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Die Weltmeisterschaft ist im vollen Gange. Passend zum heißen Wetter, die scharfen Jungs vom Zuckerhut. Mit Galerie!

Von Jan Gebauer

Am 13. Juni gibt auch endlich der amtierende Weltmeister Brasilien seinen Einstand bei der 18. Fußball-Weltmeisterschaft. Im Spiel gegen die Kroaten wollen die Südamerikaner ihrem Ruf als weltbeste Fußballmannschaft und Nummer eins der Fifa-Weltrangliste gerecht werden. Rein optisch bietet die Mannschaft rund um Superstar Ronaldinho nicht viele Highlights. queer.de hat aber drei junge, frische Spitzenspieler rausgepickt, die sicher nicht nur wegen des guten Aussehens das Einschalten lohnen.

"Die Dampfwalze" von Inter Mailand: Adriano

Leite Ribeiro Adriano (24) gehört zu den Aushängeschildern von Inter Mailand, einem der erfolgreichsten Fußballvereine Italiens. Der kräftige und athletische Mittelstürmer ist einer der besten Offensivkräfte der Welt. "Die Dampfwalze" verfügt über einen explosiven Antritt, eine immense Schussstärke und einen ausgeprägten Killerinstinkt vor dem gegnerischen Tor. Seine Einzigartigkeit liegt in der Paarung von brasilianischem Talent und nordischer Robustheit oder wie Inters Trainer Roberto Mancini einst so schön sagte: "Adriano hat die Power von Gigi Riva, die Beweglichkeit von Marco van Basten und den Egoismus von Romario." Der herausragende Fußballer ist einer von vier Brasilianern, die für Mailand kicken. Zur Weltmeisterschaft hat er sich allerdings feste vorgenommen für seine brasilianische Heimat den Pokal zu gewinnen. Seine bisherige Karriere kennt fast nur Higlights: 2004 belegte er bei der Wahl zum Weltfußballer Platz sechs, im Jahr darauf wurde er von der IFFHS (International Federation of Football History & Statistics) zum Welttorjäger ernannt. Eine Art Markenzeichen: Adriano schickt nach jedem Tor mit erhobenen Händen ein Stoßgebet in Richtung Himmel, da sein Vater in den Favelas von Rio de Janeiro von einer Drogenbande angeschossen wurde, als Adriano zehn Jahre alt (1992) war. Fortan lebte sein Vater mit einer Kugel im Kopf – bis er Anfang 2004 schließlich verstarb.

Nach dem Anpfiff, direkt ein Tor: Fred

Knuffig und ebenfalls Stürmer ist Fred alias Frederico Chaves Guedes. Der Wuschelkopf hält einen ganz besonderen, fast unglaublichen Rekord: Er erzielte das bisher schnellste Tor in der brasilianischen Fußballgeschichte, als er nach nur 3,17 Sekunden erfolgreich war (für seinen damaligen Verein Klub Mineiro). Der 22-Jährige war in seiner bisherigen Laufbahn so treffsicher (bei 40 von 43 Ligaspielen in Brasilien traf er den Ball ins Tor), dass sein aktueller Club Olympique Lyonnais 15 Millionen Euro als Ablösesumme für ihn hinblätterte. Bei seinem neuen Verein war er dann auf Anhieb der Torschützenkönig der Saison 2005/6 und holt mit der Mannschaft auch die französische Meisterschaft. Fred ist beidfüssig, kopfballstark und taktisch gut geschult, was er dadurch unter Beweis stellt, dass er meist zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Für das Torschusswunder ist die Teilnahme bei der WM in Deutschland die erste. Wenn es so weitergeht mit seiner Karriere, wird man ihn aber wahrscheinlich auch bei der nächsten WM bewundern können.

