Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
http://queer.de/?4923

New York (queer.de) - Die Polizei hat 21 Aids-Aktivisten verhaftet, die sich vor dem Büro der US-Botschaft bei den Vereinten Nationen angekettet hatten. Die Demonstranten wollten gegen die ihrer Meinung nach unzureichenden Maßnahmen der US-Regierung gegen die Ausbreitung der Immunschwächekrankheit vorgehen. Charles King, einer der Organisatoren, begründete das Sit-in damit, dass die Aktivisten einen Brief an US-Botschafter John Bolton nicht überbringen durften. "Wir sind hier, weil wir die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen wollen, dass die Vereinigten Staaten 2001 eine Deklaration unterschrieben haben, in der sie dem Kampf gegen Aids Priorität einräumt. Die Versprechen hat das Land aber nicht gehalten." Polizisten verhafteten die Demonstranten wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Manche der Teilnehmer wurden herausgetragen. Ein Sprecher der US-Regierung verteidigte die amerikanische Aids-Politik: "Ich dachte, die wären gekommen, um der Bush-Regierung zu danken für die 15 Milliarden Dollar Hilfe, die wir im Kampf gegen diese furchtbare Krankheit bereitgestellt haben." Diese Summe soll in den kommenden fünf Jahren ausgegeben werden. Aids-Aktivisten hatten allerdings die Verteilung der Gelder kritisiert: Ein Großteil soll für Enthaltsamkeitsprogramme ausgegeben werden, wodurch weniger Kondome verteilt werden würden (queer.de berichtete). (dk)



17 Kommentare

#1 SaschaAnonym
  • 02.06.2006, 16:54h
  • Die Aids-Politik der USA ist einfach nur pervers!

    Aus purer religiös-fundamentalistischer, rechtsextremer Ideologie wird hilflosen Menschen in Afrika und anderen Entwicklungsländern das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung abgesprochen und dabei ihr Tod billigend in Kauf genommen.

    Wenn hier irgend jemand verhaftet werden sollte, dann Kriegsverbrecher Bush und seine kriminelle Clique!
  • Antworten » | Direktlink »
#2 FloAnonym
  • 03.06.2006, 12:19h
  • Die USA scheinen die Menschheit echt für dumm verkaufen zu wollen: ein Großteil des Geldes geht in Enthaltsamkeitskampagnen, Propaganda, wie schlecht Schwulsein ist und ähnlichen konservativen Scheiß, während echte Bekämpfung der Krankheit (Forschung, Gratiskondome, Medizin für die dritte Welt, etc.) schon seit Jahren mit immer weniger Mitteln auskommen müssen (weshalb AIDS auch wieder auf dem Vormarsch ist).

    Und dann auch noch diesen typisch konservativen Rückschritt auch noch als etwas zu deklarieren, wofür man dankbar sein sollte, grenzt an Verarschung und zeigt wieder mal das Menschenbild dieser Leute.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 erkanAnonym
  • 03.06.2006, 13:41h
  • die brauchen ihr geld für andere massnahmen. weisse rassisten können bald rund um die uhr am tv, die amerikanische zonengrenze mitbewachen.
    da die aidsrate in mexiko größer ist als in den usa, könnte man den ausbau der grenzsicherungsanlagen an der inneramerikanischen zonengrenze auch noch als prävention verkaufen.
    ob an präemptive massaker zur abschreckung gedacht ist, weiss ich nicht.
    der eine oder andere menschliche kollateralschaden ist ihnen aber bestimmt recht. so was gibt es selbst zwischen dem armen nord- und reichen südzypern nicht.

    www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22812/1.html
  • Antworten » | Direktlink »
#4 joshAnonym
  • 03.06.2006, 14:28h
  • wartet noch ein bischen, dann geht das geld nicht mehr an enthaltsamkeitsprogramme sondern in genetische forschung zur bekämpfung der homosexualität oder in die unterstützung fundamentalistischer christlicher internate in denen die jugend umerzogen wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#5 xapplexAnonym
  • 04.06.2006, 05:21h
  • Willkommen beim Wettbewerb "Wer erfindet die absurdeste Schauergeschichte über das böse Amerika?" (Schirmherrschaft: Oskar Lafontaine, Laudatio: Dieter Kosslick).

