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Bukarest (queer.de) - Bei der Parade zum "Gay Fest 2006" in der rumänischen Hauptstadt Bukarest ist es am Samstagabend zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und aggressiven homophoben Gegendemonstranten gekommen. Das rund 350 Mann starke Polizeiaufgebot verhinderte tätliche Angriffe auf die rund 500 Schwulen und Lesben und nahm etwa 50 Randalierer fest, berichtete der Fernsehsender Realitatea TV. Der Aufmarsch musste allerdings vorzeitig abgebrochen werden. Zu der vom Verband der sexuellen Minderheiten "Accept" veranstalteten Parade waren ursprünglich doppelt so viele Teilnehmer erwartet worden. Die Demonstranten forderten das Recht auf Eheschließungen zwischen schwulen und lesbischen Partnern sowie Toleranz und Ausdrucksfreiheit von der Gesellschaft.. Eine Gegenveranstaltung der so genannten "Neuen Rechten" (Noua Dreapta) hatte nur wenige Stunden zuvor stattgefunden. Mehrere hundert Vertreter dieser nationalistisch-orthodoxen Organisation beschimpften Schwule und Lesben als "Schande für das rumänische Volk". Im Vorfeld hatte auch die rumänische Orthodoxe Kirche den CSD als ein "Attentat auf die heilige Institution der Familie und eine Gefahr für die junge Generation" verurteilt und vergebens dessen Verbot gefordert. Die Bukarester Gay-Parade fand zum ersten Mal im vergangenen Jahr statt. (cw)



41 Kommentare

#1 SaschaWAnonym
#2 Adrian AhlhausAnonym
  • 04.06.2006, 11:45h
  • Es kommt mir vor wie ein Reflex: Versuchte Gewalt gegen Schwule = Kirche.

    @SaschaW - Sicherlich meinst Du mit dem Wort 'Kirche' doch eher den Inhalt 'Religion' (sprachwissensch. Detonat-Detonator).
    Und selbst dies ist eine Frage der Definition.
    Da gerade hier bei queer.de dieser Reflex allgegenwärtig ist, der für mich zu einer deutlich unzureichend, differenzieren Kritik an den getrennten christlichen Kirchen und den verschiedenen Religionen führt, die Kritik an Religiösem für viele Kommentatatoren ein Lebensgefühl ausdrückt, halte ich an dieser Stelle meinen Hinweis auf die 'kleinen' Unterschiede für angebracht, schon damit man sich nicht missversteht.
    Ein Beispiel: Man mag die orthodoxen christl. Kirchen (griechische und russische) mit der r.-kath. Kirche in einen Topf werfen, doch schon am Verhalten der anglikanischen Kirche sieht man einen deutlichen Bruch bei der Haltung zur Homosexualität.
    Kirche ist für mich eben nicht gleich Kirche, auch wenn ich einer angehöre, deren Einstellung gegenüber homosexuellen Menschen nicht so nett und bequem ist.
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#3 Richard SorgeAnonym
  • 04.06.2006, 12:33h
  • @) Herrn Adrian Ahlhaus

    Guten Morgen, Herr Ahlhaus,

    ich denke, daß darf man sonntags noch sagen, auch wenn es in anderer Hinsicht
    schon 12.15 Uhr ist.
    Ihren Äußerungen entnehme ich, daß Sie eine Präverenz für garstige und unbequeme
    Kirchen haben.
    Schön, daß Sie uns das mitteilen.
    Kann ich Ihnen helfen ?
    Wie war Ihre Nacht ?
    Meine Nacht war nicht schön, hinzu kommt noch der ohrenstöpseldurchdringende
    Konfessionslärm am heutigen Tage.
    Ich hatte einen unruhigen Schlaf, nachdem ich die Prügelorgien beim Bukarester CSD auf CNN gesehen habe.
    Welche Vorteile hat Ihre Zugehörigkeit zu einer Kirche, die Schwule diskriminiert und ächtet ? Ist das eine Art Rückversicherung ?
    haben Sie eine Agentur ?
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#4 Adrian AhlhausAnonym
  • 04.06.2006, 13:06h
  • @Richard Sorge - Wenn, wie ich annehme möchte, Veränderungen zum Positiven, d.h. gewaltfrei und diskursfähig, das Ziel ist, dann geht dies sicherlich nur mit dem Wissen und dem Bewusstsein wen man wann meint.
    Nun bin ich davon überzeugt, das @saschaW eben Religion meint, die in der fudamentalistischen Version ihr Unwesen treibt. Warum muss denn die HUK oder müssen andere schwulen Christen gleich mit in das Boot der Gewalt gezogen werden? Die können doch nun wirklich recht wenig dafür was sich ereignet hat - es sei denn, man wirft ihnen vor sich nicht für die den friedlichen Verlauf der Veranstaltung eingesetzt zu haben?
    Ich bedauere zutiefst mit meinem Kommentar Ihnen nicht nur keinen schönen Pfingstmorgen bereitet, sondern unwohlsein ausgelöst zu haben.
    Mit den besten Genesungswünschen Adrian Ahlhaus
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#5 Richard SorgeAnonym
  • 04.06.2006, 13:41h
  • @) Herrn Ahlhaus

