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London (queer.de) - Das Wort "gay" kann jetzt auch als Synonym für "Müll" verwendet werden, ohne Schwule zu beleidigen, so die Rundfukräte der britischen BBC. Sie reagierten damit auf die Beschwerde eines Hörers einer Frühstückssendung auf "BBC Radio 1". Moderator Chris Moyles kommentierte darin einen Klingelton mit den Worten: "I don't want that one, it's gay" ("Ich will den nicht, der ist schwul"). Diese Redewendung sei nicht homophob, sondern repräsentiere den gegenwärtigen Gebrauch der englischen Sprache. "Das Wort 'gay' heißt nicht mehr nur 'homosexuell' oder 'sorglos', sondern bedeutet in der Jugendsprache jetzt auch 'schwach' oder 'Müll'", so das aus fünf so genannten "BBC-Governors" bestehende Gremium. Das Wort "gay" hieß ursprünglich "glücklich" oder "sorgenfrei", seit dem späten 17. Jahrhundert wird es auch im Zusammenhang mit unmoralischen Verhalten verwendet. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde "homosexuell" oder "schwul" die Hauptbedeutung. (dk)



23 Kommentare

#1 erkanAnonym
  • 06.06.2006, 14:25h
  • klar,so wird´s hier bei den jungen neo-liberalisierungs-opfern im alltag auch dauernd benutzt.
    hinzu kommen werden dann noch jene,
    die damit ihr "junggebliebensein" demonstrieren wollen.
    "is ja echt schwul.." negativ belegt hat den
    höhepunkt noch nicht erreicht. mittelschichts-heten garnieren mittlerweile
    bedenkenlos unwohlsein mit diesem spruch.
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#2 SaschaWAnonym
  • 06.06.2006, 14:25h
  • Ganz toll, ich stelle mir die Frage, ob das wirlich so förderlich ist...und ich befürchte, dass es nicht so ist
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#3 Adrian AhlhausAnonym
  • 06.06.2006, 14:26h
  • Sprache verändert sich, dass kann jeder erkennen. Und wenn es so 'praktisch' funktioniert, ist das den homophoben Kreisen sicherlich recht -stillschweigende Zustimmung ist ihnen auch aus politischen Kreisen gewiss.
    Die sprachliche Entwicklung kennt doch jeder auch aus der Bunderepublik. Das Wort 'schwul' wird nunmal auch für eine generelle Ablehnung von Alltagsgegenständen benutzt. Selbst ein Kugelschreiber eine Schultasche kann mitlerweile 'schwul' sein.
    In diesem Sinne sind 'gay' oder 'schwul' nichts anderes als Etiketten gewesen, die inhaltlich besetzt zur Nischenbildung beigetragen haben.
    Es wird an den schwulen Kreisen liegen müssen mit einem neuen, eindeutigen Etikett weiterhin die eigene Botschaft transportieren zu können. - Es ist nur nich eine Frage der Zeit, und eine Chance eine unverwechselbare Definition vorzutragen.
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#4 metinAnonym
  • 06.06.2006, 16:01h
  • @) saschaW

    klar ist scheisse. dem gegner die begriffe zu klauen und mit eigener deutung zu belegen, ist in der informations- und wissensgesellschaft, so was wie reliquienklau.
    einst bedeutete reform zunehmendes allgeimeinwohl,
    dann wurde es neolibaral zur bezeichnung
    für allerlei angriffe auf das soziale gemeinwesen. das funzt, wenn du die medien in der hand hast. die verwirrung ist erwünscht, ankämpfen kostet den gegner kraft.
    darum mach die hillary jetzt den jesus,
    bin gespannt wie´s sich entwickelt.
    es zeigt aber deutlich, dass die strategie der neoliberalen aufging.
    dieser schrott-mechanismus funktionierte ja auch mit:
    saddam=hitler
    kosovo=auschwitz
    usw. usf.
    koran kannte ich, jetzt schau ich mal wieder
    in die bibel.
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#5 funsurferAnonym
  • 06.06.2006, 16:50h
  • @erkan:

    klar, da sist alles neoliberalismus. deine kommentare sind echt von so niedrigem niveau. was du hier immer wieder mit dem wort 'liberalismus' machst, geht noch weit über das hinaus, was in england mit dem wort 'gay' gemacht wird. bitte erst nachdenken, dann schreiben. und beim denken auch mal etwas selbstreflexion einfließen lassen, das kann nicht schaden
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#6 metinAnonym
#7 MietzekatzeAnonym
  • 06.06.2006, 18:31h
  • Liebe Leute, der Moderator heisst nicht Chris Boyles, sondern es ist der Berühmte Chris Moyles.

    Ich höre täglich das Programm von BBC Radio 1 via satellit und internet. um dimensionen besser als der deutsche dudelfunk.

    Danke für den Hinweis, haben wir geändert. Red.
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#8 redforceAnonym
  • 06.06.2006, 18:51h
  • Die Frage ist, ob die Gesellschaft Medien macht oder Medien Gesellschaft ... oder beides. Gerade bei der Jugendkultur dürfte aber der zweite Anteil stark überwiegen.
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#9 DavidAnonym
#10 erkanAnonym