    Wo wütet Aids am erbarmungslosesten? Genau, in Afrika, und nicht erst seit gestern, sondern seit es als eigenständige Krankheit definiert wurde, also seit 1981. Aber schuld ist natürlich wie immer Bush (im Amt seit 2000). Es ist sehr einfach, in den Kaffeehäusern Europas zu sitzen und von "sexueller Selbstbestimmung" zu fabulieren. Diese existiert für viele Frauen in Afrika nicht, wenn sie den nächsten Tag erleben wollen. Wenn man nichts hat, keinen Job, kein Geld, kein Dach über dem Kopf, dann bleibt einem nichts weiter übrig, als den eigenen Körper zu verkaufen. Und dass das dann unsafe ist, liegt nicht an Bush, sondern an der Pascha-Attitüde der afrikanischen Männer.

    Und warum ist die wirtschaftliche Lage in Afrika so wie sie ist? Wäre es 46 Jahre nach der Unabhängigkeit der meisten afrikanischen Länder nicht einmal an der Zeit, dass die dort Regierenden zur Verantwortung gezogen werden, anstatt sie immer nur die Opferrolle zelebrieren zu lassen? Wenn die Entwicklungshilfemilliarden nur auf den Schweizer Konten der „Unabhängigkeitshelden“ landen, kann man das Geld auch gleich verbrennen.

    Beispiel Zimbabwe: höchste Inflationsrate, am schnellsten schrumpfende Wirtschaft und eine der höchsten Aids-Raten der Welt. Nicht weil Mugabe (an der Macht seit 1980 und seitdem eine wahre Lichtgestalt des europäischen Gutmenschentums) nichts getan hätte. Nein, weil er die Wirtschaft seines Landes absichtlich zerstört, um an der Macht zu bleiben. Verglichen damit war das Rhodesien des weißen Rassisten Ian Smith geradezu ein goldenes Zeitalter.
    Ganz nebenbei: wie wäre es denn, wenn Volker Beck mal zum CSD nach Harare reist und sich von Mugabes Soldateska die Nase blutig schlagen läßt?
    Und er ist beileibe nicht allein: Idi Amin, Bokassa, Macias Nguema, Mengistu, die Liste ist endlos. Der einzig honorige Staatschef dieses Kontinents (Mandela) blieb leider ein Einzelfall.

    Beispiel 2: Ghana. britische Kolonie, 1957 unabhängig, in vielem vergleichbar mit Malaysia (auch britische Kolonie, etwa gleich groß, damals ähnliche Wirtschaftsdaten). Und heute? Malaysia hat einen ständig steigendem Lebensstandard und eine gut funktionierende medizinische Versorgung, während Ghana seit 1957 wirtschaftlich nicht vom Fleck kommt. Es ist die Quality of Governance, die den Unterschied macht. Ostasien hat gezeigt, wie es geht. Afrika muss es nachmachen. Solange aber die dortigen Machthaber und ihre willfährigen europäischen Claqueure nur immer nach Schuldigen außerhalb Afrikas suchen, wird sich leider nichts ändern.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Holga-waldaAnonym
#7 björnmAnonym
  • 04.06.2006, 11:06h
  • @) american-appendix
    das ist kein wettbewerb. das ist die politik
    von barbaren aus eliteschulen.
    die weltöffentlichkeit wird immer
    wurmigere windungen bei den
    reinwaschungsversuchen
    amerikanischer regierungsverbrechen
    durch relativierung erleben.
    so ganz plump ist dein kleiner
    beitrag dabei gar nicht. du setzt auf
    generationswissen und versuchst die
    häusleanzünder als feuerwehr zu verkaufen. sowas geht auch über generationen hinweg.
    das verhältnis von sätzen und fragezeichen in deinem beitrag entspricht dem gleichen,
    wie in ahmadinejads brief an bush.
    na ja wenigstens technisch, hälst du dich auf dem laufenden.
    übrigens kontinente können nicht böse sein. wohl aber die handlanger der 200
    mächtigsten familien amerikas in allen
    erdteilen.
    du bist nicht böse, denn der herr behütet die einfältigen (david, psalm 117)
  • Antworten » | Direktlink »
#8 antosAnonym
#9 Adrian AhlhausAnonym
  • 04.06.2006, 12:30h
  • @xapplex - Ja, es gibt einen gewissen vordergründigen Anti-Amerikanismus bei vielen Kommentatoren. Zum einen, und da will ich Dir zustimmen, wird 'Amerika' geschrieben, wenn die Bundesregierung der USA kritisiert wird, und dann wieder wird eine politische und-oder religiöse Ansicht mit allen amerikanischen Bürgern gleichgesetzt. Das ist zugegeben undifferenziert. Und auch ich habe mich schon mal verallgemeinernd daran beteiligt. - Macht viel mehr Spaß als lange Sätze zu schreiben. (Beispiel: Die spinnen, die Amerikaner.) Es Ist allerdings um so vieles griffiger. Davon ausgehend hier bei queer.de zumeist mit reflektierenden Kommentatoren, gelegentlich Kommentatorinnen, ein unsichtbares, aber sprachmächtiges Gegenüber vorzufinden, scheint mir dieser amerika-kritische Diskurs weit weg von jeder grundsätzlichen Bosheit. Mit Deinem Kommentar musst Du ein anderes Forum meinen.