    Sehr geehrter Herr Ahlhaus,

    sorgen Sie sich nicht um Ihren Beitrag für meine Befindlichkeit. Es waren die Kirchenglocken
    und der CNN-Beitrag über die jungen Männer, die in Bukarest wehrlos auf dem Boden lagen. Man trat und prügelte auf sie ein. Von einem Protest von kirchlicher Seite,
    gegen dieses Vorgehen habe ich noch nichts gelesen. Ist die evangelische Kirche
    über ihren deutschstämmigen Bereich nicht auch in Rumänien immer aktiver ?
    Was machen die dort ? Geht es da um christlichen oder deutschen Einfluß ?
    Mit indianischem Gruß
    HUK !
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#6 chrisAnonym
  • 04.06.2006, 17:19h
  • Hallo,
    da sieht man mal wie weit es ist mit den Menschenrechten,sowie Freiheit mit freier
    Meinungsäußerung.
    Und gerade die Kirchen lassen noch mehr Haß und Ungerechtickeit mit ihren falschen Glauben und Äußerungen in die Rechtsradikalen fließen.
    Für mich gehören alle diese Leute für Jahre in den Knast.Und auch die,die Angeblich"Gott " vertreten.

    mfg
    Chris
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#7 Axel BerlinAnonym
  • 04.06.2006, 22:25h
  • Ich habe den Mut und die Courage der Popen und ihrer wahnwitzigen Anhängerschaft in der kommunistischen Diktatur vermisst. Warum sind sie seinerzeit nicht mit Weihwasser und Kreuz auf die Strasse und sind für die Werte ihrer so "hochmoralischen" Gesellschaft eingestanden?
    Im Gegenteil, sie haben sich wie Ratten in ihren modrigen Kirchen verschanzt und sind nun "mutig" auf wehrlose Homos und Lesben einzuschlagen.
    Dies scheint eine besondere Tugend der Untergrundchristen zu sein.
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#8 RichardAnonym
#9 SaschaAnonym
  • 05.06.2006, 03:13h
  • Ich würde @Adrian Ahlhaus dringend eine Einführungsvorlesung in soziologischer Theorie oder eine minimale Fähigkeit zur kritischen gesellschaftlichen Analyse empfehlen.

    Wer hat denn in dieser Gesellschaft die verlogene Angstmoral, die in weiten Teilen das kollektive Bewusstsein bestimmt, und Institutionen wie "Ehe" oder "Familie" ebenso wie die (Sexual-) Erziehung von Kindern in einer die menschliche Vielfalt und damit Menschen verachtenden Form definiert???

    Die selbsternannten "moralischen" Instanzen unserer Gesellschaft, denen es um nichts anderes als perverse Unterdrückungsverhältnisse geht, befinden sich damit in bester Gesellschaft mit rechtsextremen, homophoben Schlägern.

    Der eigentliche Skandal besteht allerdings darin, dass die politischen Eliten nach der Aufklärung den Kirchen überhaupt die Möglichkeit dazu gegeben haben, weiterhin in dieser Weise gesellschaftliche Normen und Werte zu bestimmen. Genau das muss sich im 21. Jahrhundert endlich ändern!

    Und dies bedeutet vor allem: Dem kirchlichen Propagandaapparat endlich das Geld entziehen und es lieber denen geben, die sich für unsere Rechte und damit für Demokratie und Menschwürde einsetzen!
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#10 SaschaWAnonym
  • 05.06.2006, 13:43h
  • Also, ich meinte religiösen Glauben im allgemeinen um etwas zu rechtfertigen. Und ob man das nub generell kirche nennt oder nicht, fidne ich spiel keine Rolle, solange es missbracuht wird, unzeitgemässe und menschenverachtende Ansichten zu verherrlichen oder zu rechtfertigen.
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