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Tallinn (queer.de) - Der niederländische Botschafter in Estland gibt seinen Posten auf, weil sein Ehemann wiederholt in den Straßen der Hauptstadt Tallinn beschimpft und bedroht wurde. Hans Glaubitz wird auf eigenen Wunsch in das niederländische Konsulat in Montréal versetzt, so Herman van Gelderen, Sprecher des Außenministeriums in Den Haag. "Das geschieht teilweise wegen unschönen Erlebnissen in Tallinn und auch teilweise deshalb, weil wir die besten Leute für Montréal gesucht haben", so van Gelderen. Glaubitz' Partner, ein dunkelhäutiger Kubaner, war letztes Jahr von einer estnischen Wochenzeitung geoutet worden. In einer Reportage berichtet das niederländische "NRC Handelsblad", dass auch andere farbige Botschaftsangehörige bedroht worden seien. Glaubitz sagte dem Blatt, dass die "estnische Gesellschaft zwei Männer nicht als Paar anerkennt, insbesondere wenn einer von ihnen schwarz ist". Allerdings habe die Tallinner Regierung alles unternommen, was sie konnte. (dk)



10 Kommentare

#1 SvenAnonym
  • 07.06.2006, 15:39h
  • Na Estland, willkommen in der EU!

    Das ist ja toll. Fast schon eine Kriegserklärung. Angriffe auf Botschaftsangehörige! Sowas gibt's nicht mal im Iran. Ich glaube, die Achse des Bösen ist ganz wo anders.
    Naja, da kann ja der CDU-Mann nun wieder sagen: "Selber schuld, dass er schwul und schwarz ist, so was gehört sich nicht im Ostblock!"
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#2 aquarius40Anonym
  • 07.06.2006, 17:11h
  • Tja, erst sich nach über 40 Jahren befreien und dann die Freiheit der anderen nicht zu akzeptieren und respektieren.

    Eine Flucht hätte nicht sein dürfen, sondern ein Anruf des Eu-Gerichts für Menschenrechte.
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#3 SAMAnonym
  • 07.06.2006, 17:27h
  • Was da geschieht ist nun nicht nur verwerflich , sondern ein Verbrechen. Da werden Botschafstangehörige beleidigt und belästigt! Gehört dieses Land wirklich zur EU oder träumt man das nur? Wenn einige ehemalige Ostblockstaaten meinen ihren homophoben und rassistischen Nationalismus leben zu müssen, dann sollte man sie aus der EU herauswerfen. Und ihnen endlich klar machen, daß es so nicht geht!!!!!!!!
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#4 MariusAnonym
  • 07.06.2006, 20:28h
  • Ich bin immer noch schockiert, wie die EU Staaten wie die baltischen Staaten und Polen in die EU aufnehmen konnte, bevor sich dort etwas im Menschenrechtsbereich änderte.

    Dieses blauäugige "Das kommt schon von alleine, wenn sie Mitglied der EU sind" hat sich ja nicht bestätigt. Wozu auch - solange man noch nicht Mitglied ist gibt es Grund sich zu ändern, aber wenn man die Mitgliedschaft einmal hat, braucht man sich nicht mehr anzustrengen. Ich schließe ja auch keinen Mietvertrag ab und sage nachher, dass ich nachträglich noch das ein oder andere umsetzen möchte.

    Und diese blauäugige naive Politik soll mit den nächsten Erweiterungen fortgesetzt werden!

    Und da wundert sich die EU dass die Verfassung scheitert und dass der Zuspruch der Bürger immer geringer wird... Das sind die unfähigen EU-Politiker selbst schuld. Zuerst nehmen sie Faschistenstaaten auf und können dann nicht die Menschenrechte und den Schutz der Minderheiten dort gewährleisten.

    Das ist eine Bankrotterklärung der EU!

    Schade, der Ansatz der EU war vielversprechend, wurde aber von ihnen zerstört.

    R.I.P. EU
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#5 xapplexAnonym
  • 07.06.2006, 20:39h
  • Ach? Im moralisch so überlegenen Westeuropa gibts sowas nicht? Ich glaube, dazu könnten dunkelhäutige Schwule das ein oder andere Erlebnis beisteuern...
    Und im Iran gibts sowas natürlich erst recht nicht. Da wären die beiden wahrscheinlich zu Tee und Gebäck von Ahmadinejad persönlich empfangen worden. Dass Schwule dort an Baukränen aufgehängt werden, Botschaftsangehörige über ein Jahr als Geiseln festgehalten werden und erst nach Lösegeldzahlungen wieder freikommen - alles nur Greuelpropaganda!
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#6 gerdAnonym
  • 08.06.2006, 01:17h
  • In der taz stand ein sehr guter Artikel zu Osteuropa.

    Machen wir uns nichts vor...bis 1990 war jenseits des "Eisernen Vorhangs" kein bisschen Licht für homosexuelle Menschen und deren Rechte.

    Erst mit dem EU-Beitrtitt der osteuropäischen Länder geraten diese Länder mehr ins Blickfeld der westlichen Medien und auch für West/Nordeuropäische homosexuelle Menschen geraten das Baltikum oder Polen erst jetzt in unsere Wahrnehmung.

    Die taz hat vollkommen recht, wenn sie titelt "der homosexuelle Mensch entdeckt den Osten".

    Das Balitikum aber auch Polen muss noch viel lernen, denn es bekommt nicht nur den schönen Geldregen aus EU-Beihilfen und Zugang zum gemeisamen Markt, sondern muss auch ein Mindestmaß an gesellschaftlichen "Spielregeln" in der EU einhalten.

    Die gesellschaftlichen Konflikte brechen in Osteuropa erst JETZT richtig aus und gelangen ans Tageslicht der Öffentlichkeit und Medien.
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#7 marcoAnonym
  • 08.06.2006, 05:14h
  • @gerd: Aha, weil bis 1990 kein bischen licht für homos jenseits des "eisernen vorhangs", der übrigens von ELKOSTA aus Salzgitter/niedersachsen gebaut wurde(zumindest zwischen der BRD und der DDR), daher hat also die DDR, dieser "böse" Staat, den § 175 bereits 1988 ersatzlos gestrichen??

    Hör doch einfach mal mit deiner billigen hetze auf Bildzeitungsniveau auf.
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#8 Margot WesshartAnonym
  • 08.06.2006, 07:25h
  • Das Foto ist aus Helsinki, obwohl auf dem Bild estnische Fahne ist.

    Das ist nicht richtig. Der CSD-Zug befindet sich vor der Alexander-Newski-Kathedrale in Tallinn. Red.
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#9 björnmAnonym
  • 08.06.2006, 11:55h
  • @) xapplex

    also, das mit den tee und keksen, glaube ich nicht. das macht ghadaffi vielleicht in seinem wüstenzelt mit dem amerikanischen botschafter in lybien.
    ich glaube nicht das iranische politiker
    beim iranischen volk gut kommen, wenn
    sie tee mit der schutzmacht des menschlächters schah reza palevi trinken.
    auch die nordkoreanische teekultur soll nicht ohne sein. da gibt es leckere ginseng-sachen, habe ich gehört. die condi hat wohl
    lust auf so was. eine einladung zum rudel-teetrinken gab´s schon.

    www.bjrundschau.com/2006-g/2006-23/2006.23-yw-20.htm
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#10 xapplexAnonym