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Köln/Berlin Rund hundert Lesben und Schwule haben am Sonntag vor acht Domen demonstriert und den Respekt der Kirche eingefordert. Zu den Demos am traditionellen Familiensonntag hatte der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) aufgerufen. Unter dem Motto "Liebe verdient Respekt" haben über hundert Lesben und Schwule in acht Städten die Besucherinnen und Besucher der Gottesdienste über die diskriminierende Politik der katholischen Bischöfe informiert. Es kam zu keinen Vorkommnissen.

Die katholischen Bischöfe halten ihre Drohung aufrecht, Beschäftigte in kirchlichen Einrichtungen zu entlassen, wenn sie eine Lebenspartnerschaft eingehen. Die Deutsche Bischofskonferenz bewertet das Eingehen einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft als "schwerwiegenden Loyalitätsverstoß". Kirchlich Beschäftigten, z.B. Krankenpflegern, Erzieherinnen oder Verwaltungsangestellten, wird mit dienstrechtlichen Konsequenzen bis hin zur Kündigung gedroht.

Darüber hinaus hat die Katholische Kirche im letzten Sommer in einem Dokument der vatikanischen Glaubenskongregation weltweit zum Kampf gegen die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften aufgerufen.

Zudem machen die Katholischen Bischöfe massiv Front gegen weitere kindschaftsrechtliche Verbesserungen beim Lebenspartnerschaftsgesetz und schüren damit Vorurteile, so LSVD-Pressesprecher Klaus Jetz. "Familie ist, wo Kinder sind", und das müsste auch die Kirche akzeptieren. Kinder, die in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften aufwachsen, seien bislang rechtlich und finanziell schlechter abgesichert als andere Kinder. Die Demonstranten hätten nun deutlich gemacht: "Das kann nicht im Interesse des Kindeswohls sein."

In Berlin demonstrierten rund 40 Lesben und Schwule vor der St. Hedwigs-Kathedrale, vor dem Kölner Dom versammelten sich 30. Weitere Proteste gab es in Mainz, Hildesheim, München, Stuttgart, Trier und Frankfurt am Main. (pm)



#1 MickyAnonym
  • 20.01.2004, 14:51h
  • Schade, das in Köln der lsvd an den Römerbogen ausweichen mußte und mit ihren knapp 30 aktiven nicht allzuviele Leute erreichen konnte, wie noch vor einem Jahr direkt auf der Domplatte!!!
    Ansonsten war bei eisiger Kälte die Stimmung gut. Vielleicht kommen nächstes Jahr mehr, und der lsvd wird nicht soweit in den Hintergrund gedrückt.
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