Klein und wieselflink: Cicinho

Cicinho alias Cícero João de Nazaré (25), ein klassischer Rechtsverteidiger mit starkem Offensivdrang, kann auf ein hervorragendes Jahr 2005 zurückblicken. Er gewann nicht nur mit seinem Klub São Paulo die Copa Libertadores und später auch noch die FIFA Klub-Weltmeisterschaft in Japan, sondern triumphierte überdies mit der Nationalmannschaft beim FIFA Konföderationen-Pokal in Deutschland. Als i-Tüpfelchen wurde er auch noch zum besten Spieler der brasilianischen Liga auf seiner Position gewählt. Kein Wunder, dass man auch international auf den Top-Fußballer aufmerksam wurde: Für fast zehn Millionen Euro wechselte Cicinho Anfang 2006 nach Spanien – zu Real Madrid, einem der berühmtesten Fußballvereine der Welt. Dort glänzt er bislang nicht nur als Verteidiger, sondern auch als Mittelfeldspieler. Cicinho besitzt seit dem 16. November 2005 neben der brasilianischen auch noch die italienische Staatsbürgerschaft, spielt aber weiterhin für die brasilianische Nationalmannschaft, mit der er natürlich den Pokal bei der WM holen will. Übrigens zählt er auch zu den kleinsten Spielern der WM: Cicinho ist nur 1,71 Meter groß. Abgehoben ist er trotz seines Erfolges nicht: "Mein Leben hat sich sehr geändert. Aber ich werde damit so vernünftig und intelligent wie möglich umgehen und Verantwortung zeigen, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Alles geschieht jetzt so schnell, aber schließlich habe ich es mir auch hart erarbeitet. Das ist es ja schließlich, wonach jeder Spieler strebt."

Fußball-Weltmeisterschaft: Brasilien gegen Kroatien, ab 21:00 Uhr, live in der ARD

13. Juni 2006



#1 MiloAnonym
  • 13.06.2006, 20:35h
  • Solange Fußballer mit solchen Sextötern am Arsch herumlaufen, kann mir dieser Proletensport gestohlen bleiben.
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#2 madridEUAnonym
  • 14.06.2006, 12:36h
  • Man muss sich wundern, dass sich auch viele nachdenkliche Menschen für diesen Sport interessieren, der das Beispiel der sozialen Ungerechtigkeit schlechthin darstellt. Man bedenke, dass junge Ärzte mit ungeheurer Belastung kaum über 2000 Euro brutto im Monat hinauskommen.
    Aber es soll ja auch Fussballspieler geben, die sogar lesen können.......
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#3 SAMAnonym
  • 14.06.2006, 17:14h
  • Meine Güte der Neid regiert die Welt oder was? Proleten sind meist die die andere als Proleten beschimpfen:-)!
    Sicher mögen einige Fußballer zuviel Geld bekommen, aber das gilt ja nicht nur für diese!
    Rennfahrer, die oberen Tennisstars, andere Sportstars, Wirtschaftsbosse.....man könnte die Liste endlos weiterführen.

    Und das mit dem Assistenzarzt stimmt, aber wenn ich grad in Deutschland sehe, wie die sich vor den Karren spannen lassen den die Herren Professoren und Chefärzte ( ihres Zeichen Superverdiener) in den Dreck mitgefahren haben, dann frage ich mich ob die bisher nicht ganz nachgedacht haben. Jahrelang um nicht zu sagen jahrzehntelang als das Geld reichlich war, hat man die Herren aus den Chefetagen bereichert und die da unten haben auch was abbbekommen! Aber nun tun die Herren Montgomery & Co so als wären sie in den letzten Jahren bei Tarifverhandlungen nie dabei gewesen! Die interessiert der Assitenzarzt doch nur , weil sie Angst um ihre Pfründe haben!!!!
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#4 1:0Anonym
#5 TorbenAnonym
#6 madridEUAnonym
  • 15.06.2006, 11:25h
  • @sam: Spanische Assistenzärzte verdienen laut Statistik deutlich besser als die deutschen, was aber zum Thema keine Rolle spielt. Es ging mir nur um den Vergleich der Fussballer oder meinetwegen auch Rennfahrer zu akademischen Berufen, die eine jahrelange Ausbildung benötigen und am Ende so schlecht honoriert werden.
    Diese Skala kann beliebig überall angewandt werden, wobei ich dabei bleibe, dass es soziale Gerechtigkeit nicht gibt.
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#7 schwesterAnonym
  • 15.06.2006, 23:19h
  • arme u.arme fussballer gibt es jede menge, hingegen hab ich noch nie von einem armen arzt gehört!
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#8 bestAnonym
  • 17.06.2006, 10:48h
  • ...aber von Ärzten, die mind. 60 Stunden pro Woche arbeiten, hast Du sicher schon gehört, oder?!
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#9 esb963Anonym