatte, musste ich noch so einiges verarbeiten, in 2 Jahren Psychotherapie!
    Ich wurde streng katholisch und sehr sexualfeindlich erzogen. Meine Jugend über war ich von schuldgefühlen geplagt - eben jene weltfremden katholischen Ansichten waren der Grund dafür. Irgendwann haben sie mich erdrückt. Zwar war ich da 22, aber in der Hinsicht noch nicht wirklich erwachsen. Aus dem Grunde bin ich sehr sensibel, was Äusserungen der kath. Kirche angeht und es bringt mich in Zorn wenn die Kirche von Kindeswohl redet - ich sehe die andere Seite die Medaille, die die religiösen Ansichten ÜBER das KInddeswohl setzen.
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