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Mannheim (queer.de) - Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) macht den Koalitionsentwurf zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) für die Eintrübung der Konjunkturaussichten mitverantwortlich. Der ZEW-Index, der auf der Basis einer Umfrage von 303 Analysten und institutionellen Anlegern erstellt wurde, ging im Juni unerwartet stark von 50,0 auf 37,8 Punkte zurück. "Angesichts einer Reihe von Irritationen und Fehlentwicklungen in der Wirtschaftspolitik - wie etwa Antidiskriminierungsgesetz, Mehrwertsteuererhöhung, Reichensteuer - setzt sich Ernüchterung bei den Finanzanalysten fort", erklärte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. "Weiteren Kredit sollte die Wirtschaftspolitik nicht verspielen, will sie nicht riskieren, dass die Stimmung gänzlich umschlägt."
TÜV Rheinland bietet AGG-Kurse an
Der umfangreiche Schutz vor Diskriminierung belaste Unternehmen, warnt auch der TÜV Rheinland. Dafür bietet die Prüforganisation Seminare an, wie sich Betriebe vor hohen Schadensersatzansprüchen schützen können. "Wer nach Verstärkung für ein 'junges und dynamisches Team' sucht oder einem Bewerber beispielsweise mit der Floskel 'wir haben uns für jemanden entschieden, der besser zu uns passt' absagt, macht sich nach der neuen Gesetzgebung bereits angreifbar", so der TÜV in einem Pressetext. "Denn die Suche nach jungen Mitarbeitern deutet auf Diskriminierung älterer Arbeitnehmer hin und hinter der Floskel im Absageschreiben könnte sich verbergen, dass der Bewerber wegen seiner Weltanschauung nicht genommen wurde." (dk)



#1 Luise KraushaarAnonym
  • 13.06.2006, 15:16h
  • Der erste Teil der Meldung transportiert Deutungsmärchen eines Mannheimer Instituts. Ein weiteres Kapitel für den neoliberalen Struwwel-Peter.

    Der zweite Teil zeigt dem schwulen Unternehmer Möglichkeiten auf mit
    Hilfe des TÜVs das AGG bei Bedarf
    zu umgehen.

    Das Bild ist ein Präsidentenfoto und bei diesem Wetter eine Zumutung.
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#2 StefanAnonym
  • 13.06.2006, 15:30h
  • Wenn wir schon bei schwachsinnigen Diskussionen sind: Das Frauen hierzulange arbeiten dürfen steigert natürlich erheblich die Arbeitslosenquote. Frauen zurück an den Herd und noch ein Problem ist im Sinne der Konservativen gelöst. Aplaus Aplaus. Wilkommen im Mittelalter. Und das die Bürger es satt haben von Politikern regiert zu werden, die sich dauernd die Diäten erhöhen ( jedenfalls sind immer die beiden Voksparteien dafür) schwächt die Wirtschaft zehnmal so stark und fördert sicher irgendwann mal den Absatz von Feuerwaffen. Aufstehn Bürger.
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#3 SAMAnonym
  • 13.06.2006, 17:04h
  • @stefan: Für die Erhöhung der Diäten sind meist alle, ausser ab und an mal jemand nicht. Aber inzwischen denken alle bis auf rosarot, das es Zeit würde!

    Das Argument das AGG würde Arbeistplätze vernichten ist so dumm, wie als man behauptet hat das Frauenwahlrecht würde sich zum Nachteil auswirken,. Oder wie man behauptet hat Arbeitsschutzgesetze und Mitbestimmung würden ein Nachteil der Unternehmen! Über80/ bzw. 30 Jahre gibt es diese Rechte jetzt und das einzigste was wirklich zum Nachteil sich ausgeweitet hat, ist das geldgierige Handeln der Großindustriellen. So wie die benimmt sich sonst niemand! Förderungen mitnehmen, Arbeitnehmer entlassen, Produktion nach Fernost verlagern, Gewinne drastisch steigern, Dividenden die Rekordgewinne und Auszahlungen zur Folge haben und wir dummen die trotzdem diese Artikel zu überteuerten Preisen hier wieder kaufen!
    Wir brauchen noch zusätzlich ein Gestz gegen solche Ausbeuter:-)!
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#4 markuskrefeld
  • 13.06.2006, 19:00h
  • Diese Meldung ist nicht Ernst zu nehmen! Denn wer sitzt in diesem Institut??
    Arbeitgebervertreter haben hier eindeutig die Mehrheit (kurzer Verweis Wirtschaftswoche u. a. Puplikationen)!
    Also ist diese Meldung eine gut gezielte Propaganda von Personen, vor denen wir geschützt gehören!
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#5 geilerdomiAnonym
  • 13.06.2006, 19:04h
  • @stefan: im prinzip gebe ich dir recht, nur lass bitte den begriff der "volksparteien" weg, denn wer diese, von mir eher als volksverdummungsparteien bezeichneten, gruppierungen wählt, ist nicht nur selbst dran schuld, sondern mindestens noch BLIND(BILD)-Leser und Michael Schumacher(=Schumi)-Fan....

    Und, dieses Institut, das sich ja als Europäisch bezeichnet, sollte mal in unsere Europäischen Nachbarländer gucken: DIE BRD IST UMZINGELT! VOM ADG UND VOM MINDESTLOHN!!
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#6 HelmutAnonym
  • 13.06.2006, 22:59h
  • Das sind die gleichen Typen, die am liebsten auch Löhne für abhängig Beschäftigte abschaffen würden. Dadurch würde sich die Stimmung in der Wirtschaft doch bestimmt aufhellen. Und nebenbei käme Lehnsherrnschaft und Sklaverei wieder zu Ehren
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#7 LuxuriaAnonym
  • 13.06.2006, 23:59h
  • Diese Leute sind nicht explizit schwulen- oder generell minderheitenfeindlich, sie setzen nur konsequent die neoliberale Philosophie um: Es ist gut für alle, wenn der/die Chef/in mit den Arbeitnehmer umspringen darf, wie er/sie lustig ist. Wenn der dumme Staat weniger regelt dürfen die weisen Unternehmer mehr erfolg haben und davon profitieren alle.

    Ein zu durchsichtiger Versuch eine Staatsidiologie durchzudrücken, bei der bestimmt wer hat. Wenn man bösartig wäre, könnte man das auch als Turbokapitalismus bezeichnen.
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#8 FloAnonym
  • 14.06.2006, 16:55h
  • 1. Die deutsche Wirtschaft funktioniert also nur, wenn sie diskriminieren darf? (Wer nicht diskriminiert hat auch keinen Nachteil und wer wohl diskriminiert, sollte dies nicht dürfen und sich auch nicht freikaufen können.)

    2. Wieso soll in Deutschland etwas nicht funktionieren, was in anderen Staaten auch (teilweise noch rigider) funktioniert? Sonst sollen wir uns doch immer andere Staaten zum Vorbild nehmen...
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