    Konkret zu deinem Text: Der Vergleich der Staaten von Ghana mit Malaysia findet sich, so glaube ich zu erinnen, in Harrison/Huntington 'Streit um Werte' unter einigen anderen Vergleichen.
    Schön, die Thematik eines Kampfes der Kulturen ist nun allerdings nicht auf Dein Beispiel von Simbabwe anwendbar. Zwar ist auch dort die Korruption unendlich erdrückend, jedoch hat sich mit Robert Gabriel Mugabe und seiner Regierungskoalition ZANU überhaupt keine irgendwie geartete 'afrikanische Kultur' ausbilden können. Mugabe war mit seiner PF (Patriotischen Front) ein 'Befreiungskämpfer', das ist in diesem Fall ein anderes Wort für Terrorist, der zum Staatsmann mutieren wollte. Kultur brachte er und sein Umfeld keine mit. - Ich weiß dies, denn ich kenne das frühe Simbabwe. Simbabwe wurde von Nato-Europa und auch den USA von Beginn an unterstützt, denn es war im Kalten Krieg ein 'Bollwerk' gegen das benachbarte, kommunistisch gelenkte Mosambik, das mit einsickernden Terrorkomandos gegen das Nachbarland tätig war. Auch dies kenne ich aus persönlicher Anschaung. Also, Kultur war in Simbabwe seit dessen Bestehen bestimmt nicht selbstbestimmt.

    Worum geht es also substanziell in Deiner pauschalen Schelte an den Kommentaren? - Ich meine, um einen persönlichen Eindruck. Der sei Dir unbenommen, wenn ich diesen auch nicht so ganz gerechtfertigt finde.
    Frohe Pfingsten
  • Antworten » | Direktlink »
#10 metinAnonym
  • 04.06.2006, 13:04h
  • @) ahlhaus

    ich habe hier noch keinen anti-amerikanismus erlebt.
    den kann ich bei nazi-seiten beschauen.
    die menschlich und moralisch notwendige kritik an der politik derer, die amerika ganz
    und die welt aml iebsten auch so beherrschen wollen, müsste in ihren
    christlichen überzeugungen nachvollziehbar
    und unterstützenswert sei. es sei denn, sie sind römisch-katholisch. dieser machtschule ist perfidie, verharmlosung und zynismus, ja imanent.
    amerikanismus ? was soll das sein ?
    was soll da simmuliert werden ?
    reader´s-digest-wahnbilder zur usa aus zeiten der letzten grossen koalition ?
    der amerikanismus- und anti- kram ist was
    für hängengebliebene. meine afrikanischen
    freunde erzählen täglich über das treiben der chinesen in afrika. die meisten afrikaner weinen nicht. sie können das erste mal in ihrem leben dinge nutzen,
    die sie vorher nur aus europäischen und amerikanischen soaps kannten. ob das gut oder schlecht ist, werden die beurteilen.
    machen sie sich doch mal über das digest-niveau hinaus mit den kolonial und neokolonialgeschichten asiens und afrikas vertraut und dem denken der menschen dort. dieses anti-amerikanismus-stöckchen
    ist sowas von hintergestern. aber zur unterhaltung scheint´s noch was herzugeben. mohammed ist einer meiner
    freunde aus mauretanien, hoa ein chinesischer freund. die gespräche mit ihnen sind wesentlich fruchtbarer und zukunftsorientierter als die kulturell vebrämten verhüllungsversuche kapitalistischer raubzüge auf dem afrikanischen kontinent und der asiatischen landmasse.
  • Antworten » | Direktlink »